mit Torben SiemerBergisel bekommt Flutlicht - Tournee für Frauen rückt näher
Auf dem Weg zu einer Vierschanzentournee der Frauen scheint eine weitere Hürde aus dem Weg geräumt. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) und Vertreter aus der Politik besiegelten während des Bergisel-Springens der Männer in Innsbruck einen Vertrag über den Bau einer Flutlichtanlage an der altehrwürdigen Olympiaschanze von 1976. Für das Projekt sind 4,8 Millionen Euro an Kosten veranschlagt.
"Damit ist der Grundstein gelegt, um im kommenden Jubiläumsjahr der Vierschanzentournee erstmals auch die Damen in das Programm aufzunehmen", sagte FIS-Renndirektor Sandro Pertile: "Wir werden uns zeitnah nach den Olympischen Spielen mit den beiden Verbänden, den vier Austragungsorten sowie allen weiteren Stakeholdern zusammensetzen, um alle Details und die dafür notwendigen Reglement-Anpassungen zu klären."
Das fehlende Flutlicht am Bergisel hatte in den vergangenen Jahren schon allein bei den Männern beständig für Terminprobleme gesorgt. Aufgrund der Lichtverhältnisse kann im Januar nur bis ungefähr 16 Uhr gesprungen werden. Wenn der Wettkampf aufgrund des notorischen Föhnwindes unterbrochen werden musste, wurde es regelmäßig knapp im Zeitplan - in diesen müssen künftig auch die Frauen integriert werden.
Musiala wollte im Dezember schon wieder spielen, aber ...
Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala rechnet mit seinem Comeback für den FC Bayern "in den kommenden Wochen". Dies sagte der 22-Jährige beim Neujahrsbesuch des Fanclubs Red Bull Taubenbach nahe der deutsch-österreichischen Grenze. Das Testspiel der Münchner am Dienstag in Salzburg (15 Uhr/fcbayern.tv) komme für ihn zu früh, ergänzte er vor rund 1000 Anhängern in Simbach am Inn.
Trainer Vincent Kompany hofft, Musiala Ende Januar erste Einsatzminuten geben zu können. Ginge es nach Musiala selbst, hätte er bereits wieder in einem Spiel auf dem Platz gestanden. "Es ist nicht nur meine Entscheidung. Wäre es meine Entscheidung, hätte ich letzten Monat schon gespielt. Wir gucken einfach, dass ich gut reinkomme und nicht Angst habe."
Musiala war nach seiner scheren Verletzung (Wagenbeinbruch, Sprunggelenksluxation), die er Anfang Juli im Viertelfinale der Klub-WM gegen Paris Saint-Germain (0:2) erlitten hatte, kurz vor Weihnachten ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. "Ich habe jetzt viel trainiert, es läuft echt gut. Aber wir wollen jetzt auch nicht zu früh rein kommen. Wir gucken von Training zu Training", sagte er.
Neuer 96-Sportchef warnt Hannover-Fans: "Man muss aufpassen"
Mit dem Namen Jörg Schmadtke verbinden sie in Hannover rauschende Europapokal-Nächte. Gemeinsam mit Trainer Mirko Slomka führte Schmadtke die Niedersachsen 2011/12 und 2012/13 zweimal in die Europa League. Kein Wunder, dass die Euphorie unter den 96-Fans groß ist, seitdem der Fußball-Zweitligist Schmadtke an Heiligabend als neuen Geschäftsführer Sport und damit als Nachfolger des zu RB Salzburg gewechselten Marcus Mann vorgestellt hat.
Doch Schmadtke sieht sich in seiner zweiten Amtszeit in Hannover nicht als Heilsbringer. "Man muss mit dem Blick auf die Vergangenheit auch aufpassen. Das weckt manchmal auch falsche Erwartungen", sagte Schmadtke in einer Medienrunde im Trainingslager im türkischen Belek. "Es ist eine neue Zeitrechnung: Damals war es Erste Liga, jetzt ist es Zweite Liga, auch wenn wir eine Idee haben, wie wir vielleicht auf Sicht wieder Erstligist werden."
