Dienstag, 04. August 2020Der Sport-Tag

21:58 Uhr

F1-Reifenhersteller erklärt spektakuläre Reifenplatzer

Hersteller Pirelli hat nach den spektakulären Reifenschäden beim Formel-1-Rennen in Silverstone keine externen Ursachen feststellen können. Das ergab eine Analyse der Vorfälle in den letzten Runden des Großen Preises von Großbritannien am vergangenen Sonntag, wie die Italiener mitteilten. Die Gründe seien im Rennverlauf zu suchen, der dazu geführt habe, dass die meisten Teams den zweiten Reifensatz "extrem lange" nutzten. Weltmeister Lewis Hamilton, der seine Führung eine halbe Runde lang mit einem sich auflösenden linken Vorderreifen ins Ziel rettete, war ebenso betroffen wie sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas und McLaren-Pilot Carlos Sainz.

Eine Safety-Car-Phase kurz nach Rennbeginn hatte die Teams zu einem frühen Stopp verleitet. Die meisten Autos legten in der Folge etwa 40 Runden auf einem Reifensatz zurück, "das sind mehr als drei Viertel der Renndistanz auf einem der aggressivsten Kurse im Kalender", wie Pirelli erläuterte. Zuvor war auch diskutiert worden, ob Trümmerteile auf der Strecke der Auslöser der Schäden gewesen sein könnten.

21:03 Uhr

Nach Saibou-Rausschmiss: Wester muss (noch) keine Konsequenzen fürchten

Der Deutsche Leichtathletik-Verband will gegen Weitspringerin Alexandra Wester wegen ihrer möglicherweise nicht ordnungsgemäßen Teilnahme an einer Großdemonstration zurzeit keine Maßnahmen ergreifen. "Unsere Sportler können jederzeit an Demonstrationen teilnehmen, denn das ist ihr Grundrecht", sagte Cheftrainerin Anett Stein auf dpa-Anfrage. Allerdings erwarte der DLV, dass sie sich wie alle Teilnehmer an die Regeln halte.

"Wir reden derzeit noch nicht über Konsequenzen, sondern werden zunächst mit ihr darüber sprechen, um ihren Auftritt bei der Demonstration besser einordnen zu können", erklärte Stein. "Wir möchten verstehen, wie sie selbst diesen Vorgang bewertet." Der DLV wisse nicht, ob sich Wester an die Anordnungen gehalten habe, "falls nein, wäre dies von unserer Seite aus nicht zu akzeptieren." Von der Leichtathletin aus Köln waren in den sozialen Netzwerken Fotos von ihrer Teilnahme an der Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie am Wochenende in Berlin zusammen mit ihrem Freund Joshiko Saibou zu sehen. Dem Basketball-Nationalspieler war daraufhin von den Telekom Baskets Bonn wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrages als Profisportler" fristlos gekündigt worden. Saibou und Wester waren für Stellungnahme angefragt worden.

20:54 Uhr

"Keine Kontrolle": Nadal sagt für US Open ab

Auch Tennis-Superstar Rafael Nadal hat seine Teilnahme an den US Open abgesagt. "Nach langer Überlegung habe ich mich entschieden, nicht an den diesjährigen US Open teilzunehmen", schrieb der Titelverteidiger am Dienstag auf Twitter: "Die weltweite Situation ist sehr kompliziert, die Covid-19-Fallzahlen steigen, es sieht aus, als hätten wir noch immer keine Kontrolle." Zudem sei der umgestaltete Kalender "nach vier Monaten ohne Spiel barbarisch". Er sei daher zu dieser Entscheidung gekommen, "die ich nie treffen wollte. Aber ich bin meinem Herzen gefolgt." Zuvor hatten schon die Weltranglistenerste Ashleigh Barty und ihr australischer Landsmann Nick Kyrgios für das Turnier in New York abgesagt.

Zuletzt hatte sein Onkel und langjähriger Trainer Toni Nadal schon Zweifel daran genährt, ob der Weltranglistenzweite seine beiden Titel bei den US Open und French Open verteidigen wird: "Der Zeitplan ist unrealistisch, insbesondere für erfahrene Spieler, die nicht so viele Wochen nacheinander antreten können."

