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Katastrophenabend für DBB-Duo"Völlig außer Kontrolle" - Orlando Magic erleben historischen Kollaps

30.03.2026, 08:25 Uhr
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Ging mit den Orlando Magic in Toronto unter: Tristan da Silva (re).

Ohne den weiter verletzten Basketball-Weltmeister Franz Wagner quälen sich die Orlando Magic in der NBA durch die Saison. Bei den Toronto Raptors verliert das Team deutlich - und kassiert sogar 31 Punkte in Serie.

Die Orlando Magic sind in der NBA weiter außer Form und haben bei den Toronto Raptors eine heftige 87:139 (43:70)-Abreibung kassiert. Es war die siebte Niederlage in den letzten acht Spielen für die Magic, die ohne den weiterhin verletzt fehlenden Franz Wagner die direkte Qualifikation für die Playoffs zunehmend aus den Augen verlieren. Auf Platz acht der Eastern Conference liegt Orlando nun wieder drei Siege hinter Toronto und den Atlanta Hawks auf den letzten beiden direkten Playoff-Plätzen. Zumindest für das Play-in-Turnier ist Orlando acht Spiele vor Saisonende bereits sicher qualifiziert. Überhaupt stehen alle 20 Teams, die die Postseason erreichen werden, schon frühzeitig fest.

In Toronto legte Orlando einen guten Start hin und führte bis Mitte des ersten Viertels. Doch dann gelang dem Team plötzlich gar nichts mehr und die Raptors holten 31 Punkte in Folge. Ein solch historischen Zusammenbruch gab es seit Beginn der Erfassung der Play-by-Play-Statistik in der Saison 1997/98 noch nie. Von dieser Serie erholten sich die Magic nicht mehr. Für Toronto war es der höchste Saisonsieg. "Es ist schwer zu erklären, schwer zu akzeptieren", sagte Magic-Star Desmond Bane. "Wir haben niemanden gedeckt. Wir haben 28 Ballverluste produziert. Es ist dann einfach völlig außer Kontrolle geraten."

Die beiden Deutschen Tristan da Silva und Moritz Wagner waren noch zwei der besseren Magic-Profis. Da Silva stand in der Startformation und erzielte zwölf Punkte, Wagner kam von der Bank auf sieben Punkte und vier Rebounds. Dagegen traf etwa Starspieler Paolo Banchero nur drei von 14 Würfen.

Warum liegt's denn?

Ein Grund für die Talfahrt ist die Verletztenmisere, vor allem der Ausfall von Franz Wagner wiegt weiterhin schwer. Am 11. Februar absolvierte der Welt- und Europameister im ersten Jahr seines 224-Millionen-Dollar-Vertrags sein bislang letztes NBA-Spiel. Seitdem setzt er aus, um seine Knöchelverstauchung vernünftig auszukurieren. Erst kürzlich hatte er im Orlando Sentinel zugegeben, dass seine Rückkehr Mitte Januar beim Berlin-Spiel nur fünf Wochen, nachdem er die Blessur erlitten hatte, zu früh gewesen war. Und auch bei seinem älteren Bruder läuft es aktuell durchwachsen.

Nach seinem Kreuzbandriss tut sich Moritz Wagner schwer, zuletzt sah er nur wenige Minuten und wurde teilweise auch gar nicht eingesetzt. Von der Form vor seiner Ende 2024 erlittenen Verletzung ist er noch weit entfernt. "Natürlich nervt es einen irgendwo auch selbst. Aber man lernt über die Jahre, das nicht persönlich zu nehmen", sagte der 28-Jährige zuletzt in seinem Podcast "Kannst du so nicht sagen" zu seinen geringeren Spielanteilen.

Bestes Team der Liga ist weiterhin Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit Center Isaiah Hartenstein. Im Topspiel gegen den NBA-Cup-Sieger New York Knicks siegten die Thunder mit 111:100. Starspieler Shai Gilgeous-Alexander erzielte 30 Punkte und baute seine historische Rekordserie auf 135 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten aus. Hartenstein stand wie gewohnt in der Startformation und verbuchte sechs Punkte und 13 Rebounds. Die Thunder haben 14 ihrer letzten 15 Spiele gewonnen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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