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"Das ist absolut Manipulation"Schwere Vorwürfe gegen von Tournee ausgeschlossenen Skispringer

03.01.2026, 14:28 Uhr
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Für Timi Zajc ist die Vierschanzentournee früher vorbei als gedacht. (Foto: IMAGO/GEPA pictures)

Beim Auftaktspringen in Oberstdorf wird Timi Zajc nachträglich disqualifiziert, bei der zweiten Station der Vierschanzentournee in Garmisch sogar schon vor dem Wettkampf. Vom anfänglichen Mitgefühl für den Slowenen ist nichts mehr übrig, stattdessen wächst der Ärger.

Österreichs Sportdirektor Mario Stecher hat nach zwei Disqualifikationen schwere Vorwürfe gegen den slowenischen Skispringer Timi Zajc erhoben. "Es ärgert mich wirklich maßlos. Wenn die Schrittlänge nicht passt, dann hat sie vorher auch nicht gepasst, weil der Anzug weiter und länger wird. Das ist für mich absolut eine Manipulation. Das geht nicht", sagte Stecher laut Nachrichtenagentur APA österreichischen Medien in Innsbruck.

Zajc wurde beim Neujahrsspringen zum zweiten Mal nacheinander wegen eines nicht regelkonformen Sprunganzugs aus dem Wettbewerb genommen. Diesmal wich das Kleidungsstück um vier Millimeter von der Norm ab. In Oberstdorf waren es drei. Der 25 Jahre alte Zajc wurde in Garmisch-Partenkirchen schon vor dem ersten Sprung disqualifiziert und darf nun bei dieser Vierschanzentournee gar nicht mehr springen, weil er die Rote Karte erhielt. "Da geht es nicht mehr um einen Millimeter, sondern da geht es einfach um eine Grundsatzdiskussion", sagte Stecher.

An Zajc und der Nachlässigkeit hatte es Kritik gegeben, darunter auch von Ex-Skispringer Martin Schmitt. "Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech - und das nicht im positiven Sinne. In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist", sagte Schmitt bei Eurosport.

Seine Disqualifikation bei der ersten Tournee-Station im Allgäu hatte Zajc noch mit Humor genommen. "Lasst uns den Anzug ein bisschen stretchen, vielleicht ist dann in Ga-Pa alles okay", schrieb der 25-Jährige bei Instagram mit Blick auf das Neujahrsspringen. "Durch sein Lach-Lach hat sich der Kontrolleur heute wahrscheinlich gedacht: Na gut, dann kontrollieren wir mal vor dem Sprung und nicht erst danach, wenn du ihn gedehnt hast. Und da hat es wieder nicht gepasst", sagte Schmitt. "Das ist konsequent und gibt Timi Zajc eine kleine Denkpause."

Die Kontrolleure stellten in Garmisch-Partenkirchen nicht nur bei Zajc Regelverstöße fest. Im US-Amerikaner Jason Colby und dem Türken Fatih Arda Ipcioglu wurden zwei weitere Athleten aus dem Wettbewerb genommen.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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