20:40 Uhr

Balotelli verhandelt über Wechsel nach Osteuropa

Fußball-Starstürmer Mario Balotelli hat auf der Suche nach einem Verein offenbar ein neues Ziel. Nachdem der 29-Jährige sich im Streit von seinem in die Serie B abgestiegenen Arbeitgeber Brescia Calcio getrennt hatte, führt er nun laut italienischen Medien Verhandlungen mit dem rumänischen Meister CFR Cluj. Die Gespräche seien bereits in einer fortgeschrittenen Phase. Der Wechsel nach Rumänien würde Balotelli ermöglichen, in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen. Seit dem Lockdown in Italien Anfang März hat er kein Spiel mehr bestritten, bis zur Meisterschaftsunterbrechung hatte er für Brescia Calcio fünf Mal in 19 Partien getroffen.

Der lombardische Verein hatte den Vertrag mit dem exzentrischen Stürmerstar aufgelöst, nachdem Balotelli nach Klubangaben beim Mannschaftstraining wiederholt gefehlt und sich nachlässig verhalten habe. Der 36-malige italienische Nationalspieler fordert hingegen von den Lombarden eine Entschädigung von 400.000 Euro, weil er seiner Meinung nach willkürlich vom Mannschaftstraining ausgeschlossen worden sei.

20:14 Uhr

Spielerbündnis um Hummels attackiert 96-Boss Kind

Das neue Spielerbündnis der Profifußballer hat Hannover-96-Chef Martin Kind für respektlose Aussagen zu Torhüter Ron-Robert Zieler scharf kritisiert. Der Geschäftsführer des Zweitligisten hatte Zieler "keine Chance" mehr im Verein eingeräumt: "Wir hätten ihn gar nicht verpflichten dürfen damals." Kind habe Zieler damit ohne "ein Mindestmaß an Anstand, Respekt und Professionalität" öffentlich "diskreditiert", teilte das Spielerbündnis mit. In der Stellungnahme, die der "Kicker" veröffentlichte, heißt es weiter: "Der Umgang zwischen Verein und Spieler sollte auch bei sportlichen Differenzen immer respektvoll und wertschätzend sein. Natürlich kann sich ein Funktionär zu sportlichen Einschätzungen äußern. Sachlich und intern. Aber nicht respektlos über die Medien."

Das Spielerbündnis will den Akteuren auf dem Rasen mehr Mitspracherecht ermöglichen. Zu dem Bündnis gehören neben Ex-Weltmeister Mats Hummels (Borussia Dortmund) auch Bundesligaprofis wie Sven Bender (Bayer Leverkusen), Neven Subotic (Union Berlin) oder Nils Petersen (SC Freiburg). Laut eigenen Angaben vertritt das Bündnis bislang 460 Spieler und Spielerinnen aus den beiden Bundesligen, der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga.

19:50 Uhr

Bradl springt für verletzten Marquez ein

Stefan Bradl hatte sich vorbereitet. Nicht so gründlich, wie er es gerne getan hätte, aber das lag nicht an ihm. "Durch die globale Pandemie konnten wir nicht wie gewohnt testen", sagte Bradl: "Deshalb werde ich Zeit benötigen, um mich wieder an das Motorrad und die MotoGP zu gewöhnen." Zeit, die der Zahlinger nicht bekommen wird. Schon am Wochenende kehrt er in Brünn in die Königsklasse zurück - als Ersatz für Weltmeister Marc Marquez. Den Seriensieger aus Spanien hatte es im ersten WM-Lauf in Jerez erwischt, nach einem Unfall landete er im Krankenhaus. Zwar versuchte Marquez wenige Tage nach der Operation am gebrochenen Oberarm das Unmögliche, musste jedoch einsehen, dass auch er nicht der "Supermensch" ist, zu dem ihn die MotoGP bereits erklärt hatte. Den Startversuchen im Training und Qualifying folgte am Montag die zweite OP und damit das Aus für das Rennen am Sonntag in Tschechien (14.00 Uhr/ServusTV und DAZN).