Eigentlich hatte sich Schmadtke nach seiner Zeit beim VfL Wolfsburg und einem kurzen Intermezzo beim FC Liverpool bereits in den Ruhestand verabschiedet. Zeit mit der Familie und viele Reisen statt Fußball standen im Mittelpunkt. Doch zuletzt schien es dem 61-Jährigen doch etwas langweilig geworden zu sein, weshalb er sich für eine Rückkehr nach Hannover entschied.
Historischer Erfolg: Ski-Sensation gewinnt tierische Wette mit ihren Eltern
Gibt's für diesen Coup eine tierische Belohnung? Skirennfahrerin Noa Szollos hat im Slalom von Kranjska Gora die ersten alpinen Weltcup-Punkte der Historie für Israel geholt. "Unglaublich stolz" sei sie, sagte die 22-Jährige - und berichtete dann von einer kuriosen Wette.
Mit ihren Eltern habe sie schon vor mehreren Jahren vereinbart, dass sie eine Katze bekomme, sollte sie ihre ersten Weltcup-Zähler sammeln. "Mein Papa mag Katzen eigentlich gar nicht, aber ich liebe sie", sagte Szollos dem ZDF.
Mit Startnummer 70 war sie beim Sieg der Schweizer Weltmeisterin Camille Rast auf Platz 28 vorgefahren. Auch ihre Brüder Benjamin und Barnabas Szollos fahren professionell Ski, Barnabas war als 34. im Super-G von Cortina d'Ampezzo 2023 schon mal nah an den ersten Weltcup-Punkten für Israel dran. Dass sie nun die Erste sei, sei "schon ganz, ganz speziell", sagte Noa Szollos nach ihrem historischen Auftritt beim Event in Slowenien.
Manuel Neuer spricht über Karriereende
Manuel Neuer will mit der Entscheidung über seine sportliche Zukunft noch eine Weile warten. Er stehe einer Vertragsverlängerung "positiv" gegenüber, sagte der Torhüter und Kapitän des FC Bayern beim Besuch des Fanclubs Emertsham im Landkreis Traunstein. Er wolle aber noch sehen, "wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln". Ende März, Anfang April werde er "final entscheiden".
Der 39-Jährige ist zudem "zuversichtlich", beim Wiederbeginn der Bundesliga am kommenden Wochenende wieder im Tor zu stehen. Mitte Dezember hatte er beim 2:2 im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel erlitten. Die Münchner spielen am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den VfL Wolfsburg.
Borussia Dortmund muss in Spanien kurzfristig umziehen
Der Dauerregen in Marbella hat Borussia Dortmund zum Wechsel des Trainingsplatzes gezwungen. Anstatt des exklusiv gebuchten Banús Football Centers wich der BVB-Tross am Sonntagvormittag ins größere Marbella Football Center aus, wo die Bedingungen für den Staff und die Fans beim stundenlangen strömenden Regen deutlich angenehmer waren.
"Wir wollten gute Bedingungen haben. Sonne tut auch gut fürs Gemüt", hatte Kovac noch am Freitag bei der Ankunft in Andalusien gesagt. Stattdessen regnete es vor allem heute bei milden 14 Grad Celsius durch. Dennoch waren die Trainingsbedingungen besser als in Dortmund, wo es am Sonntag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schneite.
Luke Littler macht private Nachricht von Bayern-Star öffentlich
Die Erfolgsgeschichte von Darts-Weltmeister Luke Littler ist auch bei den Fußballern des FC Bayern München Thema. Der 18 Jahre alte Engländer erzählte am Abend nach seinem 7:1-Finalsieg über Gian van Veen (Niederlande), dass er in der jüngeren Vergangenheit von einem Shootingstar des deutschen Rekordmeisters kontaktiert wurde.
"Der Spieler von Bayern München - ich weiß nicht, wie sein Vorname ist - Karl, Lennart Karl hat mir in der dritten oder vierten Runde geschrieben. Er schrieb so etwas wie: Mach genauso weiter. Seither folge ich ihm", sagte Littler in einem Interview bei Sport1.
