Freitag, 30. Juli 2021Der Sport-Tag

23:49 Uhr

Herthas Bobic wischt die Kostic-Gerüchte vom Tisch

Herthas Geschäftsführer Fredi Bobic sieht kein realistisches Szenario, Eintracht Frankfurts Profi Filip Kostic mit nach Berlin zu nehmen. "Er ist ein super Spieler, ein klasse Spieler, der bei der Eintracht noch ein gutes Jahr spielen wird. Da bin ich mir sicher", stellte der Funktionär des Fußball-Bundesligisten aus Berlin in einem Interview bei Sky klar. Bobic selbst war im Sommer von Frankfurt zu Hertha BSC gewechselt, auf ihn folgte als Verantwortlicher Markus Krösche.

Die Personalie des 28 Jahre alten Serben werde "natürlich immer mit meiner Person in Verbindung gebracht", sagte Bobic, der den Profi einst an den Main holte. "Das ist Normalität, aber das könnt ihr streichen", dementierte Bobic entsprechende Gerüchte. Bei der Eintracht zählte Flügelspieler Kostic in den vergangenen Jahren zu den besten Profis der Bundesliga

22:43 Uhr

Zwei Männer gewinnen Medaillen - in Frauen-Kategorie

Daumen Hoch für Dechang Zhang aus China. Mit dieser Bronze-Medaille hat er Geschichte geschrieben.

Daumen Hoch für Dechang Zhang aus China. Mit dieser Bronze-Medaille hat er Geschichte geschrieben.

(Foto: imago/Sven Simon)

Über die Medaillen nach dem Finale der Frauen-Achter bei den Olympischen Spielen jubelten 25 Frauen - und zwei Männer. Caleb Shephard aus Neuseeland bekam Silber, Dechang Zhang aus China Bronze und damit schrieben beide ein Kapitel Olympia-Geschichte. Denn die beiden Steuermänner sind die ersten, die in einem olympischen Frauen-Rennen als Mann eine Medaille bekommen haben. Seit einer Regeländerung 2017 ist das Geschlecht auf der Position nicht mehr an die Bootsklasse gebunden.

Mit 0,91 Sekunden Rückstand hinter Olympiasieger Kanada jubelten Ella Greenslade, Emma Dyke, Lucy Spoors, Kelsey Bevan, Grace Prendergast, Kerri Gowler, Beth Ross und Jackie Gowler bei der Siegerehrung über Silber und damit die erste Medaille für das Land in dieser Bootsklasse überhaupt - und das gemeinsam mit dem vollbärtigen Steuermann Shepherd. Auf dem Gruppenfoto mit allen Medaillengewinnerinnen ist auch Zhang gut zu erkennen. Auch im Herren-Rennen, in dem der Deutschland-Achter Silber hinter Neuseeland holte, gab es nicht nur Steuerleute: Eline Berger als Steuerfrau im Herren-Achter der Niederlande musste sich aber mit Rang fünf zufriedengeben.

22:04 Uhr

Für Japan sind es schon jetzt die erfolgreichsten Olympischen Spiele

Für Olympia-Gastgeber Japan sind die umstrittenen Sommerspiele zumindest nach der Medaillenbilanz die erfolgreichsten der Geschichte. Mit dem Sieg im Teamwettbewerb der Degenfechter sicherte sich die Nation die 17. Goldmedaille. Einen großen Beitrag zur Rekordausbeute lieferten Nippons Judoka um Naohisa Takato, der sich als erster seines Landes eine Goldmedaille umhängen durfte.

Bei der Olympia-Premiere der Skateboarder holte in Yuto Horigome als erster ebenfalls ein Japaner Gold. Einen gleich doppelten Triumph konnte Yui Ohashi für ihre Heimat erzielen: Die japanische Lagenschwimmerin gewann sowohl über die 200 als auch 400 Meter-Distanz die Goldmedaille und wurde von Teamkollegen, Volunteers und japanischen Journalisten ausgelassen gefeiert. Sie lief sogar eine Ehrenrunde im Aquatics Centre. Überschattet wird die Freude in Japan über die Erfolge der eigenen Olympioniken durch die andauernde Corona-Pandemie. Die Zahl der landesweiten Neuinfektionen stieg am dritten Tag in Folge auf einen Höchststand: 10.743 Fälle waren es binnen 24 Stunden gewesen.

