Deutscher WM-Interimschampion bekommt seine langersehnte Chance
Der deutsche Schwergewichtsboxer Agit Kabayel ist seinem Traum von einem WM-Kampf gegen Superstar Oleksandr Usyk einen Schritt näher gekommen. Der Verband WBC wies den dreifachen Weltmeister aus der Ukraine an, nach einem freiwilligen Titelkampf seinen WBC-Gürtel gegen Kabayel zu verteidigen. "Ich freue mich sehr über diese Nachricht vom Verband", sagte Kabayel (33) der Deutschen Presse-Agentur: "Endlich geht es voran." Kabayels Management schrieb in einem Post dazu auf X: "Die Schwergewichtslandschaft hat sich gerade verschoben." Der Bochumer ist WM-Interimschampion des Verbandes WBC und hatte diesen Status zuletzt in Oberhausen mit einem K-.o.-Sieg gegen den Polen Damian Knyba behauptet.
Sollte Usyk nach seiner freiwilligen Titelverteidigung nicht gegen Kabayel antreten, müsste er den Regularien entsprechend den WBC-Gürtel niederlegen. Der würde dann laut Kabayel-Management automatisch an den in 27 Profikämpfen noch ungeschlagenen Deutschen gehen, der den Titel verteidigen müsste. Usyk ist aktuell Weltmeister der Verbände WBC, WBA und IBF, außerdem ist er im Besitz des prestigeträchtigen Gürtels des Box-Magazins "The Ring".
Deutsche Rodel-Ikone über Heraskewytsch: "Ich finde es Wahnsinn, was er leistet"
Der mehrfache Rodel-Olympiasieger Felix Loch kritisiert die Disqualifikation des ukrainischen Skeleton-Fahrers Wladyslaw Heraskewytsch. "Ich kann diese Entscheidung nicht ganz einfach verstehen", sagte Loch im Interview mit RTL und ntv. Der Streit um den Kopfschutz des 27-Jährigen mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen führte die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina in ein sportpolitisches Drama. Unter Tränen verkündete IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am Morgen den Ausschluss des Ukrainers.
Loch erklärte, dass Heraskewytsch den Helm schon im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina bei den Veranstaltern angemeldet habe. Der deutsche Rodel-Seriensieger vermisst bei der IOC-Entscheidung das Fingerspitzengefühl. "Nur, weil er aus der Ukraine kommt und dort jetzt noch Krieg herrscht, verbietet man ihm das." Heraskewytsch wolle "gar nicht auf den Krieg in der Ukraine aufmerksam machen, sondern er wollte einfach an die Sportler erinnern". Loch selbst ist Mitgründer des Vereins "Athletes for Ukraine". Für den ukrainischen Skeleton-Piloten äußerte er zudem seine Hochachtung: "Ich finde es einfach Wahnsinn, was er leistet, obwohl in seinem Land Krieg herrscht."
Selenskyj ehrt ukrainischen Skeleton-Piloten mit hoher Auszeichnung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch den Orden der Freiheit und damit die zweithöchste Auszeichnung des Landes verliehen. Vorher war Heraskewytsch nach dem Streit um seinen Helm von den olympischen Wettbewerben ausgeschlossen worden. "Sport bedeutet nicht Erinnerungslosigkeit, sondern die olympische Bewegung sollte den Krieg stoppen helfen und nicht dem Aggressor zuspielen", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Olympia basiere auf Gerechtigkeit und der Unterstützung von Frieden.
Auf dem Helm von Heraskewytsch sind Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen, die infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine ums Leben gekommen sind .Selenskyj dankte dabei Heraskewytsch für dessen "klare Haltung". "Das erinnert die ganze Welt daran, was die russische Aggression ist und welchen Preis der Kampf für die Unabhängigkeit hat", schrieb der Staatschef. Damit werde keine Regel gebrochen. Selenskyj zufolge sollten eher die 13 russischen Teilnehmer disqualifiziert werden, da sie die "russische Aggression gegen die Ukraine und die Besetzung unserer Gebiete unterstützen". "Wir sind stolz auf Wladyslaw und seine Tat. Mut zu haben bedeutet mehr als der Gewinn von Medaillen", sagte der Präsident.