Als Experte Max Hopp daraufhin fragte, ob er dem 17 Jahre jungen Offensivspieler Karl zu einem Wechsel zu Manchester United geraten habe, antwortete Littler scherzhaft: "Wenn er will, kann er uns helfen. Danke - und bring Harry Kane gleich mit!" Der junge Darts-Dominator ist großer Fan der Red Devils.
Skandal-Springer steigt aus Vierschanzentournee aus
Der formschwache Skisprung-Weltmeister Marius Lindvik ist vorzeitig aus der Vierschanzentournee ausgestiegen. Der Norweger, einer der Protagonisten des WM-Skandals im März, hatte gestern als 51. der Qualifikation das Bergiselspringen in Innsbruck verpasst. Für ihn rückt in Bischofshofen Benjamin Östvold ins Team.
Für Olympiasieger Lindvik setzt sich somit die Serie unglücklicher Tourneen fort: 2019/20 und 2021/22 hatte er jeweils als Zweiter knapp den Gesamtsieg verpasst, 2020/21 stieg er als Mitfavorit wegen Zahnschmerzen nach dem Auftakt in Oberstdorf aus.
Bei der Heim-WM in Trondheim hatte es im Frühjahr rund um Lindvik einen Skandal gegeben. Der Norweger hatte zunächst Gold von der Normalschanze vor Andreas Wellinger gewonnen. Eine Woche später wurden er und weitere Teamkollegen nach der Entscheidung von der Großschanze disqualifiziert, da durch ein geheim aufgenommenes Video Manipulationen an seinem Anzug nachgewiesen worden waren. Lindvik beteuert bis heute, nicht von den Manipulationen gewusst zu haben.
Weil er Männer für Geld hauen will: Box-Star kündigt x-tes Comeback an
Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury hat nur ein Jahr nach seinem Rücktritt ein erneutes Comeback im Boxen angekündigt. "2026 ist das Jahr. Return of the Mac. Ich war eine Weile weg, aber jetzt bin ich zurück", schrieb der 37 Jahre alte Brite bei Instagram. Zur Begründung fügte er hinzu: "Es gibt nichts Besseres, als Männern ins Gesicht zu schlagen und dafür bezahlt zu werden."
Fury hatte sein Karriereende schon mehrfach erklärt. Nach seinem Sieg gegen Wladimir Klitschko im November 2015 dauerte es sogar mehr als zweieinhalb Jahre bis zu einem ersten Comeback.
2024 verlor der Brite zweimal gegen den amtierenden Weltmeister Oleksandr Usyk aus der Ukraine und zog sich anschließend erneut zurück. Jetzt wird über einen lange erwarteten Kampf gegen seinen Landsmann Anthony Joshua spekuliert. Ob es dazu kommt, ist jedoch auch in diesem Jahr fraglich. Denn Joshua war am vergangenen Montag in Nigeria in einen Autounfall mit zwei Todesopern verwickelt und dabei leicht verletzt worden. Gegen den Fahrer des Wagens wurde Anklage erhoben.
Schwäche von Tournee-Dominator? "Schön zu sehen", sagt DSV-Hoffnung
Die erste Schwäche von Skisprung-Dominator Domen Prevc bei dieser Vierschanzentournee macht den Verfolgern Mut. "Es ist zumindest mal schön zu sehen, dass er keine Maschine ist und nicht einfach jeden Sprung bei egal welchen Bedingungen runterzaubern kann", sagte Philipp Raimund. "Das macht die Tournee vielleicht auch ein bisschen spannender."
In der Qualifikation war Prevc bei sehr schweren Bedingungen nur 112 Meter weit gesprungen und hatte damit den 30. Platz belegt. Zuvor hatte der Slowene jeden Wettkampf und jede Qualifikation bei der 74. Austragung des Schanzen-Spektakels gewonnen. In der Tournee-Gesamtwertung führt der 26-Jährige mit großem Vorsprung.
