Der Sport-TagHeidel bedauert Höwedes-Wechsel

"Vom Autohändler zum Identitätsschänder", hieß es auf einem Plakat, "70 Millionen ausgegeben und dabei 70 Prozent der Identität verloren", auf einem anderen. Gemeint war Schalke-Manager Christian Heidel. Der zeigte sich nach dem Protesten vom Sonntag persönlich betroffen. Er bedauere den Transfer von Ex-Kapitän Benedikt Höwedes zu Juventus Turin.
"Die Plakate tun mir natürlich weh", sagte Heidel der "Bild"-Zeitung.
"Es tut mir auch leid, wenn bei einigen unserer Fans - gerade beim Wechsel von Benedikt - ein falscher Eindruck entstanden ist. Wir wollten nicht, dass er geht."
"Wie früher mit Mainz identifiziere ich mich jetzt zu 100 Prozent mit Schalke. Ich bin wohl einer der größten Fußball-Romantiker. Aber ich mache den Fans keinen Vorwurf" - so Heidel zum Thema Identität.
Weltmeister Höwedes war in Gelsenkirchen vom neuen Trainer Domenico Tedesco nach sechs Jahren als Kapitän abgesetzt und sportlich infrage gestellt worden. Der Innenverteidiger verabschiedete sich daraufhin auf Leihbasis nach Turin.