Olympiasiegerin stürzt heftig - und bekommt Heiratsantrag
Erst im Fangzaun, dann auf Wolke sieben: Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson hat beim Super-G in Cortina d'Ampezzo eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Als sie nach ihrem Sturz wohlbehalten am Fuße der Tofana angekommen war, sank ihr Freund Connor Watkins vor ihr auf die Knie und machte ihr einen Heiratsantrag. Johnson schossen die Tränen in die Augen, den Antrag nahm sie ebenso gerührt an wie den dargebotenen Silberring mit blauem Edelstein Watkins stand auf, das Paar küsste sich und Jubel brandete auf.
Hatte Johnson damit gerechnet? "Das war meine Hoffnung", sagte sie bei NBC, "aber es ist definitiv viel verrückter, weil alles gleichzeitig passiert, und die Realität so anders ist, als man es sich vorgestellt hat - und so viel besser." Die 30-Jährige hatte sich 2022 als bisexuell geoutet und in den Sozialen Medien geschrieben, dass sie "offen darüber sein möchte, wer ich bin". Johnson ist auch Weltmeisterin in der Abfahrt und der Team-Kombination. Die Hoffnung auf eine weitere Olympia-Medaille erfüllte sich in Cortina aber nicht: In der Team-Kombination wurde sie trotz Bestzeit in der Abfahrt an der Seite von Ski-Königin Mikaela Shiffrin Vierte, im Super-G kam das frühe Aus - mit Happy End.
Werder-Boss appelliert: "Dürfen uns nicht selbst zerlegen"
Werder-Boss Klaus Filbry hat den stark in die Kritik geratenen Sportchef Clemens Fritz vor dem Bundesliga-Hit gegen den FC Bayern in Schutz genommen. "Es bringt nichts, Köpfe zu fordern. Wir - und das schließt intern wie extern ein - dürfen uns nicht selbst zerlegen. Im Sommer werden wir uns dann an den Ergebnissen messen lassen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung in einem Interview der "Deichstube".
Werder Bremen ist in der Bundesliga seit elf Spielen ohne Sieg und inzwischen bis auf den Relegationsplatz abgerutscht. Im Umfeld wird die sportliche Talfahrt vor allem Ex-Profi Fritz angelastet, der mit einigen Transfers wie dem von Victor Boniface danebenlag. Am Samstag erwartet das Team von der Weser den Rekordmeister aus München.
Filbry hält aber weiter zu seinem Geschäftsführer-Kollegen. "Ich nehme Clemens als sehr resilient, lösungsorientiert, selbstreflektiert und auch als selbstkritisch wahr", sagte Filbry. "Er wird daraus gestärkt hervorgehen - als Mensch und als Führungskraft." Nach dem Absturz in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hatten sich die Grün-Weißen von Trainer Horst Steffen getrennt und Daniel Thioune als Nachfolger geholt.
Deutsche Olympioniken crashen sich gegenseitig von der Piste
Schon die Auslosung ist unglücklich, im Rennen wird es dann richtig tragisch: Die Snowboardcrosser Leon Ulbricht und Martin Nörl kegeln sich aus dem Rennen. Im Viertelfinale werden die beiden in dasselbe Rennen gesetzt - immer vier Athleten gehen zusammen auf die Piste. Es ist ein spannender Run, bei dem die Vier lange gleichauf liegen. Doch dann drückt der US-Amerikaner Nick Baumgartner in einer Kurve nach innen, es kommt zur Berührung, die beiden Deutschen werden ineinandergeschoben und beide landen in der Bande.
Nörl kann sich immerhin noch einmal aufrappeln und fährt als Dritter über die Ziellinie. Die Jury schaut sich die Szene genau an, entscheidet aber zugunsten von Baumgartner. Das Manöver wird als sauber gewertet. Damit sind beide Deutschen ausgeschieden. Bitterer geht es kaum ...