21:10 Uhr

Italiener prüfen, ob Eriksens Defibrillator entfernt werden kann

Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen wird nach seinem Herzstillstand während der EM-Endrunde zu einer Untersuchung nächste Woche in Mailand erwartet. Die in Mailand durchgeführten Tests sollen klären, ob der Defibrillator, der Eriksen am 17. Juni eingesetzt wurde, entfernt werden kann oder nicht. Davon hängt die Spielgenehmigung für den 29-Jährigen für die Serie A ab.

Fabrizio Braconaro, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission beim italienischen Verband FIGC, hatte in einem Radio-Interview betont, dass das Erteilen einer Spielgenehmigung für einen Profi mit eingesetztem Defibrillator nicht möglich sei. Eriksen war im ersten dänischen EM-Spiel gegen Finnland (0:1) auf dem Platz zusammengebrochen und musste reanimiert werden. Ihm wurde in einer Operation ein Defibrillator implantiert, der Herzrhythmusstörungen erkennt. Eriksens Vertrag bei Inter läuft bis 2024. Zu einer möglichen Fortsetzung seiner Profikarriere hat sich der dänische Mittelfeldstar noch nicht geäußert.

19:56 Uhr

Ex-Weltmeisterin im Kugelstoßen scheitert deutlich in Tokio

Aus der Traum von Tokio für Ex-Weltmeisterin im Kugelstoßen Schwanitz.

Aus der Traum von Tokio für Ex-Weltmeisterin im Kugelstoßen Schwanitz.

(Foto: imago/Newspix)

Die frühere Weltmeisterin Christina Schwanitz hat bei den Olympischen Spielen in Tokio das Finale im Kugelstoßen deutlich verpasst. Die 35-Jährige vom LV 90 Erzgebirge kam in der Qualifikation zum Auftakt der Leichtathletik-Wettbewerbe mit 18,08 Metern nur auf Rang acht in ihrer Gruppe. Damit ist Schwanitz nicht beim Medaillenkampf am Sonntag dabei. Sie blieb deutlich hinter ihrer Saisonbestweite von 19,11 Meter zurück.

Die Europameisterin von 2014 und 2016 und WM-Dritte von 2019 konnte bei ihren drei vorherigen Olympia-Teilnahmen keine Medaillen erkämpfen und hatte mindestens Platz acht in Japan angestrebt. Schwanitz-Clubkollegin Katharina Maisch schied mit 17,89 Metern ebenfalls aus. Dafür kam Sara Gambetta (Halle/Saale) mit 18,57 Meter als Gesamtzwölfte gerade noch ins Finale.

19:10 Uhr

Rios langsamste Mittelstrecklerin ist langsamste Sprinterin von Tokio

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Noch ist unklar, welche Pläne Houleye Ba für Paris 2024 hat.

(Foto: REUTERS)

Houleye Ba blickte noch einmal durch das riesige Olympiastadion, dann verschwand sie in den Katakomben. Damit endete auch das zweite olympische Abenteuer der Mauretanierin, und es endete wie das erste. Oder vielmehr fast: Die langsamste Mittelstrecklerin von Rio war nämlich diesmal die langsamste Sprinterin von Tokio. Bis 2008 durften die 100-m-Läuferinnen aus den "kleinen Nationen" direkt in der ersten Runde antreten und gegen die Topstars laufen. Seit London 2012 sind sie in einer Vorqualifikation unter sich, müssen es sich erst hart erkämpfen, gemeinsam mit einer Shelly-Ann Fraser-Pryce an den Start gehen zu dürfen.

Für Regine Tugade-Watson aus Guam, Amed Elna von den Komoren oder natürlich auch Ba, die wackeren Japan-Reisenden von den Rändern der großen Sportwelt, ist der Einzug in die erste Runde nahezu unmöglich. Ba wurde Letzte, ihre 15,26 Sekunden - rund viereinhalb Sekunden langsamer als die Besten der Welt - wurden als persönliche Bestleistung geführt. Wohl auch mangels Vergleichswert.

Fünf Jahre zuvor war Ba, bemerkenswert genug, noch über 800 m angetreten - eigentlich zwei Strecken, die sich gegenseitig ausschließen. Damals aber durfte Ba im Vorlauf mit oder besser gesagt: hinter den Besten der Welt antreten, kam 44 Sekunden nach der späteren Olympiasiegerin Caster Semenya ins Ziel. Man darf gespannt sein, was sich Ba für Paris 2024 überlegt.