Beim dritten Springen heute auf der Bergiselschanze in Innsbruck (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) wünscht Raimund, der selbst Sechster und damit hinter dem viertplatzierten Felix Hoffmann zweitbester Deutscher ist, Prevc aber kein Malheur. "Es ist immer noch Sport. Der Beste soll gewinnen. Ich wünsche keinem Pech."
Die Schlagzeilen am Sonntagmittag
Hannawald beschimpft Skispringer als "respektlos und dumm"
Skisprung-Ikone Sven Hannawald hat nach der doppelten Disqualifikation von Timi Zajc bei der Vierschanzentournee ein hartes Urteil gefällt. "Da habe ich zwei Worte für: respektlos und dumm! Das beschreibt genau das, was dieser Typ ist. Ich weiß gar nicht, wie er denkt oder wie er aufgewachsen ist", sagte der ehemalige Tournee-Gewinner bei Sport1. Zajcs Anzug hatte sowohl in Oberstdorf als auch Garmisch-Partenkirchen nicht den Vorschriften entsprochen. Als Folge wurde der Slowene, der in Oberstdorf zunächst den zweiten Platz belegt hatte, für den Rest der Tournee gesperrt.
Hannawald kann darüber nur den Kopf schütteln. "Wenn ich sehe, dass er sich erst sogar noch lustig macht über das Reglement und sagt: Na gut, dann ziehe ich halt ein bisschen am Anzug. Da weiß ich gar nicht, was ich sagen soll", so Hannawald: "Bei solchen Beispielen fehlen mir echt die Worte. Er scheint allgemein sehr kompliziert zu sein und in seiner eigenen Welt zu leben."
Bayerns nächster CL-Gegner holt Stürmer aus Regionalliga Südwest
Aus dem Mittelmaß der Regionalliga Südwest direkt in die Champions League: Für Angreifer Mateo Biondic wird ein echtes Wintermärchen wahr. Der 22-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung von Eintracht Trier zum belgischen Meister Union Saint-Gilloise und unterzeichnete dort einen langfristigen Vertrag bis Sommer 2030.
Sollte sich der Brüsseler Vorort-Klub für die Playoffs qualifizieren, könnte der Mittelstürmer bereits im Februar in der Königsklasse auflaufen. Für die Duelle mit dem deutschen Rekordmeister Bayern München am 21. Januar und eine Woche später gegen Atalanta Bergamo ist Biondic allerdings noch nicht spielberechtigt
Nach Jugendstationen bei Schalke 04 und beim SC Paderborn war ihm in der 3. Liga beim SC Verl der Durchbruch im Seniorenbereich verwehrt geblieben, es reichte lediglich zu fünf Kurzeinsätzen. Es folgte im Sommer 2023 der Schritt nach Trier in die Oberliga, wo direkt der Aufstieg in die viertklassige Regionalliga gelang. Nach einer von Verletzungen geprägten ersten Saison gelang dort nun mit sieben Toren und fünf Vorlagen in 17 Partien der Durchbruch.
BVB-Star muss knapp 100.000 Euro Strafe zahlen
Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi hat nach seinem Ausraster gegen Borussia Mönchengladbach eine Geldstrafe seines Vereins Borussia Dortmund akzeptiert. Nach dpa-Informationen verhängte die sportliche Führung des BVB im Trainingslager in Marbella eine Geldstrafe im hohen fünfstelligen Bereich.
Am Freitag hatte Trainer Niko Kovac nach der Ankunft in Andalusien gesagt, dass es noch kein Gespräch mit dem Adeyemi gegeben habe. Der 23-Jährige hatte beim 2:0 gegen Gladbach wenige Tage vor Weihnachten erbost auf eine vorzeitige Auswechslung reagiert. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte Adeyemi daran gehindert, in die Kabine zu flüchten und unmittelbar nach dem Spiel bereits eine Geldstrafe angekündigt.