Dort kehrt der frühere Moto2-Weltmeister Bradl in die MotoGP zurück, er steht vor seinem 96. Einsatz in der Klasse der schweren Maschinen. Bereits im vergangenen Jahr war Bradl für den Spanier Jorge Lorenzo am Sachsenring und in Brünn eingesprungen und danach auch in Spielberg gefahren. Als Testfahrer bei Honda ist es sein Job, stets bereit zu sein.

19:19 Uhr

106 Spiele reichen nicht: Schalke hält Verteidiger

Benjamin Stambouli hat seinen Ende Juni ausgelaufenen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 verlängert. Der 29-jährige Franzose unterschrieb nun bis zum 30. Juni 2023, wie die Gelsenkirchener mitteilten. Der Abwehrspieler war 2016 von Paris Saint-Germain ins Ruhrgebiet gewechselt und absolvierte insgesamt bislang 106 Pflichtspiele für die Königsblauen.

18:39 Uhr

Froome kassiert schon böse wieder am Berg

Gut dreieinhalb Wochen vor dem Start der Tour de France hat sich Titelverteidiger Egan Bernal mit dem Gesamtsieg bei der Route d'Occitanie bereits in guter Form gezeigt. Der Kolumbianer ließ sich nach seinem Sieg auf der Königsetappe zum Abschluss als Tagesvierter nicht mehr von der Spitze verdrängen. Das vierte und letzte Teilstück über 195 Kilometer von Lectoure nach Rocamadour gewann der französische Radprofi Benoit Cosnefroy. Der viermalige Toursieger Chris Froome büßte als 70. wie am Vortag weitere Minuten auf seinen Ineos-Teamkollegen Bernal ein.

18:08 Uhr

IOC-Boss Bach lebt nicht im Raumschiff

Thomas Bach will sich als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees angesichts der andauernden Corona-Krise nicht an den Spekulationen über die Olympischen Spiele 2021 in Tokio beteiligen. "Wir wissen nicht einmal, ob wir morgen unsere Häuser noch verlassen können", sagte Bach im Interview des "Reutlinger Generalanzeiger" und fügte hinzu: "Gleichzeitig wird heftig über Einzelheiten spekuliert, wie das komplexeste Sportereignis der Welt in einem Jahr stattfinden kann. Lasst uns doch erstmal arbeiten, mit Spekulationen verlieren wir nur Zeit." Man müsse die Tokio-Spiele "anpassen an die Krise, in der wir leben. Wir leben nicht in einem Raumschiff, wir sind Teil dieser Gesellschaft, wir wollen deswegen Olympische Spiele, die dieser Krise angemessen sind", erklärte Bach. Aber es gebe Grenzen. "All das, was Athleten und den Sport betrifft, bleibt unverändert, bei allem, was den Rest betrifft, muss jeder Stein umgedreht werden", sagte er.

16:06 Uhr

Felix Götze hat sich im Sommerurlaub mit Corona infiziert

Mittelfeldspieler Felix Götze vom Fußball-Bundesligisten FC Augsburg hat sich während seines Sommerurlaubs mit Corona infiziert. Wie der Klub mitteilte, wurde der Bruder des Rio-Weltmeisters Mario Götze vor dem Start ins Mannschaftstraining positiv auf Covid-19 getestet. Der 22-Jährige ist nach Vereinsangaben symptomfrei und hatte zuvor keinerlei Kontakt zu seinen Teamkollegen. An der Leistungsdiagnostik am Dienstag nahm er nicht teil.

Während seines Urlaubs hatte Götze in seinem Bekanntenkreis einen Coronafall, woraufhin er sich vor seiner Rückkehr nach Augsburg testen ließ. Er befindet sich nun in häuslicher Quarantäne und wird erst nach zwei negativen Coronatests wieder zur Mannschaft zurückkehren dürfen. Im Gegensatz zu Götze waren mit Daniel Caligiuri, Tobias Strobl und Torhüter Rafal Gikiewicz die drei Sommerneuzugänge der Augsburger bei den diagnostischen Tests zum Start dabei.