18:19 Uhr

Nach Crash: Hamilton toppt Verstappen bei F1-Training in Ungarn

Valtteri Bottas hat beim Training zum Großen Preis von Ungarn die Tagesbestzeit aufgestellt. Der 31 Jahre alte Finne verwies im schnelleren zweiten Durchgang bei über 30 Grad und Sonnenschein Lewis Hamilton auf den zweiten Platz. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister war im Mercedes allerdings nur 27 Tausendstelsekunden langsamer als Bottas. Dritter wurde WM-Spitzenreiter Max Verstappen im Red Bull.

Dem 23 Jahre alten Niederländer fehlten nach seiner Bestzeit im ersten Freien Training knapp drei Zehntelsekunden auf Bottas. Von seinem Crash zuletzt im Rennen in Silverstone zeigte sich Verstappen insgesamt aber bestens erholt. Im WM-Klassement hat er vor dem Rennen in Ungarn an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky) acht Punkte Vorsprung auf den 36 Jahre alten Hamilton. Sebastian Vettel (34) wurde im zweiten Training Achter im Aston Martin, Mick Schumacher (22) kam im Haas auf Rang 18.

17:58 Uhr

"Nur" Bronze: Judo-Gigant verpasst Gold-Hattrick

Der französische Judoka Teddy Riner hat auch bei seiner vierten Olympia-Teilnahme eine Medaille gewonnen. Der 32-Jährige besiegte in einem der Bronze-Kämpfe der Gewichtsklasse über 100 Kilogramm den Japaner Hisayoshi Harasawa. Nach seinem Aus im Viertelfinale war der über zwei Meter große Schwergewichtler über die Hoffnungsrunde noch in eines der kleinen Finals eingezogen. 2008 in Peking hatte Riner ebenfalls Bronze gewonnen, bei den Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro jeweils Gold.

Rekord-Olympiasieger bei den Männern ist nach wie vor der Japaner Tadahiro Nomura, der zwischen 1996 und 2004 dreimal Gold erkämpfte. In der Liste der männlichen Judoka mit den meisten Olympia-Medaillen liegt Riner nun mit Angelo Parisi, der zwischen 1972 und 1984 vier Edelmetalle für Großbritannien und Frankreich gewann, an der Spitze.

17:10 Uhr

BVB-Neuzugänge trällern ihr Aufnahmeritual

Wer neu zum BVB kommt, der muss zum Einstand ein Lied zum Besten geben, natürlich vor versammelter Mannschaft. Auch Neuzugänge Gregor Kobel und Donyell Malen mussten trällern - einer der beiden begeistert seine neuen Kollegen dabei besonders.

16:37 Uhr

Deutsche Hockey-Männer besiegen Erzrivalen

Die deutschen Hockey-Herren freuen sich über den verdienten Sieg.

Die deutschen Hockey-Herren freuen sich über den verdienten Sieg.

(Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)

Die deutschen Hockey-Männer haben die Gruppenphase bei den Olympischen Spielen mit einem eindrucksvollen Prestigesieg gegen den Erzrivalen Niederlande beendet. Die bereits zuvor für das Viertelfinale qualifizierte Mannschaft von Bundestrainer Kais al Saadi gewann gegen den Vize-Weltmeister mit 3:1 (1:0).

Die DHB-Auswahl war schon vor dem Anpfiff dank Schützenhilfe vom ganz großen Druck befreit worden. Das 4:4 zwischen Südafrika und Kanada sicherte dem Team um Kapitän Tobias Hauke einen der ersten vier Plätze der Vorrundengruppe B. Die abschließende Platzierung sowie der Gegner in der Runde der letzten Acht stand erst nach dem finalen Spiel der Gruppe B zwischen Belgien und Großbritannien fest. Bislang gleicht das Turnier des Olympiasiegers von 2008 und 2012 einer Achterbahnfahrt. Dem 7:1 zum Auftakt gegen Kanada folgte eine 1:3-Niederlage gegen Weltmeister Belgien, dem 5:1 gegen den zweimaligen Olympiasieger Großbritannien ein 3:4 gegen Südafrika. Nun gewann das deutsche Team die Neuauflage des Finals der letzten EM.

15:56 Uhr

Martas Goldmedaillen-Traum platzt im Elfmeter-Krimi

Kanada ist nach einem Elfmeter-Krimi als erstes Team ins Halbfinale des olympischen Frauenfußball-Turniers eingezogen. Der Olympiadritte von 2016 setzte sich nach 120 torlosen Minuten mit einem 4:3 vom Punkt durch und ließ die Medaillenträume der Auswahl um Superstar Marta platzen.