Der FC St. Pauli sucht dringend Hilfe
Das Testspiel gegen den SV Werder Bremen heute um 15.30 Uhr findet auf jeden Fall statt, schreibt der FC St. Pauli auf seinen Social-Media-Kanälen. Die Frage ist nur noch, ob tatsächlich alle Plätze des eigentlich ausverkauften Millerntorstadions besetzt sein werden oder können. Denn: Ein Wintereinbruch hat eine solide Schneedecke über die Heimat des Kiezklubs gelegt. Deshalb sucht der Fußball-Bundesligist jetzt dringend tatkräftige Hilfe, um das Stadion freizuschaufeln.
"Der Winter hat Hamburg im Griff, daher brauchen wir Eure Unterstützung. Lasst uns gemeinsam Eis und Schnee von den Tribünen am Millerntor räumen", schreibt der FCSP: "Bitte bringt Schneeschieber oder Schaufeln mit, falls vorhanden." Ob Teile der Tribünen freibleiben müssen, ist noch unklar, außerdem will der Klub eine Stornierungsmöglichkeit für all jene bieten, die aufgrund der Witterungsbedingungen nicht zum Spiel kommen wollen.
"Wegen Littler werden mehr Junge Darts in Hand nehmen"
Im Ally Pally beweist Luke Littler absolute Souveränität. Der 18-Jährige sticht im Finale der Darts-WM den Niederländer Gian van Veen aus und kürt sich das zweite Mal in Folge zum Weltmeister. Dartsexperte Kevin Schulte hat das Finale für ntv verfolgt.
Warum kritisiert Italiens Nationaltrainer den deutschen EM-Kader?
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat seine EM-Entscheidung gegen den Berliner Profi Tim Freihöfer verteidigt und sich verwundert über die Kritik von Füchse-Boss Bob Hanning gezeigt. "Jeder sieht seinen Verein aus eigener Perspektive. Es ist aber schon ungewöhnlich, dass ein anderer Nationaltrainer unsere Entscheidungen öffentlich kritisiert", sagte der Isländer der "Bild am Sonntag".
Hanning ist nicht nur Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin, sondern auch Nationaltrainer der Italiener. Dass sich Gislason auf Linksaußen für die Routiniers Rune Dahmke und Lukas Mertens und gegen Freihöfer entschieden hatte, gefiel dem früheren Vizepräsidenten des DHB gar nicht. "Hier ist alles außer Kraft gesetzt worden, was Fairness und Inhalt angeht", kritisierte der 57-Jährige.
Vierschanzentournee droht nächster Disqualifikationsskandal
Nach dem Fund von verbotenem Wachs auf den Sprungski von Pawel Wasek herrscht bei der Vierschanzentournee Rätselraten im polnischen Team. "Wir sind genauso überrascht, weil wir solche Wachse definitiv nicht besitzen, und das schon seit sehr langer Zeit", sagte Cheftrainer Maciej Maciusiak. Wasek war gestern in Innsbruck disqualifiziert worden, weil auf seinen Ski Reste von Fluor-Wachs entdeckt worden waren.
"Das sind keine Spurenmengen. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die Ski mit Fluor gewachst wurden", sagte Maciusiak gegenüber polnischen Medien. Fluor ist seit mehr als zwei Jahren aus Umwelt- und Gesundheitsgründen bei FIS-Wettbewerben verboten, war bislang jedoch eher im Langlauf oder bei den Alpinen angewendet worden. Im Skispringen ist dies der erste Fall.
Auch Wasek beteuert seine Unschuld. Der 26-Jährige hatte in der Qualifikation für das Bergiselspringen zunächst den 36. Platz belegt. Wenig später folgte aber die Disqualifikation.
Nach Fund von totem Teamkollegen: Biathlon-Star meldet sich krank
Der Biathlon-Weltcup in Oberhof wird ohne den norwegischen Gesamtführenden Johan-Olav Botn stattfinden. Der 26-Jährige sagte seine Teilnahme an den Wettkämpfen vom 8. bis 11. Januar ab. Botn, der mit mehr als 100 Punkten Vorsprung vor dem Franzosen Eric Perrot an der Spitze steht, sei krank, teilte der norwegische Verband mit, ohne weitere Details zu nennen.