"Keine Ware": Mit Seitenhieb verspricht Uefa-Boss anderes als bei WM
Mit einem verbalen Seitenhieb Richtung Fifa und deren Präsident Gianni Infantino hat Uefa-Chef Aleksander Ceferin den Fans günstige Tickets bei der nächsten Fußball-Europameisterschaft versprochen. Fußball sei "Identität, es ist keine Industrie, und es ist Gemeinschaft, es ist keine Ware", sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union beim Kongress des Verbandes in Brüssel. "Die Überzeugung leitet unsere Entscheidungen. Aus diesem Grund setzt sich die Uefa weiterhin stark für den fanfreundlichen Ticketverkauf ein. Am deutlichsten wird dies bei der Euro 2028, wo faire und transparente Prinzipien und nicht Preis-Algorithmen die Fans an die erste Stelle setzen. Wir werden Familien nicht durch hohe Preise ausschließen und Loyalität nicht in Luxus verwandeln", versicherte Ceferin. Die EM in zwei Jahren findet in England, Wales, Schottland und Irland statt. Genaue Ticketpreise nannte der Slowene noch nicht.
Zuletzt hatte es massive Kritik an hohen Ticketpreisen bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada in diesem Sommer gegeben. Wie bei Sportereignissen in den USA üblich wurde von der Fifa ein dynamisches Preissystem etabliert, das sich durch Nachfrage reguliert. Nach großer Empörung war nachträglich für die treuesten Anhänger der jeweiligen Teams eine Kategorie mit noch günstigeren Tickets in allerdings sehr begrenzter Anzahl eingeführt worden.
"Dann ging es brutal bergauf": Deutscher Gold-Held berichtet von knallharter Aussprache
Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund sieht eine kompromisslose Aussprache mit Bundestrainer Stefan Horngacher als Schlüssel für seinen Gold-Coup. "Das war vor der WM 2025 in Trondheim. Da haben wir uns zusammengesetzt und unsere Sichtweisen ausgetauscht", sagte der Oberstdorfer am Donnerstag in Val di Fiemme: "Das war der Auslöser, danach ging es brutal bergauf und alles hat sich zum Guten gewendet - auch wenn vorher nicht alles schlecht war."
Der aufgedrehte Raimund und der eher nüchterne Horngacher - zwei Typen, die erst zueinander finden mussten. "Ich bin ein Mensch, der immer sehr euphorisch ist. Daher kommt es manchmal so rüber, dass ich einiges larifari nehme", sagte Raimund: "Aber das ist definitiv nicht so." Und das hat spätestens seit der Aussprache auch Horngacher erkannt.
Euphorisch war Raimund auch nach seinem Olympia-Gold in Predazzo am Montag. Doch nach einem wohltuenden freien Tag ("da ist erstmal wirklich alles bei mir durchgesickert") liegt der Fokus nun ganz auf den Wettbewerben von der Großschanze, wo zunächst am Samstag (18.45 Uhr/ZDF und Eurosport) das Einzel ansteht. "Ich weiß, dass ich es ganz nach vorne schaffen kann", sagte Raimund: "Es wird aber schwieriger als auf der kleinen Schanze."
Wettkampf verboten, aber kleine Kehrtwende um Heraskewytsch
Trotz seines Ausschlusses aus dem olympischen Skeleton-Wettbewerb darf der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch seine Akkreditierung für die Winterspiele in Italien doch behalten. Die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees habe auf Antrag von IOC-Chefin Kirsty Coventry den Entzug der Zugangsberechtigung zurückgenommen, teilte die Dachorganisation mit. Damit könne sich Heraskewytsch weiter in besonderen Bereichen wie dem olympischen Dorf aufhalten, auch wenn er nicht an Wettwerben teilnehmen könne.
Der 27-Jährige war zuvor kurz vor dem ersten Durchgang im Skeleton-Wettkampf disqualifiziert worden, weil er einen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen tragen wollte. Dies war ihm mehrfach vom IOC untersagt worden. Politische Botschaften sind Athleten in olympischen Wettbewerben verboten.
Eishockey-Zwillinge witzeln über dritte "Schwester"
Da muss man sich als Zuschauer die Augen reiben: Die eineiigen Zwillinge Lilli und Luisa Welcke haben mit Svenja Voigt eine Doppelgängerin in ihrem Eishockey-Team. Das sorgt auch bei den Kolleginnen für Verwirrungen.