Die Kanadierinnen, für die Torhüterin Stephanie Labbe mit zwei gehaltenen Elfmetern zur Heldin wurde, treffen im Kampf um das Endspiel am Montag auf den Sieger der Neuauflage des WM-Finales zwischen den USA und Europameister Niederlande (13.00 Uhr). Die deutsche Auswahl hatte nach Gold in Rio 2016 die Qualifikation für Tokio durch das Viertelfinal-Aus bei der WM 2019 verpasst.

15:22 Uhr

Die Highlights aus Zverevs Sieg über Djokovic im Video

Erst fliegt der Schläger, dann der "Djoker". In einem irren Match schlägt Alexander Zverev den Weltranglistenersten Novak Djokovic im olympischen Tennis-Turnier der Herren. Der favorisierte Serbe sieht schon wie der klare Sieger aus, doch Zverev kommt stark zurück - und steht nun im Finale.

14:40 Uhr

Van Dijks emotionale Rückkehr endet mit Pleite gegen Hertha

Nach seinem Comeback nach 285-tägiger Verletzungspause hat sich Abwehrstar Virgil van Dijk mit emotionalen Worten für die große Unterstützung bedankt. "Ich fühle mich gesegnet, dass ich von so vielen großartigen Menschen begleitet werde", schrieb der Abwehrchef des FC Liverpool, nachdem er beim 3:4 (2:2) gegen den Bundesligisten Hertha BSC sein Comeback nach einer schweren Knieverletzung gegeben hatte.

Der Niederländer, der weite Teile der vergangenen Saison und auch die EM im Sommer verpasst hatte, bedankte sich bei dem Arzt, der das verletzte Knie operiert hatte, bei Physios, Trainern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und natürlich bei "meinen Teamkollegen, die mir Energie geben und mir helfen, positiv zu bleiben", schrieb van Dijk: "Bei den Fans für ihre Liebe, Unterstützung und Ermutigung - und am allermeisten: Bei meiner Familie, denn ohne sie wäre ich nichts." Als er im Test gegen die Hertha in der 69. Minute eingewechselt wurde, feierten ihn die Fans im Stadion in Innsbruck mit Sprechchören. "Die Arbeit endet nicht hier und jetzt. Sie geht gerade erst los, und wir machen weiter," schrieb van Dijk.

13:59 Uhr

So viel soll Alaba bei Real Madrid verdienen

Real Madrid wird dem vom FC Bayern München abgeworbenen Abwehrspieler David Alaba offenbar eine Riesengage auszahlen. Laut dem ausformulierten Entwurf des Fünfjahresvertrages zwischen Verein und dem Fußballer, der dem "Spiegel" vorliegen soll, verdiene Alaba bei dem spanischen Rekordmeister bis zum Ende der Spielzeit 2025/26 mindestens 115 Millionen Euro brutto.

Allein für seine Unterschrift garantiert der Klub dem österreichischen Nationalspieler demnach ein Handgeld in Höhe von 17,7 Millionen Euro. Zudem soll Alaba pro Saison ein durchschnittliches Festgehalt von 19,47 Millionen Euro kassieren. Sollte Alaba den Vertrag einseitig kündigen, so heißt es in dem Papier, müsse er Real Madrid eine Entschädigung von 850 Millionen Euro zahlen. David Alaba, seine Eltern, der Berater Pinhas Zahavi sowie Real Madrid sollen sich auf eine "Spiegel"-Anfrage nicht geäußert haben.

13:24 Uhr

Verstappen meldet sich nach Crash mit Bestzeit zurück

Hofft nach seinem Crash auf einen Sieg in Ungarn: Max Verstappen kehrt mit Trainingsbestzeit zurück.

Hofft nach seinem Crash auf einen Sieg in Ungarn: Max Verstappen kehrt mit Trainingsbestzeit zurück.

(Foto: picture alliance/empics/Tim Goode)

Max Verstappen hat nach seinem heftigen Crash mit Lewis Hamilton in Silverstone mit einer Trainingsbestzeit überzeugt. Der WM-Spitzenreiter der Formel 1 fuhr im ersten freien Training zum Großen Preis von Ungarn in 1:17,555 Minuten die schnellste Runde, der Red-Bull-Pilot aus den Niederlanden war damit aber nur knapp schneller als die beiden Mercedes-Piloten Valtteri Bottas und Hamilton.

Der Finne Bottas hatte bei Temperaturen von mehr als 30 Grad einen Rückstand von 0,061 Sekunden, Rekordweltmeister Hamilton (England) lag 0,167 Sekunden hinter Verstappen. Der Heppenheimer Sebastian Vettel wurde im Aston Martin zum Auftakt nur 13. (+1,434), Haas-Pilot Mick Schumacher belegte den 17. Platz (+2,828).

