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Ärger im finnischen TeamSkisprung-Trainer muss wegen eines Alkoholvorfalls Olympia verlassen

12.02.2026, 13:15 Uhr
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Igor Medved ist vom finnischen Team nach Hause geschickt worden. (Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa)

Für Igor Medved sind die Olympischen Spiele vorzeitig beendet: Der Cheftrainer der finnischen Skispringer hat einen Vorfall produziert, für den er die Heimreise antreten muss.

Der finnische Skisprung-Trainer Igor Medved ist wegen seines Verhaltens durch das Nationale Olympische Komitee Finnlands von Olympia in Italien ausgeschlossen worden. "Medved ist heute nach Hause gereist. Es geht um Alkoholprobleme", sagte Janne Hänninen, NOK-Direktor Finnlands. "Wir nehmen den Verstoß gegen die Teamregeln sehr ernst und haben umgehend reagiert." Man habe "im Team eine Nulltoleranz gegenüber Alkohol."

Laut Mitteilung gehe es um ein Verhalten, das "gegen die Regeln und Werte des finnischen Teams" verstoße. "Die Angelegenheit wird unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Mailand mit Igor besprochen", erklärte Marleena Valtasola, Geschäftsführerin des finnischen Skiverbandes.

"Es tut mir sehr leid"

Der Coach der finnischen Männer entschuldigte sich bereits nach seinem Vergehen. "Ich habe einen Fehler gemacht. Es tut mir sehr leid. Ich möchte mich beim gesamten finnischen Team, den Athleten und auch den Fans entschuldigen", sagte Medved laut der Mitteilung. "Ich wünsche dem Team Ruhe und Frieden, damit es sich auf die Olympischen Spiele konzentrieren kann."

Die Skispringer-Mannschaft sollte am Donnerstag eine Pressekonferenz zu den bevorstehenden Wettkämpfen abhalten, aber die Veranstaltung wurde abgesagt. Für die restlichen Wettkämpfe im Einzel- und im Teamwettbewerb von der Großschanze wird Lasse Moilanen das Männer-Team begleiten, mit Unterstützung von Frauen-Coach Ossi-Pekka Valta sowie Sportdirektor Petter Kukkonen.

Im Schatten des sensationellen Triumphs des Deutschen Philipp Raimund hatte das finnische Team auf der Normalschanze einen guten Wettkampf geliefert. Die seit Jahren arg gebeutelte einstige Vorzeige-Springernation schaffte es immerhin mit drei Springern in den Finaldurchgang. Vilho Palosaari wurde 14. - und platzierte sich damit vor dem deutschen Ex-Olympiasieger Andreas Wellinger (18.).

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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