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NFL-Champion stürzt hart abVor Millionen-Publikum zerfetzen sich die Eagles selbst

12.01.2026, 20:58 Uhr
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A.J. Brown ist mächtig frustriert. (Foto: IMAGN IMAGES via Reuters Connect)

NFL-Titelverteidiger Philadelphia Eagles scheitert bereits beim Play-off-Auftakt der NFL an den 49ers. Dabei geraten Coach Nick Sirianni und Star-Receiver A.J. Brown heftig aneinander. Derweil zerlegt sich der Team-Quarterback wortreich selbst.

Der endgültige Zusammenbruch der Philadelphia Eagles vollzog sich kurz vor der Halbzeit. Ein Millionen-Publikum an den Bildschirmen wurde dabei in Full-HD Zeuge, wie sich Headcoach Nick Sirianni und Star-Receiver A.J. Brown aus Zentimeter-Entfernung ins Gesicht brüllten und kurz vor Handgreiflichkeiten getrennt wurden. Noch führte der NFL-Champion zu diesem Zeitpunkt beim Play-off-Auftakt gegen die Francisco 49ers – wenig später lag eine sehr kurze Dynastie in Trümmern.

"Ich bin schuld, ich bin an allem schuld!", haderte Star-Quarterback Jalen Hurts nach dem 19:23 im Lincoln Financial Field, Philadelphias erster Play-off-Heimpleite seit sechs Jahren, und klopfte sich ostentativ auf die Brust. Und sicher, der Mann mit dem Mea Culpa hatte einen ausnehmend schwarzen Tag erwischt: Magere 168 Pass-Yards, ein Touchdown, nur fünf Läufe über 14 Yards, dazu der finale Fehlpass 43 Sekunden vor Schluss.

Saquon Barkley nur noch ein Schatten

Das Aus aber nur an Hurts festzumachen, dem MVP des Super Bowl 2025 mit dem berauschenden 40:22 gegen die Kansas City Chiefs, greift zu kurz. "Es wird die Zeit kommen, dass wir die Leistung eines jeden bewerten werden", sagte Sirianni.

Schließlich lief fast die gesamte Saison ruckelig, die beiden Pleiten gegen Denver und die New York Giants im Oktober legten bereits die Eagles-Schwächen offen, ebenso im Spätherbst die drei Niederlagen in Serie gegen Dallas, Chicago und die Los Angeles Chargers. Die spektakuläre Offensive des Vorjahres um Running-Back-Tausendsassa Saquon Barkley: ein Schatten der Titelsaison.

"Die besten Hände, die ich je gesehen habe"

An zwei wichtigen Offensivstatistiken lässt sich der Niedergang ablesen: Bei den erzielten Punkten ging es von Platz sieben auf 20 ligaweit abwärts, bei den Gesamt-Yards pro Spiel von acht auf 24. Barkleys Touchdowns und Yards halbierten sich nahezu, A.J. Brown war nicht nur gegen die 49ers eine Enttäuschung.

Da half es auch nicht, dass Sirianni seinem Co-Streithahn schnell verzieh. "Er hat die besten Hände, die ich je gesehen habe", sagte der Headcoach. Auch in dem Wissen, dass er mit Brown (29/Vertrag bis 2030) wie Barkley (29/2029) wohl weiter zusammenarbeiten muss. Wenn er denn weiterarbeiten darf: Seine konsequente Treue zum harsch kritisierten Offensive Coordinator Kevin Patullo könnte zum Problem werden.

Das Eagles-Aus zeigt jedenfalls, wie knüppelhart es ist, den Super-Bowl-Triumph im Folgejahr zu wiederholen: In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist dies nur den Chiefs (2023/2024) gelungen.

"Ich liebe dieses Team so sehr"

Der designierte Ex-Champion sperrte sein Stadion frustriert zu, sein Besieger verließ es mit schalem Siegesgefühl. Die 49ers hatten den Viertelfinal-Einzug teuer bezahlt: Star-Tight-End George Kittle, schon oft von Verletzungen gebeutelt, riss die Achillessehne. Nach üblen Blessuren von Topleuten wie Nick Bosa und Fred Warner setzte sich die Seuche des fünfmaligen Meisters, der seine drei jüngsten Super Bowls verloren hat, fort.

"Ich liebe dieses Team so sehr", sagte Running Back Christian McCaffrey, der mit zwei Touchdowns überragte und nun mit "Red and Gold" am kommenden Samstag auf die Seattle Seahawks trifft: "Wir kämpfen einfach immer." Jedoch anderweitig als die Eagles.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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