In der WM beträgt Verstappens Vorsprung auf Rekord-Champion Hamilton nach dem Unfall in Großbritannien nur noch acht Punkte. Für Hamilton geht es am Sonntag um den neunten Sieg auf dem Hungaroring, womit er den alleinigen Rekord für die meisten Erfolge auf einer Strecke aufstellen würde. Außerdem würde er bei einem Triumph rund 20 Kilometer vor den Toren Budapests auch die historische Schallmauer von 100 Siegen in der Königsklasse durchbrechen.

12:41 Uhr

Doch nicht Bayern: Gladbach schnappt sich wohl Herthas Toptalent

Das 18 Jahre alte Linksverteidiger-Talent Luca Netz von Hertha BSC steht offenbar vor einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Wie "Bild" berichtet, bahnt sich der durchaus überraschende Transfer innerhalb der Fußball-Bundesliga an. Der Youngster stand beim 4:3-Testspielerfolg von Hertha BSC gegen den FC Liverpool am Donnerstag schon nicht mehr im Kader von Trainer Pál Dárdai.

Dem Blatt zufolge legt Gladbach für den 21-fachen U17-Nationalspieler vier Millionen Euro hin. Darüber hinaus erhalten die Berliner eine Beteiligung an möglichen zukünftigen Transfers. Schon seit mehreren Wochen sollen Verhandlungen zwischen beiden Klubs laufen, heißt es. Luca Netz erhofft sich demnach durch den Wechsel zu den Fohlen mehr Chancen auf Einsätze. In der jüngeren Vergangenheit war der gebürtige Berliner bereits mit einem Wechsel zum deutschen Rekordmeister FC Bayern in Verbindung gebracht worden. Im zurückliegenden Winter wurde den Münchnern Interesse nachgesagt, letztlich holte man für die linke Seite jedoch den Engländer Omar Richards vom FC Reading.

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12:19 Uhr

Bronze-Gewinnerin tritt mit Bänderverletzung erneut an

Judoka Anna-Maria Wagner hat ihre Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio mit einer Bänderverletzung gewonnen, geht aber trotzdem von einem Einsatz im Mixed-Team-Wettbewerb an diesem Samstag (04.00 Uhr) aus. Wie die 25-Jährige am Freitag berichtete, hat sie sich im verlorenen Halbfinal-Kampf am Vortag zwei Bänder im rechten Ellenbogen verletzt. "Da wird nicht alles so krass durch sein, dass ich eine Operation haben muss. Aber klar ist, da muss eine Pause rein. Die gönne ich mir nach den Olympischen Spielen", sagte die Ravensburgerin.

Im Halbfinale war die Weltmeisterin in der Klasse bis 78 Kilogramm von der späteren Olympiasiegerin Shori Hamada gehebelt worden und hatte dabei die Verletzung erlitten. "Der Arm hat höllisch wehgetan", gab sie zu. Anschließend habe sie sich kurz zur Behandlung zurückgezogen und ein paar Tränen weggewischt.

11:38 Uhr

Tennis-Rüpel Kyrgios provoziert Gegner

Der Australier Nick Kyrgios, der Bad Boy der Tennis-Szene, ist bekannt für unorthodoxe Variationen und Aufschläge in seinen Spielen. Jüngstes Opfer seiner Tricks auf dem Platz war der Südafrikaner Kevin Anderson. Beim ATP-Tour-250-Hartplatzturnier in Atlanta überraschte der 26-jährige Kyrgios seinen Gegner mit einem Aufschlag von unten - durch seine Beine - dem sogenannten Tweener-Service.

Im Anschluss zeigte der australische Tennis-Rüpel dann noch einen normalen Tweener. Der Südafrikaner Anderson fand keinen Weg, mit den Spielchen von Kyrgios umzugehen und unterlag diesem dann auch in Folge mit 7:6 und 6:3. Obwohl Kyrgios schon in der Vergangenheit durch Provokationen und Pöbeleien auf und neben dem Platz negativ aufgefallen ist, wird er in seiner Heimat Australien gerade für seine Ausraster und Emotionen von den Tennis-Fans verehrt.

11:02 Uhr

Nach Sturz-Festival: Gold-Favorit verlässt BMX-Kurs auf der Trage

Die BMX-Rennen der Olympischen Spiele in Tokio sind spektakulär, irre schnell - und gefährlich. Ein schwerer Sturz von US-Gold-Hoffnung Connor Fields zeigt, dass selbst die Elite nicht immer sicher ankommt. Auch die Frauenrennen werden von Stürzen überschattet.

