Der Sport-TagDeutsche Rodel-Ikone über Heraskewytsch: "Ich finde es Wahnsinn, was er leistet"
Der mehrfache Rodel-Olympiasieger Felix Loch kritisiert die Disqualifikation des ukrainischen Skeleton-Fahrers Wladyslaw Heraskewytsch. "Ich kann diese Entscheidung nicht ganz einfach verstehen", sagte Loch im Interview mit RTL und ntv. Der Streit um den Kopfschutz des 27-Jährigen mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen führte die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina in ein sportpolitisches Drama. Unter Tränen verkündete IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am Morgen den Ausschluss des Ukrainers.
Loch erklärte, dass Heraskewytsch den Helm schon im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina bei den Veranstaltern angemeldet habe. Der deutsche Rodel-Seriensieger vermisst bei der IOC-Entscheidung das Fingerspitzengefühl. "Nur, weil er aus der Ukraine kommt und dort jetzt noch Krieg herrscht, verbietet man ihm das." Heraskewytsch wolle "gar nicht auf den Krieg in der Ukraine aufmerksam machen, sondern er wollte einfach an die Sportler erinnern". Loch selbst ist Mitgründer des Vereins "Athletes for Ukraine". Für den ukrainischen Skeleton-Piloten äußerte er zudem seine Hochachtung: "Ich finde es einfach Wahnsinn, was er leistet, obwohl in seinem Land Krieg herrscht."