Der Sport-TagAthleten begehren erfolgreich auf: Ruderverband löst Expertenrat auf
Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat auf die Kritik aus Sportlerkreisen reagiert und einen erst kürzlich einberufenen Expertenrat wieder aufgelöst. "Wir haben uns mit der aufgekommenen Kritik, insbesondere die der Athletinnen und Athleten, auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass der Expertenrat in dieser Form kein optimales Instrument ist", sagte der DRV-Vorsitzende Moritz Petri während der WM in Racice. Stattdessen soll eine externe Beratungsagentur mit der Analyse über die seit Jahren nachlassende internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Ruderer betraut werden.
Nach dem schwachen Abschneiden bei der Heim-EM vor gut fünf Wochen in München hatte der DRV eine aus ehemaligen Athleten, einem Sportwissenschaftler und Funktionären bestehenden Expertenrat einberufen, der Lösungen zur Überwindung der Formschwäche erarbeiten sollte. Das war bei einigen Athleten auf Skepsis gestoßen. So hatte Achter-Schlagmann Torben Johannesen die Zusammenstellung des Expertenrates als "Farce" bezeichnet: "Weil dort Leute drinsitzen, die im Fokus der Kritik stehen. Die kontrollieren sich quasi selbst."