Der Sport-TagDeutschlands Sportlerin des Jahres hadert mit Risiko
Franziska Preuß hat beim Biathlon-Weltcup in Oberhof den Sprung auf das Podest knapp verpasst, ihren persönlichen Aufwärtstrend aber bestätigt. Deutschlands Sportlerin des Jahres belegte im um einen Tag nach vorne gezogenen Sprint am Rennsteig mit einer Strafrunde den fünften Platz (47,1 Sekunden Rückstand) und erreichte damit ihr bestes Ergebnis in diesem Winter. Den Sieg sicherte sich die fehlerfreie Elvira Öberg aus Schweden vor der Finnin Suvi Minkkinen (0 Strafrunden/+21,1) und Julia Simon aus Frankreich (0/+23,6).
Auf der Strecke lag Preuß gut im Rennen, ein Fehler beim Stehendschießen warf sie dann aber zurück. Im Ziel lag die Gesamtweltcupsiegerin knapp vor Teamkollegin Janina Hettich-Walz (1/+49,5), die Sechste wurde und so die wichtige Olympia-Norm knackte. "Vielleicht war das Risiko ein bisschen zu hoch. Ich habe aber schon gewusst, dass ein Fehler zu viel für ein Topergebnis im Sprint ist", sagte Preuß in der ARD: "Die Ausgangslage für Sonntag ist definitiv gut. Es geht aufwärts."
Julia Tannheimer (2/+1:19,8 Minuten) verfehlte als 17. nur knapp die Top 15. Vanessa Voigt lag trotz fehlerfreier Schießleistung auf Platz 27 deutlich zurück (0/+1:38,8). Selina Grotian (2/+1:45,2) kehrte nach ihrer Zwangspause wegen einer Corona-Infektion als 30. in den Weltcup zurück - auch Anna Weidel (1/+1:50,2) als 32. spielte in der Vergabe der vorderen Plätze keine Rolle.