Finnischer Skisprung-Trainer muss wegen "bedauerlichem" Alkoholvorfall Olympia verlassen
Der slowenische Cheftrainer der finnischen Skispringer muss nach einem Alkoholvorfall die Heimreise antreten. Igor Medved habe "gegen die Regeln und Werte des Teams" verstoßen, teilte Finnlands Olympisches Komitee mit. Über weitere Sanktionen werde der nationale Skiverband nach den Winterspielen in Italien entscheiden.
"Ich habe einen Fehler gemacht und es tut mir sehr leid. Ich möchte mich beim gesamten finnischen Team, den Athleten und auch den Fans entschuldigen", wurde der 44-Jährige in einer Mitteilung zitiert.
Marleena Valtasola, Geschäftsführerin des finnischen Skiverbandes, sprach beim TV-Sender Yle von einem "bedauerlichen Vorfall, bei dem Alkohol entgegen den Teamregeln konsumiert wurde." Valtasola äußerte sich nicht dazu, wo und wann Alkohol konsumiert wurde .Bis zum Ende der Winterspiele wird Lasse Moilanen die Skispringer betreuen.
Regungslos nach Aufprall: Snowboarderin meldet sich nach verheerendem Sturz
Bei ihrem heftigen Sturz in der Halfpipe-Qualifikation hat sich Olympia-Snowboarderin Liu Jiayu keine schweren Verletzungen zugezogen. Untersuchungen ergaben keine Wirbelsäulenanomalien, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur "Xinhua" berichtete. Die 33-Jährige sei bei Bewusstsein, werde aber behandelt. Sie selbst erklärte via Social Media: "Danke euch allen für die Anteilnahme, eben sind die Untersuchungen im Krankenhaus zu Ende gegangen, es gibt keine Probleme, alles gut."
Die Silbermedaillengewinnerin von 2018 überschlug sich gegen Ende ihres zweiten Versuchs und blieb zunächst regungslos im Schnee liegen. Rettungskräfte eilten herbei und kümmerten sich um die Athletin, ehe sie unter Applaus mit einem Schlitten abtransportiert wurde.
Bericht: Tuchel unterschreibt neuen Vertrag
Thomas Tuchel soll einem Bericht der britischen Zeitung "Times" zufolge einen neuen Vertrag als Trainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft unterschreiben. Das neue Arbeitspapier des 52 Jahre alten ehemaligen Bundesliga-Coaches soll demnach dann bis zur EM 2028 gültig sein, die in England, Schottland, Irland und Wales stattfinden wird.
Eine Quelle nannte die Zeitung nicht. Tuchels aktueller Vertrag soll nach der WM in diesem Sommer auslaufen. Er trainiert die englische Nationalmannschaft seit Januar vergangenen Jahres. Die Three Lions treffen in der Gruppenphase der WM in den USA, Kanada und Mexiko auf Kroatien, Ghana und Panama.
Schröder feiert nächsten Erfolg, Wagner-Brüder erleiden Rückschlag
Nächster Erfolg für Dennis Schröder: Während der Nationalmannschaftskapitän in der NBA mit den Cleveland Cavaliers beim 138:113 gegen die Washington Wizards den fünften Sieg in Serie eingefahren hat, verloren Franz und Moritz Wagner mit Orlando Magic. Das 108:116 gegen die Milwaukee Bucks, die weiter ohne Superstar Giannis Antetokounmpo auskommen mussten, war für die Franchise aus Florida nach zuvor drei Siegen wieder eine Niederlage.
Welt- und Europameister Franz Wagner kam in seinem zweiten Spiel nach seiner Knöchelverletzung von der Bank auf fünf Punkte in 21 Minuten. Bruder Moritz Wagner sammelte zwölf Zähler, Nationalspieler Tristan da Silva fünf. Orlando geht als Siebter der Eastern Conference in die nun anstehende All-Star-Pause, mit 34 Siegen stehen die Cavs im Osten auf dem vierten Platz. Unmittelbar davor rangieren weiterhin die New York Knicks mit Ariel Hukporti. Bei den Philadelphia 76ers gelang den Knicks ein 138:89, Hukporti durfte beim 35. Saisonsieg seiner Mannschaft zehn Minuten mitspielen und kam auf zwei Punkte. Bestes NBA-Team bleiben die Oklahoma City Thunder. Der Meister gewann mit 136:109 bei den Phoenix Suns und thront mit nunmehr 42 Siegen überlegen an der Tabellenspitze im Westen. Der deutsche Center Isaiah Hartenstein steuerte als Starter acht Punkte, vier Rebounds und sechs Assists bei.
