Der Sport-Tag

Der Sport-TagDFB-Boss übt Kritik an der Friedensshow der FIFA

08.12.2025, 07:12 Uhr

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sieht die Vergabe eines sogenannten Friedenspreises durch den Weltverband FIFA kritisch. "Ich persönlich finde Fußball-Veranstaltungen generell nicht unbedingt dafür geeignet, solche Preise zu verleihen", sagte der 62-Jährige dem "Kicker", nachdem FIFA-Chef Gianni Infantino dem US-Präsidenten Donald Trump den neu geschaffenen Preis bei der WM-Auslosung überreicht hatte.

Alle, die mit dem Fußball zu tun hätten, neigten "manchmal dazu, ihn etwas zu überhöhen", sagte Rettig: "Aber Veränderungen in solchen Themen wie Frieden können und müssen Zivilgesellschaften und Politik herbeiführen und nicht der Fußball." Der DFB-Funktionär ergänzte, dass der Fußball und vor allem eine WM bereits "eine starke Botschaft" transportierten, da "junge Sportler" und "Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen" zusammenkämen.

Laut Rettig sollte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den "zentralen Fehler" des Turniers in Katar angesichts der drohenden Diskussionen rund um die Situation im Hauptgastgeberland USA nicht wiederholen. "Ich habe die WM 2022 ja nur von der Seitenlinie aus mitbekommen, aber damals hat man das von Ihnen beschriebene Thema in die Kabine gelassen", sagte er mit Blick auf die gesellschaftlichen Debatten rund um das Turnier.

Quelle: ntv.de