10:34 Uhr

1000 Setzlinge nach Waldbrand: Özil beteiligt sich an Spendenaktion

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil will nach den verheerenden Waldbränden in der türkischen Region Antalya 1000 Setzlinge für das betroffene Gebiet spenden. Das twitterte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul und folgte damit auf mehrere seiner Teamkollegen.

Zwischen Mittwoch und Donnerstag seien insgesamt 41 Waldbrände an der türkischen Mittelmeerküste ausgebrochen. Drei Menschen seien dabei getötet und 122 verletzt worden. Ein Großteil der Waldbrände sei aber mittlerweile gelöscht. Gestartet hatte die Spendenaktion Mittelfeldspieler Mert Hakan Yandas, der Mitspieler Irfan Can Kahveci verlinkte. Daraus entstand eine Kette unter den Mannschaftskollegen, von denen jeder 1000 Setzlinge spenden will. Özil steht seit Anfang des Jahres bei Fenerbahce unter Vertrag.

09:53 Uhr

Ammar Riad Abduljabbar chancenlos im Ring - Boxer bleiben ohne Medaille

Schwergewichtsboxer Ammar Riad Abduljabbar aus Hamburg hat bei den Olympischen Spielen in Tokio eine Medaille durch eine Niederlage im Viertelfinale verpasst. In der Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm unterlag der 25-Jährige dem Welt- und Europameister Muslim Gadschimagomedow vom Russischen Olympischen Komitee. Die Kampfrichter werteten den Kampf mit 0:5 gegen den aus dem Irak nach Deutschland eingewanderten Hamburger.

Von den drei Deutschen war es nur Abduljabbar gelungen, seinen ersten Kampf zu gewinnen. Federgewichts-Boxer Hamsat Shadalov war in der ersten Runde nach einem knappen 2:3 ausgeschieden, auch Nadine Apetz musste sich im Weltergewicht mit 2:3 geschlagen geben.

09:09 Uhr

Nach Horror-Sturz: BMX-Star bei Bewusstsein

Nach dem schweren Sturz von Rio-Olympiasieger Connor Fields im BMX-Finale in Tokio hat das US-Team leichte Entwarnung gegeben. "Wir können bestätigen, dass Connor Fields wach ist und auf weitere medizinische Untersuchungen wartet. Wir werden weitere Updates veröffentlichen, sobald sie verfügbar sind", wird der Team-Arzt auf der offiziellen Olympia-Webseite zitiert.

Fields hatte im letzten Halbfinal-Lauf nach einem Sprung die Kontrolle verloren und war mit dem Kopf voran auf den Boden gekracht (siehe Meldung von 05:53 Uhr). Auch bei den Frauen wurde die Medaillen-Entscheidung von einem schweren Unfall begleitet. Die Australierin Saya Sakakibara war im Halbfinale schwer gestürzt. Zunächst habe die 21-Jährige Anzeichen einer "leichten Gehirnerschütterung" aufgewiesen, nach 30 Minuten habe sie sich aber "vollständig erholt", twitterte das australische Team.

08:44 Uhr

"Sehr unzufrieden": Ovtcharov darf nicht in Olympia-Halle trainieren

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Für Ovtcharov geht es um die zweite Einzel-Medaille bei Olympia.

(Foto: imago images/Xinhua)

Keine optimale Vorbereitung auf das Match um Bronze: Der deutsche Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov kann vor seinem Spiel gegen Lin Yun-Ju aus Taiwan (13 Uhr/MESZ) nicht in der Olympia-Halle trainieren. Wie der Deutsche Tischtennis-Bund mitteilte, habe das Organisationskomitee für den Zeitraum vor den angesetzten Partien "weder Sicherheitspersonal noch Volunteers eingeplant" und könne "dies kurzfristig auch nicht einrichten". Daher sei ein Training für die drei Nationen, die am Spiel um Platz drei und am Finale beteiligt sind, nur im eine Autostunde entfernten Nakano City General Gymnasium möglich.

