Fußball

Was machen Thiago und Alaba? Bayern-Triple könnte "extrem bitter" werden

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Quo vadis, David Alaba und Thiago Alcántara? Die Zukunft der beiden Profis beim FC Bayern ist ungewiss.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Die Zukunft von David Alaba und Thiago Alcántara ist weiterhin offen. Der eine will wohl auf jeden Fall weg, der andere hadert noch. Doch auf dem Weg zum Triple spielen die beiden Stars bei Bayern München eine entscheidende Rolle. Bei einem Wechsel soll es keinen "Summer-Sale" geben.

Mehr Lob geht nicht. David Alaba sei "der erste Spieler, der wieder auf diesem Niveau wie der Franz (Beckenbauer; d. Red.) damals gespielt hat", würdigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge unlängst bei Sky den 28 Jahre alten Abwehrchef von Bayern München.

Im Poker um eine Vertragsverlängerung mag auch etwas Kalkül im Vergleich von Rummenigge mit dem Kaiser gesteckt haben - es zeigt aber die Wertschätzung beim Rekordmeister für den Österreicher. Obwohl dessen Zukunft beim FC Bayern weiterhin offen ist - in den kommenden drei Wochen soll Alaba eine Hauptrolle auf dem Weg zum begehrten Triple einnehmen. Gleiches gilt für Thiago, der auch schon länger mit einem Abschied aus München kokettiert. Aber noch werden die beiden Stars dringend gebraucht, um den Traum vom Champions-League-Triumph zu realisieren.

Wechsel wäre "extrem bitter"

"Beide geben der Mannschaft sehr viel, gerade in dieser Konstellation, mit diesem Trainer und diesem Spielstil. Das sind extrem wichtige Spieler für uns", unterstrich Thomas Müller in der "Süddeutschen Zeitung" vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse am Samstag (21.00 Uhr/Sky) gegen den FC Chelsea (Hinspiel 3:0). "Thiagos Ballsicherheit tut uns gut, und man unterschätzt oft, dass er auch sehr aggressiv gegen den Ball arbeitet. Und David ist extrem wichtig für die Steuerung des Spiels und den Spielaufbau", ergänzte Müller - versehen mit einem Wunsch: Das könne "auch die nächsten Jahre so bleiben". Ein Wechsel des Duos wäre "extrem bitter".

Aber eben aktuell nicht auszuschließen. Immerhin vermeldete die "Bild"-Zeitung am Montag, dass die Chancen auf einen Verbleib von Alaba, der bereits seit 2008 bei den Bayern spielt, nach erneuten Gesprächen mit der Bayern-Führung um Rummenigge und Sportvorstand Hasan Salihamidzic gestiegen sein sollen.

Bei Thiago ist ein Verbleib nach sieben Jahren dagegen eher ausgeschlossen. Der 29 Jahre alte Spanier habe Salihamidzic mitgeteilt, "dass er was Neues machen möchte", sagte Rummenigge erst letzte Woche. Bis dato habe sich "aber noch kein Klub" gemeldet. Auch nicht der FC Liverpool, über den als Abnehmer für Thiago spekuliert wird.

Kein "Summer-Sale" beim FC Bayern

Die von den Bayern "bevorzugte Option" wäre, dass Thiago und Alaba ihre 2021 auslaufenden Verträge verlängern. Klar ist, dass die Münchner ihre beiden Stars nur gegen eine entsprechend hohe Millionen-Ablöse transferieren werden. Er müsse über die Zahlen, die er lese, "immer schmunzeln", sagte Rummenigge bereits und ergänzte mit Nachdruck: "Einen Summer-Sale wird es trotz Corona beim FC Bayern nicht geben." Bei Thiago sollen die Bayern bei 30 Millionen Euro gesprächsbereit sein, die Summe für Alaba dürfte wesentlich höher ausfallen.

In beiden Fällen müsse der FC Bayern aber "nicht aufs Gaspedal treten", betonte der Bayern-Boss: "Wichtig ist, dass sich beide auf die Champions League konzentrieren, dann werden wir in aller Ruhe entscheiden."

Quelle: ntv.de, Thomas Niklaus, sid