15:28 Uhr

Fanbündnis kritisiert DFL-Konzept für Zuschauer-Rückkehr

Das Fanbündnis "Unsere Kurve" hat das verabschiedete Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu einer möglichen Rückkehr von Zuschauern mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Man könne "nachvollziehen, dass die Beschlüsse unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes getroffen wurden", sagte Vorstandsmitglied Markus Sotirianos dem Sid. Den Versuch, auch Gästefans zuzulassen, hätte man allerdings "deutlich begrüßt". "Uns verwundert, dass einerseits viele Schritte unternommen werden, um Fans wieder zuzulassen, andererseits aber scheinbar Skepsis hinsichtlich derer Verhalten herrscht, was der vorläufige Ausschluss von Stehplatz- und Gästefans zeigt", sagte Sotirianos: "Hier wünschen wir uns noch mehr Gespräche vor allem auf lokaler Ebene, um zu Lösungen zu kommen, hinter denen alle Beteiligten stehen können."

In der Hoffnung auf eine Rückkehr von Zuschauern in Zeiten der Corona-Pandemie hatten sich die Vertreter der 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga zuvor via virtueller Mitgliederversammlung auf vier Maßnahmen geeinigt: keine Stehplätze und kein Alkohol bis Ende Oktober, der Verzicht auf Gästefans bis Jahresende und die Registrierung aller Besucher zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten.

14:25 Uhr

Riesiges Jahresgehalt: Sancho offenbar einig mit Manchester United

Es scheint, als sei das Werben von Manchester United erfolgreich: Der englische Rekordmeister gilt seit Wochen als Kandidat für eine Verpflichtung von Jadon Sancho. Der "Bild" zufolge sind sich United und Engländer in Diensten von Borussia Dortmund nun einig geworden. Fünf Jahre soll der Vertrag demnach laufen und dem 20-Jährigen ein Jahresgehalt von 17,6 Millionen Euro garantieren.

Für den Wechsel braucht es allerdings nicht nur eine Einigung zwischen Spieler und neuem Verein, sondern auch zwischen Ex-Klub und Vielleicht-Bald-Klub. Daran hakt es aber noch: Der BVB fordert 120 Millionen Euro Ablöse, um Sancho aus dem bis 2022 gültigen Arbeitsvertrag zu entlassen. Für United offenbar zu teuer, zumindest liegt dem Bericht zufolge noch kein offizielles Angebot vor. Sechs Tage bleiben dafür noch - denn der BVB soll festgelegt haben, dass Sancho bleibt, wenn er am 10. August mit ins Trainingslager reist.

13:35 Uhr

„Er ist kein Trottel, wir keine Arschlöcher“: Rudy versucht Neustart auf Schalke

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"Kein Trottel" und vielleicht bald schon wieder ein Teil der ersten Elf auf Schalke: Sebastian Rudy.

(Foto: Pool/Sascha Meiser/APF)

"Er ist ein feiner Fußballer und sehr schlauer Spieler", lobt der Schalke-Coach David Wagner seinen Rückkehrer Sebastian Rudy. Nach einem schwachen ersten Jahr auf Schalke war der ehemalige Königstransfer (kam für 16 Millionen Euro von Bayern München) vergangene Saison an die TSG Hoffenheim verliehen wurden, wo er Mittelfeldspieler ein starkes Jahr absolvierte. Jetzt bekommt der Ex-Nationalspieler eine neue Chance auf Schalke. "Er ist kein Trottel, wir keine Arschlöcher", bekräftigte Wagner. "Ein Neustart ist definitiv möglich."