  • "Wir und auch die Chinesen sind sehr unzufrieden mit dieser Situation", sagte DTTB-Sportdirektor Richard Prause. "Das ist nicht nachzuvollziehen und reichlich irritierend. Unser Trainer-Team hat alle Olympischen Spiele seit 1988 mitgemacht. Eine Hallenschließung hat es noch nie gegeben."
  • Neben der Fahrstrecke bemängelte der Verband auch, dass in der anderen Halle nicht die gleichen Tische stehen wie im Tokyo Metropolitan Gymnasium. Daher man umgeplant. Ovtcharov werde am Morgen nicht trainieren, sondern früher als ursprünglich geplant in die Hauptspielhalle fahren.
  • Der 32 Jahre alte Ovtcharov kämpft um seine zweite Einzelmedaille bei Olympischen Spielen nach Bronze 2012 in London.
08:13 Uhr

Deutsche Sportschützen weiter ohne Medaille: Auch Vennekamp zielt vorbei

Sportschützin Doreen Vennekamp (Hüttengesäß) hat bei den Olympischen Spielen in Tokio knapp an einer Medaille vorbeigezielt. Die Sportsoldatin belegte im Sportpistolen-Finale mit 14 Punkten den siebten Platz. Gold sicherte sich die russische Luftpistolen-Olympiasiegerin Witalina Bazaraschkina, die sich im Stechen gegen die Südkoreanerin Kim Minjung durchsetzte (beide 38 Punkte). Bronze ging an Xiao Jiaruixuan aus China (29). Vennekamp, WM-Dritte von 2018, startete mit vier Treffern in der ersten Serie gut und lag früh in Führung, zielte in der Folge aber weniger präzise, geriet ins Hintertreffen und schied vorzeitig aus.

Vennekamp war nach einer herausragenden Leistung im zweiten Halbprogramm der Qualifikation ins Finale der besten Acht einzogen. Nach einem mäßigen Präzisionsschießen am Donnerstag (287 Ringe) schob sich die 26-Jährige mit einer nahezu perfekten Leistung im Duellschießen (299) auf Rang vier vor. Monika Karsch aus Regensburg, Silbermedaillengewinnerin von Rio, war als 20. der Qualifikation (580 Ringe) vorzeitig gescheitert.

Bislang sind die deutschen Sportschützen in Japan leer ausgegangen. Die größten Medaillenhoffnungen ruhen auf Rio-Olympiasieger Christian Reitz. Der Regensburger peilt zum Abschluss der Schützenwettbewerbe am kommenden Montag in seiner Paradedisziplin mit der Schnellfeuerpistole Edelmetall an.

07:49 Uhr

Deutsche Sprinterinnen souverän im 100-Meter-Halbfinale: Ivorerin Ta Lou mit Bestmarke

Die weltbesten Sprinterinnen haben schon im olympischen 100-m-Vorlauf von Tokio mit absoluten Spitzenzeiten geglänzt, auch das deutsche Duo Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto zog souverän ins Halbfinale ein. Schnellste war die Ivorerin Marie-Josee Ta Lou, die bei leichtem Gegenwind in 10,78 Sekunden den Afrika-Rekord ihrer Landsfrau Murielle Ahoure einstellte.

Auch die jamaikanischen Topfavoritinnen überzeugten: Elaine Thompson-Herah, Olympiasiegerin von 2016, war in 10,82 Sekunden Zweitschnellste, Shelly-Ann Fraser-Pryce, die 2008 und 2012 Gold geholt hatte, in 10,84 kaum langsamer.

Die deutsche Meisterin Burghardt (Burghausen) gewann ihren Lauf in guten 11,08 Sekunden, zuvor hatte sich Pinto (Paderborn) in 11,16 als Dritte ihres Laufs für das Semifinale am Samstag (12.15 Uhr MESZ/Finale um 14.50 Uhr MESZ) qualifiziert.

07:21 Uhr

WM-Gastgeber Katar verpasst Finale bei nordamerikanischen Meisterschaften

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WM-Gastgeber Katar tingelt aktuell durch die Weltgeschichte. Beim Gold-Cup überraschen sie.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die Fußball-Nationalmannschaft der USA hat beim Gold Cup im eigenen Land das Finale erreicht und spielt nun mal wieder gegen Rekordsieger Mexiko um den Titel. Das US-Team gewann im texanischen Austin gegen den Gaststarter und nächsten WM-Ausrichter Katar glanzlos mit 1:0 (0:0). Im zweiten Halbfinale setzte Mexiko sich anschließend in Houston mit 2:1 (1:0) gegen Kanada durch.

In der Nacht auf Montag deutscher Zeit kommt es in Paradise/Nevada nun zur Neuauflage des Endspiels von 2019, das Mexiko gewonnen hatte (1:0). El Tri spielt bereits um den 12. Titel, die USA können die Kontinentalmeisterschaft von Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik zum siebten Mal gewinnen.

