Fußball

Adli versucht alles, aber ...Ex-Bayer-Star sorgt mit peinlicher Schwalbe für Fassungslosigkeit

04.01.2026, 11:09 Uhr
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Amine Adli hatte einen schwachen Moment. (Foto: IMAGO/Focus Images)

Einst produzierte Amine Adli eine der kuriosesten Elfmeter-Geschichten der Bundesliga. Nun legt der Angreifer in der Premier League nach - doch mit komplett anderem Ausgang.

Was für ein trauriger Versuch, einem aufregenden Premier-League-Spiel noch eine finale Volte zu verpassen: Beim 2:3 (1:1) seines AFC Bournemouth gegen Tabellenführer Arsenal versuchte Amine Adli tief in der Nachspielzeit einen Elfmeter zu schinden - und das geht auf ganz großer Bühne ordentlich in die Hose. Und der einstige Meisterspieler von Bayer Leverkusen hat sogar noch Glück, dass er nicht vom Platz fliegt.

Im kleinen, bis auf den letzten der nur 11.000 Plätze gefüllten Vitality Stadium läuft die fünfte Minute der Nachspielzeit, der heimstarke Außenseiter liegt nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 in der 76. Minute wieder in Schlagdistanz, als Adli eine zumindest aus seiner Sicht brillante Idee hat: Der Marokkaner stürmt in Richtung von Arsenal-Torwart David Raya, der einen verunglückten Steilpass in seinen Strafraum kontrolliert und erst in letzter Sekunde aufnehmen möchte. Zwischen Raya und Adli steht noch Verteidiger Gabriel - und Adli nimmt den Kopf runter, rammt ihn gegen den angelegten Ellbogen des verdutzten und ihm abgewandten Arsenal-Profis und geht zu Boden.

"Amine Adli verpasst Gabriel einen Kopfstoß gegen den Ellbogen. Er lief quer über das Feld, um David Raya unter Druck zu setzen. Das ist alles ein bisschen lächerlich", kommentierte der ehemalige englische Nationaltorwart Rob Green die Szene bei der BBC. Adli, der vor der Saison für 21 Millionen Euro nach Bournemouth gewechselt war, ließ sich nach zaghaften, eher kläglichen Protesten von seinem einstigen Leverkusener Mitspieler und heutigen Arsenal-Verteidiger Piero Hincapie aufhelfen und konnte das Spiel - wenig überraschend - ohne Beeinträchtigungen zu Ende bringen.

Glück für Adli

Schiedsrichter Chris Kavanagh fiel natürlich nicht auf den plumpen Versuch rein, verzichtete etwas überraschend aber auch auf die Gelbe Karte für den Marokkaner. Glück für Adli: Es wäre nach einem rüden Foul wenige Minuten zuvor seine zweite Verwarnung binnen kürzester Zeit gewesen - und damit ein Platzverweis. Seinem Team hatte Adli einen Bärendienst erwiesen, durch die peinliche Nummer konnte Arsenal komfortabel wertvolle Zeit von der Uhr nehmen und den knappen Sieg letztlich ins Ziel bringen.

Adli hatte schon in Leverkusens Meistersaison eine komplett kuriose Elfmeter-Geschichte produziert - allerdings völlig ohne eigene Schuld. Im Duell gegen den FC Bayern im März 2023 wurde Adli gleich zweimal im Strafraum von den Beinen geholt, zweimal wollte Schiedsrichter Tobias Stieler eine Schwalbe gesehen haben - und zeigte dem Bayer-Angreifer zweimal die Gelbe Karte. Und zweimal musste Stieler hinterher seine Entscheidung nach einem Eingriff des Video-Schiedsrichters korrigieren. Adli wurde vollständig rehabilitiert, Bayer 04 machte mit dem 2:1-Sieg einen vorentscheidenden Schritt zum ersten Meistertitel seiner Klubgeschichte.

Quelle: ntv.de, ter

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