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"The winner takes it all" Zverev verliert und kann sich selbst retten

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Hat sein Weiterkommen bei den ATP Finals noch selbst in der Hand: Titelverteidiger Alexander Zverev.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dem Sieg gegen Rafael Nadal folgt für Alexander Zverev bei den ATP Finals eine Niederlage. Damit muss der beste deutsche Tennisspieler das letzte Gruppenspiel gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Das Semifinal-Ticket löst dagegen ein anderer Jungstar.

Titelverteidiger Alexander Zverev hat bei den ATP Finals in London die erste Chance auf den Halbfinal-Einzug vergeben. Der 22-Jährige verlor gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 3:6, 2:6. Zwei Tage nach seinem überzeugenden Sieg gegen den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal musste sich Zverev nach 1:13 Stunden geschlagen geben und kassierte im fünften Vergleich mit dem 21-Jährigen seine vierte Niederlage. "Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt. Das muss ich akzeptieren und weiterkämpfen, ich habe alles noch in der Hand", sagte Zverev. Tsitsipas steht damit als zweiter Halbfinal-Teilnehmer nach dem Österreicher Dominic Thiem beim Jahresabschluss der besten acht Spieler der Saison fest.

Im Abendspiel waren die zwei jüngsten Spieler im Feld anfangs vor allem anhand der Länge ihrer Haare zu unterscheiden. Vom selben Ausrüster mit weißen Shorts, grauen Shirts und orangefarbenen Stirnbändern ausgestattet, duellierten sich Tsitsipas und Zverev bis zum Stand von 3:4 auf Augenhöhe. Bei 2:2 vergab Zverev seine einzige Breakchance im ersten Satz, zum 3:5 verlor er dann wiederum sein Aufschlagspiel. Nach 38 Minuten ließ Zverev den Satzball zwar noch einmal mit dem Hawk-Eye überprüfen, doch die Entscheidung war korrekt und der Durchgang mit 3:6 verloren. In der Gruppe "Andre Agassi" hat somit das Trio aus Zverev, Nadal und dem Russen Daniil Medwedew noch die Chance auf das Weiterkommen.

"Ein Match so zu verlieren, ist hart"

Wenige Stunden zuvor hatte Nadal ein irres Comeback gegen Medwedew noch gekrönt: Nach einem 1:5 im dritten Satz und der Abwehr eines Matchballs gewann der 33-Jährige 6:7 (3:7), 6:3, 7:6 (7:4). "Dieser Sieg ist eine Kombination aus vielen Dingen: Glück, einigen Fehlern von Daniil, einigen guten Momenten von mir am Ende", sagte Nadal nach den heroischen 2:44 Stunden und zeigte Mitgefühl: "Es tut mir leid für Daniil. Ein Match so zu verlieren, ist hart und schmerzhaft."

Wie Zverev verpassten auch die deutschen Doppelspieler Kevin Krawietz und Andreas Mies die Chance auf das frühzeitige Weiterkommen. Die French-Open-Sieger unterlagen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut 5:7, 6:7 (3:7). Das französische Duo steht damit im Halbfinale. Krawietz und Mies kämpfen am Freitag gegen die bislang sieglosen Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah um das Halbfinale.

In der Gruppe "Björn Borg" kommt es derweil am Abend (21 Uhr) zum ultimativen Vorrunden-Showdown zwischen Roger Federer und Novak Djokovic nach dem simplen Motto "The winner takes it all": Der Gewinner folgt Thiem in das Halbfinale, der Verlierer scheidet aus.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa