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Kurioser Triumph, Rivale stauntTennis-Gigant Sinner verliert seit Wochen kein Spiel mehr

13.04.2026, 05:50 Uhr
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Jannik Sinner gewinnt und gewinnt. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

In Monte-Carlo heißt das Finale erstmals in dieser Saison Jannik Sinner gegen Carlos Alcaraz. Der Italiener übernimmt mit dem Sieg auch die Weltranglistenspitze. Für den 24-Jährigen ist es der vierte Masterstitel in Folge.

Jannik Sinner hat das vom böigen Wind beeinflusste Gipfeltreffen der Tennisstars in Monte-Carlo für sich entschieden und verdrängt Carlos Alcaraz von Platz eins der Weltrangliste. Der Italiener gewann nach seinem souveränen Sieg im Halbfinale über Alexander Zverev das Endspiel gegen den Titelverteidiger aus Spanien mit 7:6 (7:5), 6:3. Bei schwierigen Bedingungen setzte sich Sinner nach 2:15 Stunden durch.

"Wieder die Nummer eins zu sein, bedeutet mir sehr viel. Gleichzeitig ist, wie ich immer sage, die Rangliste zweitrangig", sagte Sinner nach seinem ersten Masters-Triumph auf Sand: "Ich bin sehr glücklich, wenigstens einen großen Titel auf diesem Belag gewonnen zu haben. Das habe ich noch nie geschafft, daher bedeutet es mir sehr viel." 

"Es ist beeindruckend, was du gerade leistest"

Für den 24-Jährigen war es der vierte Masterstitel nacheinander, zuletzt hatte er auf Hartplatz in Paris, Indian Wells und Miami triumphiert. Vier aufeinanderfolgende Turniere der hochdotierten 1000er-Serie hatten zuvor nur Novak Djokovic und Rafael Nadal gewonnen. "Es ist beeindruckend, was du gerade leistest", sagte Alcaraz während der Siegerehrung anerkennend zu Sinner.

In der Bilanz gegen Alcaraz verkürzte Sinner auf 7:10 Siege und sendete ein Zeichen für die French Open (ab 24. Mai), dem Höhepunkt der Sandplatzsaison. In diesem Jahr war es das erste Duell der beiden Ausnahmespieler, die bei den vergangenen neun Grand-Slam-Turnieren die Titel untereinander aufgeteilt und die Konkurrenten um Zverev weit abgehängt haben.

Ungewöhnlich viele Fehler

Am Sonntagnachmittag hatten Sinner und Alcaraz jedoch sichtlich Probleme, ihr Potenzial abzurufen, der böige Wind störte beide in ihren Abläufen. Vor allem beim Aufschlag und Return unterliefen ihnen ungewöhnlich viele Fehler. Sinnbildlich: Der umkämpfte erste Satz ging nach einem Doppelfehler von French-Open-Champion Alcaraz an Sinner.

Im zweiten Durchgang breakte Alcaraz den Südtiroler dann früh, doch Sinner überstand eine kleine Schwächephase und übernahm auf beeindruckende Art und Weise wieder die Kontrolle. Das zweite Break in Folge zum 5:3 war eine Vorentscheidung, Sinner nutzte in seinem folgenden Aufschlagspiel den ersten Matchball zum Sieg.

Für Sinner ist es der 27. Titel auf der Profitour, allerdings erst sein zweiter auf Sand nach Umag 2022. Im Halbfinale am Samstag hatte er Zverev wie zuvor in Indian Wells und Miami kaum eine Chance gelassen (6:1, 6:4). Alcaraz (22) war durch ein 6:4, 6:4 gegen Lokalmatador Valentin Vacherot (Monaco) ins Finale eingezogen. Nach 22 Wochen an der Spitze der Tenniswelt muss er Platz eins ab Montag wieder Sinner überlassen.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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