13:05 Uhr

Schalke bietet vormals gekündigten Fahrern Weiterbeschäftigung an

Nach der Kündigung von 24 Fahrern der Nachwuchsabteilung bietet der FC Schalke 04 allen Betroffenen eine Weiterbeschäftigung an. Das sagte die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Anja Kleine-Wilde. Zehn Fahrer, die bei einem externen Dienstleister angestellt werden sollen, "bezahlen wir zudem den Erwerb eines Personenbeförderungsscheins", sagte sie. Die übrigen Mitarbeiter erhalten ein Jobangebot in unterschiedlichen Unternehmensbereichen des Fußball-Bundesligisten beziehungsweise bei externen Dienstleistern. "Wir wollen alle weiterbeschäftigen", betonte Kleine-Wilde.

Einen Sonderfall gibt es aber: Ein 42 Jahre alter ehemaliger Fahrer zog vor das Arbeitsgericht. Ein Gütetermin zwischen Schalke und dem ehemaligen Mitarbeiter verlief ergebnislos. Anfang November soll es zur Verhandlung kommen. Der klamme Revierklub hatte mit der Trennung von zwei Dutzend geringfügig Beschäftigten im Fahrdienst der "Knappenschmiede", wie Schalkes Nachwuchsabteilung heißt, für mediale Aufregung gesorgt. Es gab öffentliche Kritik, auch von vielen Fans, weil Profis und Leitende Angestellte des Klubs zwar wegen der Corona-Krise auf Teile der Gehälter verzichteten, Schalke aber dennoch teils 450-Euro-Kräfte und Rentner vor die Tür setzte.

12:14 Uhr

Tiktok-Challenge: Schwimmstar gelingt unfassbare Kakao-Zirkusnummer

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"Wahrscheinlich eine der besten Schwimmleistungen meiner Karriere", schreibt die fünffache Olympiasiegerin Katie Ledecky bei Twitter. Was hat die Ausnahmeschwimmerin mit 14 WM-Titeln nun geleistet? Nun, auf jeden Fall dürfte es ihre absonderlichste Schwimmleistung gewesen sein, die sie im Rahmen einer Tiktok-Challenge absolvierte: Ledecky stellte sich im Pool ein volles Glas Kakao auf den Kopf, tauchte ab und kraulte einmal komplett durchs Becken - ohne, dass sie einen Tropfen des Getränks verschüttet hätte oder das Glas auch nur gewackelt hätte. Ihr Video auf Twitter wurde bereits fast drei Millionen Mal angesehen. Wie viele Testläufe die Schwimmerin dafür brauchte und wie oft das Chlorwasser mit Kakao getränkt wurde, ist nicht übermittelt.

11:34 Uhr

"Hätte sich Hoeneß besser gespart": Watzke und Rauball kontern BVB-Kritik

Nach Michael Zorc haben auch Borussia Dortmunds Präsident Reinhard Rauball und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß für dessen Aussagen zum BVB kritisiert. "Karl-Heinz Rummenigge und ich bemühen uns seit Jahren darum, dass die beiden größten deutschen Klubs ein respektvolles Verhältnis miteinander pflegen. Ich finde es sehr schade, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, dies zu unterwandern", sagte der 61 Jahre alte Watzke der "Bild". Auch Rauball rügte Hoeneß für dessen Attacke in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Aussagen hätte sich Uli Hoeneß besser gespart. Der Zeitpunkt ist auch sehr verwunderlich, schließlich haben die Bayern nächste Woche Champions League und eigentlich Besseres zu tun", erklärte der 73-Jährige.

Und Ex-BVB-Torhüter Roman Weidenfeller sagte der "Bild": "Da scheint der Frust mal wieder tief zu sitzen, dass sich Jude Bellingham gegen die Bayern und für den BVB entschieden hat." Bereits am Montag hatte BVB-Sportdirektor Zorc erbost auf Aussagen von Hoeneß reagiert, der die Transferpolitik des Rivalen kritisiert hatte.

