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Podcast zum Finale der Darts-WM Wright bekämpft Fluch, van Gerwen stichelt

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Klappt es dieses Mal? Peter Wright, rechts, und Michael van Gerwen.

(Foto: imago images/osnapix)

Seit vor sechs Jahren alles begann, verliert der schottische Dartsprofi Peter Wright neun Endspiele bei Major-Turnieren gegen den Niederländer Michael van Gerwen. Nun stehen sich beide im WM-Finale m Alexandra Palace gegenüber. Gelingt ihm nun der große Wurf?

Neun Mal hat es Peter Wright versucht, neun Mal ist er gescheitert. Der Schotte musste sich in sage und schreibe neun Endspielen bei Major-Turnieren gegen Michael van Gerwen geschlagen geben. Jetzt kann Wright den Fluch dort besiegen, wo er seinen Anfang nahm. Im Alexandra Palace in London trifft der Mann, der sich "Snakebite" nennt, im Finale der Darts-Weltmeisterschaft 2020 am Neujahrstag (ab 20 Uhr kostenlos bei Sport1 und gegen Geld beim Streamingdienst Dazn) auf van Gerwen. Der  Niederländer gibt sich gewohnt selbstbewusst, er will zum ersten Mal die WM-Krone erfolgreich verteidigen.

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"Jetzt fühle ich mich bereit."

(Foto: dpa)

Begonnen hat Wrights Fluch vor genau sechs Jahren. Damals stand der Schotte überraschend in seinem ersten WM-Endspiel. Und er verlor es mit 4:7 gegen van Gerwen. Es folgten acht weitere Finalpleiten gegen MvG. Darunter deftige Klatschen wie in den Endspielen der UK Open in 2015 und 2016, aber auch unnötige Niederlagen, darunter das Finale der Premier League 2017. Wright war seinerzeit in absoluter Topform, hatte im Halbfinale die größte Darts-Legende aller Zeiten, Phil Taylor, besiegt.

Und er sah auch gegen van Gerwen wie der sichere Sieger aus. Doch im entscheidenden Moment begann seine Wurfhand zu zittern, er ließ gleich sechs Matchdarts auf die Doppelfelder aus und van Gerwen stibitzte sich einen 11:10-Erfolg. Das bisher letzte denkwürdige Aufeinandertreffen der beiden ist gerade mal acht Wochen her und eine Art Blaupause des Premier League-Finals. Im Endspiel der Champions League of Darts musste sich Wright erneut mit 10:11 geschlagen geben, nachdem er beim Stand von 10:7 immerhin drei Matchdarts ausgelassen hatte.

"Bin älter und weiser als vor sechs Jahren"

Kein Wunder, dass sich van Gerwen nun im Vorteil sieht. Schon unmittelbar nach seinem Halbfinalsieg über Nathan Aspinall schickte MvG die erste verbale Note in Richtung Wright: "Ich denke, er hat mehr Angst vor mir als ich vor ihm." Doch Wright gibt sich betont gelassen, ist sich sicher, dass er im zehnten Anlauf van Gerwen im Finale auf einer großen Bühne bezwingen wird. Selbst die Erfahrung des verlorenen ersten WM-Endspiels 2014 sieht er als Vorteil an: "Damals fühlte ich mich nicht bereit, Weltmeister zu sein. Aber jetzt fühle ich mich bereit. Ich bin älter und weiser als vor sechs Jahren."

Im Halbfinale hatte Wright die "Mind Games" gegen seinen Kontrahenten Gerwyn Price gewonnen. Während der Waliser auf die Kopfspielchen von Wright einstieg und darunter sein Spiel litt, sicherte sich Wright nach ausgeglichener Anfangsphase Leg um Leg und Satz um Satz. Am Ende stand ein 6:3 für "Snakebite" zu Buche. Im Finale (Best of 13 Sets) braucht Peter Wright aber noch einen Satz mehr, um seinen Final-Fluch abzuschütteln.

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Quelle: ntv.de