Sport

"Gefährlichster Mann der Welt" Wilder verteidigt WM-Titel mit Hammer-K.-o.

imago40404774h.jpg

Deontay Wilder hält sich selbst für den "gefährlichsten Mann der Welt."

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der umstrittene Boxweltmeister Deontay Wilder verteidigt seinen Schwergewichts-Titel mit einem Knockout in der ersten Runde. Der 33-Jährige schlägt Dominic Breazeale in Brooklyn bereits nach zwei Minuten zu Boden. Im Vorfeld des Kampfes war er mit geschmacklosen Ansagen aufgefallen.

Boxweltmeister Deontay Wilder hat seinen Schwergewichts-Titel der WBC mit einem kapitalen Knock-out erfolgreich verteidigt. Der 33-Jährige schlug seinen US-Landsmann Dominic Breazeale in Brooklyn bereits in der ersten Runde mit einer krachenden Rechten zu Boden, nach 2:17 Minuten war der Kampf beendet. Der 33 Jahre alte Wilder blieb damit auch im 42. Profikampf ungeschlagen, 41 Siegen (40 durch K.o.) steht ein Unentschieden gegen den Briten Tyson Fury im Dezember 2018 gegenüber. Wilder war gegen Breazeale angetreten, nachdem Verhandlungen über ein Rematch gegen Fury vorerst gescheitert waren.

"Heute ist alles aus mir herausgekommen, nachdem es eine Menge Feindseligkeiten gegeben hatte und viele Worte gefallen sind. Das ist es, was Boxen so großartig macht", sagte Wilder, der vor dem Kampf erneut mit vermeintlichen Mordfantasien irritiert hatte. "Breazeales Leben steht in diesem Kampf auf dem Spiel, ich meine das wirklich so", hatte Wilder gesagt: "Ich versuche immer noch, eine Leiche in meinen Kampfrekord zu kriegen." Jenen Wunsch hatte der Amerikaner auch in der Vergangenheit schon geäußert und sich Ärger mit dem World Boxing Council eingehandelt.

Wilder verteidigt seine wirren Drohungen

Vor dem Kampf gegen Breazeale hatte er seine völlig absurden Aussagen verteidigt: "Wir mögen uns nicht. Das hier ist der einzige Sport, in dem du einen Mann töten kannst und noch dafür bezahlt wirst. Es ist legal. Warum sollte ich von meinem Recht also nicht Gebrauch machen?", sagte Wilder. Sein Gegner habe es so gewollt, "ich bin nicht zu ihm gekommen, er kommt zu mir. Wenn es passiert, dann passiert es. Das ist ein brutaler Sport." Promoter Eddie Hearn, der auch die Geschäfte des Weltmeisters Anthony Joshua regelt, hatte Wilders wiederholte Einlassungen zuletzt als schädlich für den Sport bezeichnet.

Wilder versprach nach dem Sieg über Breazeale, dass es zu den "Big Fights" gegen die Briten Joshua (Weltmeister der IBF, WBO und WBA) und Fury kommen werde, er wisse nur noch nicht, wann. Joshua boxt am 1. Juni in New York gegen Andy Ruiz Jr. (USA), Fury trifft am 15. Juni in Las Vegas auf den Magdeburger Tom Schwarz. Für Kämpfe gegen Joshua und Fury fühlt sich Wilder gerüstet. "Wenn ich mir das Schwergewicht anschaue, ist Kraft die Basis für alles, und ich habe gewaltige Kraft. Diese werde ich gegen jeden Mann einbringen, der mit mir in den Ring steigt", sagte Wilder: "Das macht mich zum gefährlichsten Mann der Welt. Nicht weil ich das behaupte, sondern wegen meiner Taten im Ring."

Quelle: n-tv.de, tno/sid