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Urlaubsidee für Nemesis SinnerZverev geißelt sich für "furchtbares Match"

04.05.2026, 07:12 Uhr
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Alexander Zverev hatte so gar keinen Spaß im Spiel gegen Jannik Sinner. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Wieder ein Spiel gegen Italiens Superstar Jannik Sinner - wieder verliert Alexander Zverev. Der Leistungsunterschied im Finale von Madrid ist eklatant. Der beste deutsche Tennisprofi geht mit sich selbst hart ins Gericht.

Der Weg auf die schönsten Gipfel der Tennis-Welt ist für Alexander Zverev versperrt - weil es Jannik Sinner gibt. Und so formulierte Deutschlands Nummer eins nach seiner brutalen Niederlage im Finale von Madrid einen Vorschlag für den Italiener. Bei den French Open in Paris (ab 24. Mai) könne Sinner doch "vielleicht eine Pause machen", sagte Zverev mit einigem Galgenhumor.

Gegen den Weltranglistenersten findet er einfach kein Mittel, vor dem bald anstehenden Grand-Slam-Turnier in Frankreich wirkt das wie eine Gewissheit. Dieses Problem habe er aber nicht exklusiv, sagte Zverev. "Es gibt im Moment eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen. Es ist ganz einfach", sagte er nach dem 1:6, 2:6 beim Madrid-Masters: "Ich bin ja nicht der einzige, der gegen ihn verliert. Ich verliere bloß häufiger gegen ihn, weil ich es jedes Mal bis zu ihm schaffe." Es war die neunte Niederlage in Folge gegen seinen Rivalen.

Für Sinner war der Sieg ein Meilenstein, als erster Spieler gewann er fünf Masters-Turniere in Folge: Paris im Herbst 2025 sowie in diesem Jahr Indian Wells, Miami, Monte-Carlo, Madrid - und jeweils besiegte er auf dem Weg zum Titel auch Zverev. Beim Sandplatz-Klassiker in Paris in drei Wochen ist Sinner nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz aus Spanien der unbestritten größte Favorit. In Madrid konnte der Weltranglistenerste einen weiteren Meilenstein seiner Karriere setzen.

Zverev klammert sich an Hoffnung

Zverev hat dennoch Hoffnung, auch er sei für viele Spieler eben schwer zu schlagen. "Es gibt auch eine große Lücke zwischen Carlos Alcaraz, mir, vielleicht Novak Djokovic und allen anderen. Ich glaube, es gibt im Moment zwei Lücken", sagte er. Am Sonntag in Madrid allerdings habe es weniger an Sinners Klasse gelegen: "Ich glaube, heute hätte ich gegen jeden verloren. Ich habe ein furchtbares Match gezeigt."

Er verlor gleich seine ersten beiden Aufschlagspiele und leistete sich teils eklatante Fehler. Als Zverev sein erstes Spiel zum 1:5 gewann, kam Applaus von den Zuschauern auf. Doch Sinner blieb davon unbeeindruckt, nach nur 25 Minuten sicherte er sich den ersten Satz. Im zweiten Durchgang hielt Zverev nur anfangs etwas besser mit, ehe Sinner wieder komplett den Rhythmus bestimmte und das Endspiel endgültig zu einer einseitigen Angelegenheit machte.

Nach nur 57 Minuten war das völlig einseitige Endspiel vorbei. Als Nächstes steht für Zverev schon in dieser Woche das Masters in Rom an - Sinners Heimturnier, welches er bisher noch nie gewonnen hat.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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