11:03 Uhr

Gesundheit geht vor: Fan-Bündnis will keine Fans im Stadion

Das Fan-Bündnis "Unsere Kurve" hat die Pläne der DFL zu einer Rückkehr der Fans in Fußballstadien kritisiert. "Bei aller Sehnsucht, die ich selber als regelmäßiger Stadiongänger habe, wir leben in einer Pandemie. Und die Vernunft sollte immer den Gesundheitsschutz nach vorne stellen", sagte Vorstandsmitglied Jost Peter im Inforadio vom RBB und betonte: "Wenn die Fallzahlen steigen und sich daraus ergibt, dass das Fußballspiel nicht zu besuchen ist, dann habe ich das zu akzeptieren." Im Falle einer Zulassung von Zuschauern brauche es klare Regeln, wenn es Tickets zunächst nur in personalisierter Online-Form geben sollte, forderte Peter. So sollten die "abgegebenen Daten (nur) zum Gesundheitsschutz genutzt werden und nicht für andere Zwecke", wie etwa einer Überwachung der Fans. Diese Verpflichtung müsse von den Vereinen offen ausgesprochen werden, sagte Peter. Bei der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga soll per Videokonferenz über einheitliche Maßnahmen entschieden werden.

10:12 Uhr

Schwerer Trainingsunfall: 17-jähriger Radsportler stirbt an Kopfverletzungen

Das 17-jährige Radsporttalent Jan Riedmann von Auto Eder Bayern, das U-19 Team des Radrennstalls Bora - hansgrohe, verunglückte am Samstag im Rahmen einer Trainingsausfahrt tragisch. Dem Nachwuchsprofi wurde beim Abbiegen die Vorfahrt von einem Autofahrer genommen. Trotz sofortiger Hilfe und des Einsatzes eines Rettungshubschraubers erlag Riedmann am Sonntag seinen schweren Kopfverletzungen.

"Wir bedauern Jans Verlust zutiefst und sprechen seiner gesamten Familie und seinen Angehörigen hiermit unser aufrichtiges Mitgefühl aus", schrieb sein Team auf Facebook. "Zu Ehren von Jan werden sowohl das Team Auto Eder Bayern bei ihrem nächsten Rennen, als auch das Team Bora - hansgrohe bei Mailand-San Remo mit Trauerflor antreten." Direkt an das Radsporttalent gewandt, danke sein Team ihm für die gemeinsame Zeit und schrieb: "Du wirst immer bei uns sein!"

08:39 Uhr

Gladbach-Fan spricht als Quiz-Kandidat "FC Köln" nicht aus - und wird belohnt

*Datenschutz

Claus Blümel hatte sich Mitte Juli in der ARD-Quizshow "Gefragt - gejagt" geweigert, den Namen des großen Rivalen 1. FC Köln von seinem Verein Borussia Mönchengladbach auszusprechen und dafür auch auf Geld verzichtet. Moderator Alexander Bommes hatte den Kandidaten gefragt: "Welcher Verein wurde in der Saison 2018/2019 Zweitliga-Meister?" Statt die richtige Antwort zu geben, sagte Blümel nur: "Nee, das sprech ich nicht aus!" Mönchengladbach überbrachte Blümel nun ein Trikot seines Lieblingsklubs und einen Scheck über 500 Euro - soviel Geld war ihm für seine Standhaftigkeit durch die Lappen gegangen. Blümel sagte in einem kleinen Video, das die Fohlen auf Twitter veröffentlichten: "Vielen vielen Dank - kribbelt."

Als er damals die Antwort (1. FC Köln) gewusst habe, seien seine Prinzipchen durchgekommen und er habe gedacht: 'Du sprichst den Namen nicht aus'. Blümel betonte jedoch: "Das hat nichts mit Hass zu tun, das ist wirklich nur gesunde Rivalität. Seit Anfang der 70er bin ich Gladbach-Fan. Und es waren in den letzten Jahren immer spannende Derbys", sagte er in Bezug auf die rheinischen Rivalen Köln, dessen Namen er erneut nicht in den Mund nahm. "Aber dieser Verein gehört in die erste Liga."