"Ich hätte wirklich gerne teilgenommen, aber ich muss auf meine Gesundheit achten, und daher ist dies die einzige Entscheidung, die ich treffen kann", sagte Botn der Mitteilung zufolge. Sein Landsmann Sturla Holm Lägreid, Sechster in der Gesamtwertung und Gewinner des Weltcups 2024/25, muss aus den gleichen Gründen passen. Das Duo wird durch Sverre Aspenes und Martin Nevland ersetzt.
Die Norweger sind in Oberhof erstmals seit dem Tod ihres Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken gefordert.
Hukporti verliert mit Knicks, Stars Curry und Brown überragen
Der deutsche NBA-Profi Ariel Hukporti hat den Schwung seines Karrierebestwerts nicht in die nächste Partie transportieren können. Beim 119:130 der New York Knicks gegen die Philadelphia 76ers blieb der Center in nur rund viereinhalb Minuten Spielzeit unauffällig. Einen Tag zuvor hatte der 23-Jährige mit 16 Rebounds gegen die Atlanta Hawks geglänzt - diesmal wurde er von Headcoach Mike Brown kaum eingesetzt.
Starspieler Stephen Curry (31 Punkte) führte die Golden State Warriors bei seinem Comeback derweil zu einem 123:114-Heimsieg gegen die Utah Jazz. Nach einer schwachen ersten Hälfte mit nur neun Punkten spielte der Guard, der zuletzt ein Spiel aufgrund einer Verstauchung im linken Sprunggelenk verpasst hatte, im dritten Viertel mit 20 Zählern groß auf und drehte die Partie.
Die Boston Celtics beendeten unterdessen die Serie der Los Angeles Clippers von sechs Siegen in Folge, Jaylen Brown überragte beim 146:115-Erfolg in Kalifornien mit 50 Punkten.
Die San Antonio Spurs kassierten ohne ihren Superstar Victor Wembanyama zudem eine 110:115-Niederlage gegen die Portland Trail Blazers. Der Franzose fehlte wegen Kniebeschwerden, die er sich beim Sieg über die Knicks am vergangenen Mittwoch zugezogen hatte. Ein MRT brachte Entwarnung, dennoch verzichtete Coach Mitch Johnson auf einen Einsatz.
Afrika-Cup: Sieg für Münchens Jackson, Aus für Frankfurts Skhiri
Der Münchner Nicolas Jackson darf mit dem Senegal weiter auf den zweiten Triumph beim Afrika-Cup hoffen. Das Team um den Angreifer von Bayern München erreichte durch das 3:1 (2:1) gegen den Sudan das Viertelfinale und trifft dort am Freitag (17.00 Uhr/Sportdigital Fußball) auf Mali.
Im Achtelfinale im marokkanischen Tanger ging der Außenseiter zwar durch ein Traumtor von Aamir Abdallah (6.) in Führung. Doch nachdem Jackson knapp den Ausgleich verpasst hatte, drehte Pape Gueye (29./45.+3) das Spiel noch vor der Pause. Jackson, der beim Auftaktsieg des Titelträgers von 2022 gegen Botswana (3:0) doppelt getroffen hatte, bereitete den zweiten Treffer vor. Ibrahim Mbaye (77.) sorgte für den Endstand.
Senegals Viertelfinalgegner Mali setzte sich nach einem großen Kampf in einem Krimi vom Punkt mit 3:2 gegen die tunesische Auswahl um den Frankfurter Ellyes Skhiri durch. Mali hatte nach der Roten Karte gegen Woyo Coulibaly (26., grobes Foulspiel) lange in Unterzahl gespielt, rettete sich dank Lassine Sinayokos (90.+6) Treffer aber in die Verlängerung. Firas Chaouat (88.) hatte Tunesien spät in Führung gebracht. Im Elfmeterschießen traf der Augsburger Elias Saad als einer von nur zwei Tunesiern.