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Teamkollege Evenepoel geschlagenDegradiert Rad-Senkrechtstarter Lipowitz den Topstar zum Edelhelfer?

29.03.2026, 18:39 Uhr
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Bitte recht freundlich: Florian Lipowitz (r.) ist der erste Deutsche auf dem Podium der traditionsreichen Katalonien-Rundfahrt. (Foto: IMAGO/Sirotti)

Freudliches Willkommen im Team? Mitnichten - Florian Lipowitz hängt Team-Neuzugang Remco Evenepoel bei der Katalonien-Rundfahrt direkt mal ab. Das könnte auch die teaminterne Rollenverteilung mit dem Doppel-Olympiasieger durcheinanderwirbeln.

Radsport-Ass Florian Lipowitz hat das erste große Kräftemessen mit seinem neuen Teamkollegen Remco Evenepoel für sich entschieden und als erster Deutscher das Podest bei der traditionsreichen Katalonien-Rundfahrt erreicht. Der Tour-Dritte vom Rennstall Red-Bull-Bora-hansgrohe behauptete auf der siebten und letzten Etappe in Barcelona den dritten Gesamtplatz und hinterließ rund drei Monate vor dem Start der Tour de France an gleicher Stelle einen starken Eindruck.

"Wir haben zwar einen Etappensieg in dieser Woche verpasst, aber ich denke, mit unserer Vorstellung hier können wir superhappy sein", sagte der 25 Jahre alte Lipowitz, der als Co-Kapitän an der Seite Evenepoels ins Rennen gegangen war, im Laufe der Rundfahrt aber mehr überzeugte. Das verspricht Spannung für die interne Team-Hierarchie. Denn der Red-Bull-Rennstall will bei der Tour im Sommer mit einer Doppelspitze an den Start gehen, einen klaren Kapitän gibt es im Vorfeld nicht.

Lipowitz ist Evenepoel "unglaublich dankbar"

Muss der millionenschwere Star-Einkauf Evenepoel, der amtierende Zeitfahr-Weltmeister und Doppel-Olympiasieger von Paris, in den Bergen womöglich für Lipowitz arbeiten? Bei der Katalonien-Rundfahrt hatte er damit kein Problem. Am Samstag verhalf Evenepoel durch seine Tempoarbeit auf der Abfahrt Lipowitz zum Sprung auf den dritten Platz. "Er war fantastisch, hat einen super Job für mich gemacht. Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Dass ein Weltmeister so etwas macht, ist einfach unglaublich", sagte Lipowitz, der im Vorfeld der Rundfahrt noch gesundheitlich angeschlagen war.

Auf der Schlussetappe machte der zweimalige Tour-Champion Jonas Vingegaard souverän den Gesamtsieg perfekt und zeigte sich weiter in exzellenter Frühform. Aber auch Lipowitz konnte beim Finale rund um das Olympiastadion jede Attacke mitgehen und griff selbst an. Letztlich zog er auf dem Rundkurs am Montjuic mit Klassikerprofil den Sprint für Olympiasieger Evenepoel an.

Vingegaard wirkt gerüstet für Pogacar-Duell

Der Belgier musste sich schließlich aber hinter dem Australier Brady Gilmore (NSN Cycling Team) und dem Franzosen Dorian Godon (Ineos Grandiers) mit Platz drei begnügen. Bei den Anstiegen der vergangenen Tage hatte Evenepoel nicht ganz mit Lipowitz mithalten können, am Samstag machte der Topstar Tempo für den Ulmer, als dieser bei der Bergankunft in Queralt Platz drei eroberte.

Klare Nummer eins in Katalonien war der Däne Vingegaard, der die beiden schweren Bergetappen und nach Paris-Nizza sein zweites Etappenrennen gewann. Der Jumbo-Visma-Kapitän, der in der Gesamtwertung 1:22 Minuten vor dem Franzosen Lenny Martinez (Bahrain-Victorious) lag, wirkte gerüstet für große Tour-Duelle mit Tadej Pogacar. Zunächst steht allerdings der Giro d'Italia für Vingegaard an.

Lipowitz hatte im Schlussklassement 1:30 Minuten Rückstand. Bei der 105. Auflage der erstmals 1911 ausgetragenen Katalonien-Rundfahrt schaffte es damit erstmals ein deutscher Fahrer unter die Top drei. Vorjahressieger Primoz Roglic, ebenfalls ein Lipowitz-Teamkollege, war nicht am Start.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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