Der Sport-Tag

Der Sport-TagFellaini kopiert Zidane - Mourinho vermisst "Schädelbruch"

28.04.2017, 12:54 Uhr
d0e41c80677741530bc24761f9528ef5
Nix gemacht, beteuerte Marouane Fellaini. Er flog trotzdem. (Foto: REUTERS)

Tore gab es nicht im Premier-League-Derby zwischen Josep Guardiolas Manchester City und José Mourinhos Manchester United. Dafür wurden Erinnerungen an das WM-Finale von 2006 zwischen Italien und Frankreich wach. Nach 84. eher ereignisarmen Minuten brannten United-Profi Marouane Fellaini nämlich die Sicherungen durch. Resultat: Ein ähnlich formvollendeter Kopfstoß gegen City-Stürmer Sergio Agüero, wie ihn Zinedine Zidane im WM-Finale 2006 gegen den Italiener Marco Materazzi gezeigt hatte. Und wie damals Zidane sah auch Fellaini die Rote Karte.

Zu hart, fand United-Coach Mourinho nach dem Spiel und unterstellte Agüero Schauspielerei. "Wenn er nicht fällt, gibt es auch keine Karte", urteilte Mourinho und stützte sich auf knallharte Indizien. Er habe den City-Stürmer nämlich nach dem Spiel gesehen und festgestellt: "Keine gebrochene Nase, kein Schädelbruch, sein Gesicht sah so nett aus wie immer."

Freuen durfte sich Mourinho über einen United-Rekord: Die Nullnummer bei Man City war das 24. Ligaspiel in Folge ohne Niederlage. Die Bestmarke ermauerten sich die Mourinho-Mannen allerdings mit einem Negativrekord von nur 30,8 Prozent Ballbesitz. Ähnlich überschaubar: die drei mickrigen Torschüsse, die United zustande brachte.