Der Sport-TagBundesliga-Gala abgesagt: Völler braucht "Auszeit" nach Bundestrainer-Abenteuer
Ein sichtlich erschöpfter und nach Ruhe lechzender Rudi Völler belohnte sich nach seinem magisch anmutenden Teamchef-Comeback selbst. "Ich bin ehrlich, ich nehme mir eine kleine Auszeit", sagte der 63-Jährige nach dem 2:1 gegen Vize-Weltmeister Frankreich, das die Fans im Dortmunder Stadion und vor den TV-Geräten nach Monaten der deutschen Fußball-Tristesse glücklich stimmte und der Nationalmannschaft in Spiel eins nach Hansi Flick den ersehnten Umkehrschub für die Heim-EM 2024 verschaffte.
Den Trip nach Berlin zur DFL-Feierstunde "60 Jahre Bundesliga" in Berlin stornierte Völler kurzerhand. "Normalerweise wäre ich gefahren, aber da wusste ich noch nicht, dass ich gegen Frankreich auf der Bank sitze", sagte Völler. Womöglich war es auch eine clevere Abwehrmaßnahme, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, heute Abend vielleicht von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Liga-Gala aus nationalem Interesse zum Weitermachen überredet zu werden.
Er selbst sah sich schon am Ende des wunderbaren Dortmunder Abends wieder in der Rolle des DFB-Sportdirektors. Nach einer kurzen Erholungsphase will er mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke den Flick-Nachfolger finden. Und der soll nicht dauerhaft Völler heißen.