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Nach Doping-Zwangspause Zabel kehrt in Radsport zurück - zu Sohn Rick

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Erik Zabel ist jetzt wieder mehr als der Vater von Rick: Er arbeitet beim Team Katusha-Alpecin.

(Foto: imago/Sven Simon)

Mehr als fünf Jahre ist Erik Zabel im Radsport nichts weiter als der Vater von Profi Rick Zabel. Nun kehrt der ehemalige Siegfahrer zurück und arbeitet beim Team seines Sohnes. Dort soll er auch Sprintstar Marcel Kittel zu neuen Erfolgen verhelfen.

Erik Zabel kehrt nach über fünfjähriger Zwangspause wegen seiner Doping-Sünden in den Radsport zurück und soll seinen Sohn Rick Zabel sowie Marcel Kittel wieder zurück in die Spur bringen. Der langjährige Telekom-Sprinter wird in der kommenden Saison Performance Manager bei Katusha-Alpecin - jenem Rennstall, bei dem er 2013 im Zuge seines zweiten Doping-Geständnisses den Posten des Sportdirektors abgeben musste. 

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So soll Marcel Kittel wieder jubeln.

(Foto: imago/Belga)

Nun folgt das Comeback des früheren Sprintstars, der mit seinem Know-how dem erfolgreichsten deutschen, zuletzt aber arg schwächelnden Tour-Etappensieger helfen soll. Zabel zeigte sich bei seinem Comeback-Auftritt bei der Teampräsentation in Koblenz am Freitag gut gelaunt, blieb aber auch bescheiden. Er wolle lieber im Hintergrund arbeiten, meinte Zabel und lächelte. "Ich hätte die Runde hier nicht gebraucht. Der Fokus soll im neuen Jahr dann auf den Sportlern wie Marcel Kittel liegen, er ist einer unserer Leader. Um mich wird es dann hoffentlich ein bisschen weniger gehen."

"Seine Tipps sind eine große Hilfe"

Die Personalie Zabel birgt eine gewisse Brisanz. 2013 hatte der einstige Topsprinter ein weiteres Doping-Geständnis ablegen müssen, nachdem er im Zuge eines Berichts des französischen Senats als Epo-Sünder bei der Tour de France 1998 aufgeflogen war. Danach verlor Zabel all seine Tätigkeiten im Radsport und trat bei den Rennen nur noch als Privatier und Vater seines Sohnes Rick auf. Der meinte gegenüber dem  SID: "Ich bin ein wenig nervös deswegen, es ist aufregend. Wir sind  zwei starke Persönlichkeiten, die auch mal gerne aneinander geraten.  Dem Team wird er sportlich mega weiterhelfen. Für mich wird es  nochmal einen Tick schwerer, ich kenne ja meinen Papa: Wenn es darum  geht, mich oder einen anderen Fahrer zu empfehlen und wir auf der  gleichen Ebene sind, wird er immer den anderen nehmen."

Nun kehrt Erik Zabel also zurück - und trifft dabei ausgerechnet auf Kittel, der sich im Anti-Doping-Kampf mit einer klaren Meinung stets profiliert hat. Kittel zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit: "Ich denke, wir können von Eriks Rennerfahrung profitieren. Seine Tipps sind eine große Hilfe. Ich arbeite das erste Mal mit ihm zusammen, klar ist das eine Hilfe." Hilfe kann Kittel nach der ernüchternden Saison 2018 gebrauchen. Der 30-Jährige, den sie in Frankreich nach insgesamt 14 Tour-Etappensiegen schon ehrfürchtig "Le Kaiser" nannten, blickt auf ein schwieriges erstes Jahr bei seinem neuen Team zurück.

Bei kleineren Rundfahrten war er auch bei Sprintetappen weit abgeschlagen zurück, bei der Tour wurde er unter Wert geschlagen und wurde schließlich wie mehrere Sprinter auch wegen Zeitüberschreitung vorzeitig aus dem Rennen genommen. "Es ist wichtig, auch erhobenen Hauptes aus einem beschissenen Jahr zu gehen. Mein Ansporn ist, dass wir es 2019 besser machen als dieses Jahr. Auch darum bin ich bei Katusha geblieben. Ich habe mir gesagt: Ich will nicht so gehen", betonte der Superstar, der das Jahr 2018 abgehakt habe.

Zabels Vertrag läuft ein Jahr

Der Sprint-Spezialist kennt sich mit Tiefs genauso aus wie mit Höhepunkten, seine Karriere verlief zuletzt wellenförmig. Nach den triumphalen Jahren 2013 und 2014 folgte das schwere Jahr 2015, als überhaupt nichts zusammenlief, ehe er beim Quick-Step-Rennstall zu alter Stärke zurückfand. "In meiner Karriere lief es entweder supergut oder total scheiße. Das ist auch Kopfsache", sagte Kittel, der im September und Oktober eine längere Pause eingelegt hatte. In Japan und China testete er sich jetzt langsam wieder heran. Ab dem neuen Jahr sollen dann wieder die Siege folgen.

"Im besten Fall hilft ein Performance-Direktor den fitten Athleten, ihre beste Leistung zu bringen, und sorgt dafür, die besten Teams zu den Rennen zu bringen", sagte Zabel dem SID über seine neue Tätigkeit, die zunächst auf ein Jahr ausgelegt ist. Zudem soll Zabel dafür sorgen, dass Katusha nach punktuellen Querelen in der sportlich nicht zufriedenstellenden Saison 2018 wie dem öffentlichen Zwist zwischen Kittel und dem Sportlichen Leiter Dimitri Konischew nicht mehr wie eine Ansammlung uneiniger Grüppchen wirkt. "Ich habe jetzt sieben Jahre auf der Sponsorenseite gearbeitet, und diesen Eindruck hatten wir von außen auch", sagte Zabel: "Unzufrieden zu sein ist das eine, Lösungen zu finden, das andere. Und eine Lösung kann diese neue Position als Performance-Direktor sein."

Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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