Der Sport-TagAusgerechnet Dietmar Hamann sieht's wie der FC Bayern
Im Transferpoker um Nick Woltemade hat es seitens des FC Bayern nach Angaben von Sportvorstand Max Eberl "noch kein wirkliches Gespräch mit dem VfB Stuttgart" gegeben. Der Sportvorstand des deutschen Fußball-Rekordmeisters beklagte am Rande des Achtelfinal-Erfolges gegen Flamengo Rio de Janeiro bei der Klub-WM in den USA (4:2) den Transfer-Journalismus und die Spekulationen mit hohen Millionensummen.
Er sprach von Zuständen wie auf einem "Basar" und stellte nach dem Spiel im Hard Rock Stadium von Miami im Gespräch mit den Reportern die Frage in den Raum: "Ist Nick Woltemade 80 Millionen wert?" Angeblich soll sich der VfB sogar 100 Millionen Euro als Ablösesumme für den 23 Jahre alten Angreifer vorstellen.
Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hält das für maßlos übertrieben. "Woltemade hat zwar eine hervorragende Saison gespielt und auch bei der U21-EM aufgezeigt", sagte er der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. "Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er vergangenen Sommer ablösefrei nach Stuttgart gewechselt ist und nicht mal für die Champions League gemeldet war. Für mich wären selbst 50 Millionen Euro zu viel für ihn. Ich sehe eine Ablöse zwischen 30 und 40 Millionen - und selbst da ist sehr viel Fantasie dabei." Die Bayern werden die Worte mit Freude zur Kenntnis nehmen, denn Hamann war in der Vergangenheit nicht unbedingt für Fürsprecher des Klubs aufgefallen.