07:57 Uhr

NHL-Quartett kniet während Hymnen - Oilers gleichen aus

Vier Eishockey-Profis der NHL haben sich beim Spiel zwischen den Dallas Stars und den Vegas Golden Knights für eine Aktion gegen Rassismus und Polizeigewalt entschieden. Ryan Reaves, einer der wenigen schwarzen NHL-Profis, und Torwart Robin Lehner von den Knights knieten gemeinsam mit Tyler Seguin und Jason Dickinson von den Stars während der amerikanischen und der kanadischen Hymne. Sie waren die ersten Spieler in Montur, die knieten. Zuvor hatten sich alle Teams darauf verständigt, im Gegensatz zu den weitgehend knienden Spielern der Basketball-Profiliga NBA, gemeinsam stehenzubleiben und stattdessen die Arme zu verschränken. Deutschlands Superstar Leon Draisaitl meldete sich mit den Edmonton Oilers in der Qualifikations-Serie für die Playoffs zurück. Die Kanadier setzten sich mit 6:3 (2:1, 2:2, 2:0) gegen die Chicago Blackhawks durch und egalisierten die Best-of-Five-Serie. Draisaitl, der mit 110 Punkten der beste Scorer der am 12. März abgebrochenen Hauptrunde war, blieb ohne Punkte. Stattdessen spielte Teamkollege Connor McDavid mit drei Treffern groß auf.

07:23 Uhr

Neue Regel: Fußballern droht Rote Karte bei absichtlichem Husten

Fußballer können künftig auch wegen absichtlichen Hustens in Richtung Schiedsrichter oder anderen Spielern des Feldes verwiesen werden. Das haben die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) beschlossen. Die neue Richtlinie wurde zum Schutz vor dem Coronavirus in das Regelwerk aufgenommen. Jede Bestrafung liegt aber im Ermessen des Schiedsrichters. Bei zufälligem Husten oder bei einem großen Abstand zwischen den Spielern solle der Schiedsrichter keine Maßnahmen ergreifen, heißt es weiter. Es müsse eine eindeutige Handlung vorliegen.

06:33 Uhr

Bolognas Trainer Mihajlovic von Leukämie-Erkrankung genesen

Ein Jahr nach Bekanntgabe seiner Leukämie-Erkrankung hat der Trainer des italienischen Erstligisten FC Bologna, Sinisa Mihajlovic, offiziell seine Genesung bekannt gegeben. "Neun Monate nach der Knochenmark-Transplantation geht es mir wie vor der Erkrankung. Das ist wichtig und ist nicht selbstverständlich. Ich bin hier und wahrscheinlich geht es mir besser als früher", sagte der 51-jährige Serbe. Er lobte die Leistungen seiner Mannschaft, die die Meisterschaft mit 47 Punkten auf Platz zwölf der Tabelle abgeschlossen hat. "Meine Mannschaft ist fünf Monate lang ohne Trainer ausgekommen, da ich wegen der Erkrankung nicht anwesend sein konnte, dann ist die Ausgangssperre gekommen. Wir haben in dieser Saison so viel Punkte wie noch nie gesammelt. Ich glaube, die Bilanz ist für uns positiv", sagte er. Mihajlovic hatte im Juli 2019 auf einer Pressekonferenz seine Leukämie-Erkrankung publik gemacht. Die Leitung der Mannschaft hatte er aber dennoch nicht aufgegeben.

05:58 Uhr

FC Bayern ist von Hoeneß' Attacke wohl "komplett überrascht"

Erst die Attacke von Uli Hoeneß, dann der Gegenangriff von Michael Zorc: Die viel gelobte Transferpolitik von Borussia Dortmund hat zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen dem Ehrenpräsidenten von des FC Bayern und dem Sportdirektor des BVB geführt (die ganze Geschichte lesen Sie hier). In München ist man offenbar nicht begeistert von der Verbalattacke ihres Patrons. Die "Bild" will erfahren haben, dass Hoeneß' Interview ein Alleingang gewesen sei. Mit dem Vorstand um Karl-Heinz Rummenigge, Oliver Kahn und Hoeneß-Nachfolger Herbert Hainer war demnach nichts abgesprochen. "Der FC Bayern wurde durch die Veröffentlichung des Interviews komplett überrascht", heißt es in dem Bericht. Mit seinen Aussagen habe Hoeneß nicht nur den Konkurrenten, sondern auch Vorstand und Präsidium der Bayern "brüskiert".