Deutschlands Eishockey-Star feiert Meilenstein mit kuriosem T-Shirt
NHL-Legende Leon Draisaitl ist Deutschlands Eishockeyhoffnung bei Olympia, und nachdem er im Dezember 2025 die magische Marke von 1000 Punkten in der amerikanischen Eishockeyliga knackt, beschenken die Edmonton Oilers ihn mit einem personalisierten Kleidungsstück.
Huch, plötzlich ist Steffi Graf wieder da
Tennislegende Steffi Graf hat nach Jahren der Zurückgezogenheit ein neues Engagement: Die ehemalige Ausnahmesportlerin wirbt international für die Sportmarke Crivit des Discounters Lidl. Dies teilte das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Bad Wimpfen mit. "Bewegung ist für mich weit mehr als nur Training oder Performance - sie ist ein Stück Lebensqualität und Lebensfreude, die ich an möglichst viele Menschen weitergeben möchte", zitierte Lidl Graf in der Mitteilung.
Die Kampagne mit dem Motto "Find your move" soll demnach in 30 Ländern präsentiert werden. Auf einem Foto zur Mitteilung lächelt Graf in schwarzem T-Shirt und schwarzer Steppweste in die Kamera. Die 56-Jährige verzauberte in den 1980er und 90er Jahren die Tenniswelt. Nach dem Ende ihrer Karriere 1999 zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
WM-Ticketpreise schnellen in exorbitante Höhen
Für Fans wird das Erwerben von Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko immer teurer. Auf der offiziellen Weiterverkaufsplattform der FIFA liegen die Preise der Eintrittskarten für einen Großteil der Spiele um ein Vielfaches über dem ursprünglichen Nennwert. So wird dort beispielsweise ein Ticket der Kategorie drei für das Finale für 143.750 US-Dollar und damit für das 41-Fache des ursprünglich angesetzten Preises von 3450 US-Dollar angeboten.
Die günstigste auf der Wiederverkaufsseite verfügbare Final-Karte gibt es für 9.775 US-Dollar. Für das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika kosten Tickets auf der Plattform bis zu 5234 US-Dollar, welche zuvor in der im Januar zu Ende gegangenen Hauptverkaufsphase noch 895 US-Dollar gekostet hatten. Nur für einige wenige Partien wie beispielsweise das Gruppenspiel Österreich gegen Jordanien liegen die angebotenen Preise etwas unter dem ursprünglichen Nennwert.
Das bringt der Olympia-Donnerstag - 12. Februar
Skeleton: Männer, 1. und 2. Lauf, ab 9.25 Uhr - mit Axel Jungk, Felix Keisinger und dem amtierenden Olympiasieger Christopher Grotheer
Ski alpin: Super G der Frauen, ab 11.30 Uhr - mit Emma Aicher
Ski Freestyle: Männer, ab 12.15 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Langlauf: Frauen, ab 13 Uhr - mit Katharina Hennig-Dotzler, die ihre letzten Spiele bestreitet, Pia Fink, Helen Hoffmann , Sofie Krehl und Theresa Fürstenberg
Snowboard: Snowboardcross der Männer, ab 13.45 (Qualifikation vormittags) - mit Leon Ulbricht, Martin Nörl, Niels Conradt und Julius Reichle
Curling: Deutschland-Norwegen bei den Männern, ab 14 Uhr
Eisschnelllauf: 5000 Meter der Frauen, ab 16.30 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Rodeln: Teamstaffel der Männer und Frauen, ab 18.30 Uhr - mit Max Langenhan, Julia Taubitz, Dajana Eitberger, Magdalena Matschina, Tobias Wendl und Tobias Arlt.
