Der Sport-TagAbfangen am Flughafen: Dopingjäger planen für Olympia groß
Die Internationale Test-Agentur (ITA) plant für die Jagd nach Dopingsündern bei den Winterspielen im Februar Gepäckkontrollen schon bei der Ankunft von Olympia-Teilnehmern in Italien. Das bestätigte ITA-Generaldirektor Benjamin Cohen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir müssen bereit sein, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Athleten auf die richtigen Substanzen zu testen. Wir sind dabei, eine Vereinbarung mit dem italienischen Zoll und dem Justizministerium zu treffen, damit einige Koffer von ankommenden Delegationen geöffnet werden dürfen", sagte Cohen.
Für eine effizientere Dopingbekämpfung im Wintersport wünscht sich Cohen in Zukunft eine Zusammenarbeit mit noch mehr internationalen Fachverbänden. Bei den bevorstehenden Spielen von Mailand/Cortina d'Ampezzo finden laut Cohen im Curling, Eishockey, Skisport und Biathlon Kontrollen in Eigenregie der jeweiligen Dachorganisationen statt. "Die großen Verbände haben ihre eigenen Systeme. Ich würde nicht sagen, dass dort keine gute Arbeit geleistet wird. Sie haben sehr kompetentes Personal. Der Kampf gegen Doping ist aber so komplex, dass wir zusammenarbeiten sollten", meinte Cohen.