Der Sport-TagDHB schimpft über "nicht faire" Wahl: "Unwürdige Farce"
Der Deutsche Handballbund hat die Wiederwahl des umstrittenen Weltverbandspräsidenten Hassan Moustafa massiv kritisiert. "Wie zu erwarten, war das Verfahren nicht fair: außer Dr. Moustafa hatte am Vortag des Kongresses kein Kandidat die Chance, sich bei den Treffen der Kontinentalverbände zu präsentieren", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann, der gemeinsam mit Vorstandsboss Mark Schober in Kairo war.
Zuvor hatte sich der 81 Jahre alte Moustafa, der aufgrund seines Führungsstils und langen Amtszeit in der Branche "Pharao" genannt wird, klar gegen seine drei Gegenkandidaten um den Deutschen Gerd Butzeck durchgesetzt. Insgesamt 176 Mitgliedsverbände der Weltverbands IHF waren anwesend und verfügten über jeweils eine Stimme - 129 entfielen auf den Ägypter.
Wie im Livestream zu beobachten war, kam es während der Wahl zu Problemen mit dem Votingsystem sowie der Internetverbindung. Die Abstimmung wurde um mehrere Stunden verschoben. "Der Ablauf des Kongresses war eine Farce und dem internationalen Handball unwürdig, weil es alleine vier Stunden dauerte, bis die Technik der Wahl funktionierte", kritisierte Michelmann. Butzeck befand, dass man sich bei der Wahl für Stillstand statt Fortschritt entschieden habe.