Snowboard: Halfpipe der Frauen, ab 19.30 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Shorttrack: 500 Meter der Frauen und 1000 Meter der Männer, ab 20.55 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Eishockey: Deutschland-Dänemark bei den Männern, ab 21.10 Uhr
Manuel Neuer spricht über mögliches DFB-Comeback
Deutschlands Rekordtorhüter Manuel Neuer verfolgt mit einem Schmunzeln die immer wieder aufkommenden Spekulationen um ein DFB-Comeback im WM-Jahr. Nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale mit dem FC Bayern bekräftigte der bald 40-Jährige seinen Rücktritt aus dem Nationalteam. Auf die Frage, ob dieser in Stein gemeißelt sei, antwortete Neuer: "Ja."
Nach dem 2:0 im Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig am Mittwochabend in der Münchner Fußball-Arena wurde Neuer mit einer Aussage von Bayern-Präsident Herbert Hainer konfrontiert. Dieser habe gesagt, die Besten müssten zur WM nach Amerika fahren. Und Neuer sei weiterhin der beste deutsche Torhüter. "Es sind natürlich schöne Worte. Aber gerade er kennt ja meine Entscheidung. Deshalb schmunzle ich darüber", kommentierte der Weltmeister von 2014.
"Nachtschicht" und "schwere Woche": Rodel-Doppel Wendl/Arlt hadert
Nach dem furiosen Doppelsitzer-Finale mit Olympia-Bronze hadern Tobias Wendl und Tobias Arlt mit ihrem Material. "Wir haben eine sehr schwere Woche gehabt, das kannten wir so bisher von den anderen Bahnen noch nicht. Wir sind alle vier Jahre auf die Bahn gekommen und haben von Anfang an guten Speed gehabt. Den hatten wir die Woche gar nicht", sagte Wendl.
Das Problem mit Speed und Set-up am Schlitten war anders als die schnellen Rodel aus der Oberhofer Werkstatt um die Olympiasieger Max Langenhan und Julia Taubitz ein bayerisches Gesamtproblem. "Man hatte es auch bei Felix und Anna (Loch und Berreiter) gesehen, in dem Berchtesgadener Bereich war nicht so der Speed da", sagte der sechsmalige Olympiasieger Wendl und gab einen Einblick über die Nachtschicht: "Wer uns kennt, wir sind Kämpfer. Wir haben lange überlegt und haben gestern bis in die Nacht rein den Schlitten umgearbeitet. Heute in der Früh haben wir noch weitergemacht. Meine einzige Angst war, ob der Schlitten das macht, was ich will. Deswegen waren im ersten Lauf ein paar Fehler drin." Daher fühle sich "die Bronzene an wie Gold, weil wir gekämpft und gelebt haben".
VAR-Fehler: Schiri-Boss erklärt, wie es zur Elfer-Panne kam
Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hat eingeräumt, dass die erste Elfmeterentscheidung in der Fußball-Bundesligapartie zwischen Mainz 05 und dem FC Augsburg (2:0) am Samstag fehlerhaft gewesen sei. Der letzte Schritt der Kommunikation zwischen dem Unparteiischen Patrick Ittrich und dem Videoassistenten habe "nicht funktioniert", sagte Kircher im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen".
Ittrich hatte den Mainzern in der 5. Minuten einen Strafstoß zugesprochen, nachdem Stefan Bell im Zweikampf mit dem Augsburger Elvis Rexhbecaj zu Boden gegangen war. Kircher zufolge hätte der VAR dem Schiedsrichter aufgrund des auf den Bilder kaum ersichtlichen Kontakts "bitten können, sich die Szene selbst noch mal anzuschauen". Dies geschah jedoch nicht. Der Elfmeter blieb bestehen und Nadiem Amiri verwandelte ihn. "Die erste Aufgabe wäre es gewesen, den Schiedsrichter erst mal zu supporten oder mit klaren, offensichtlichen Bildern zu widerlegen. Beides war an der Stelle nicht möglich, weil eine Berührung kaum zu erkennen ist", erklärte Kircher: "Dann aber muss man eine Checkliste abarbeiten. Und am Schluss zur Frage kommen: Kann es sich überhaupt um ein Foulspiel handeln? Ich sage: Nein."