Das direkte Finalduell der beiden erfolgreichsten Teilnehmer ist der Klassiker des Gold Cups: Seit 1991 wird das Turnier unter diesem Namen ausgetragen, bereits sechsmal trafen Mexiko und die USA seither im letzten Spiel aufeinander. Der eingewechselte Gyasi Zardes (86.) entschied das Spiel spät für die vom früheren Bundesligaprofi Gregg Berhalter trainierten US-Amerikaner. Zuvor hatte Hassan Al-Haidous einen Foulelfmeter für Katar verschossen (61.).

Auch in Houston geschah entscheidendes vom Punkt: Mexiko ging durch einen Foulelfmeter von Orbelin Pineda (45.+2) in Führung, in der zweiten Hälfte vergab Teamkollege Carlos Salcedo einen solchen (66.). Tajon Buchanan (57.) glich für Kanada aus, Hector Herrera (90.+9) traf in der schier endlos langen Nachspielzeit aber doch noch zum Favoritensieg.

06:39 Uhr

Deutschlands Hochsprung-Hoffnung scheitert in der Qualifikation

Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko möchte wieder den "alten Matze" finden. Nach seinem Aus in der Qualifikation der Olympischen Spiele in Tokio will der 29-Jährige vom TSV Bayer 04 voll gesund wieder angreifen. "Ich bin jetzt richtig motiviert", sagte Przybylko nach seinem besten Sprung über 2,21 Meter, der für das Finale aber nicht reichte. Er hoffe, "dass ich wieder der alte Matze" werde. Er wolle "nun richtig ackern, dann wird das schon".

Przybylko ging mit großer Anspannung in den Wettbewerb. "Ich war richtig nervös", räumte der EM-Champion von Berlin 2018 ein und verwies auf seine schwierige Saison mit einer Fußverletzung. Auch durch Corona sei er "vier bis fünf Wochen raus" gewesen. "Mir hat in diesem Jahr einfach die Routine gefehlt", befand Przybylko, der 2016 in Rio de Janeiro mit 2,22 Metern das Finale verpasst hatte.

"Im Anlauf hat es mega gefehlt, dass ich nicht durchlaufen konnte", benannte Przybylko sein großes Problem. 2024 bei Olympia in Paris will er wieder dabei sein und dann auch ins Finale kommen. "Der Fuß hält, ich bin gesund und ich weiß, dass da jetzt wirklich was geht."

06:20 Uhr

Straußenfleisch als Doping? Gold-Judoka schwört auf exotische Vogelart

Japans Küche ist berühmt für frischen Fisch, Reis, Gemüse und andere gesunde Köstlichkeiten, doch Judo-Ass Shori Hamada nennt als Quelle für ihre Kraft eine exotische Vogelart: den afrikanischen Strauß. "Dank ihres Verzehrs von Straußenfleisch hat sie die Goldmedaille gewonnen", zitierte der japanische Fernsehsender NHK am Freitag eine Botschaft ihres Bruders, nachdem Hamada bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm gewonnen hatte.

Seit vergangenem Jahr habe sie in einem Geschäft ihrer Heimatstadt Kirishima auf der südlichen Hauptinsel Kyushu häufig Fleisch von Straußen gekauft, die dort gezüchtet werden. Der Besitzer des Ladens, der die Kämpfe seiner Kundin im Fernsehen verfolgte, freute sich denn auch mächtig über ihren Sieg.

05:54 Uhr

Schwere Stürze überschatten olympisches BMX-Rennen

Zwei schwere Stürze haben die BMX-Rennen bei den Olympischen Spielen in Tokio überschattet. In den Halbfinal-Läufen am Freitag verletzten sich Rio-Olympiasieger Connor Fields aus den USA und die Australierin Saya Sakakibara offenbar schwerer, beide mussten mit einer Trage weggebracht werden.

Fields, der zu den Stars der Szene gehört, kam in seinem dritten Halbfinal-Lauf im Ariake Urban Sports Park kurz nach dem Start zu Fall. Der Franzose Sylvain André und Twan van Gendt aus den Niederlanden konnten nicht mehr ausweichen und krachten in Fields hinein. Zum Finale trat der 28 Jahre alte Fields nicht mehr an. Den Olympiasieg sicherte sich der Niederländer Niek Kimmann, der vor einigen Tagen beim Training heftig mit einem Streckenposten kollidiert war.

Bei Sakakibara kam es im Zweikampf an der Spitze mit der Amerikanerin Alise Willoughby zum Sturz. Willoughby konnte noch weiterfahren, verpasste aber den Einzug ins Finale. Dort triumphierte die Britin Bethany Shriever.

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