Der Sport-TagMagdeburg prüft juristische Schritte gegen DFB
Die gegenseitigen Beschuldigungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg setzen sich fort. Mit Unverständnis reagierte der Sportliche Leiter Mario Kallnik auf die Veröffentlichung und den Tonfall einer DFB-Erklärung. In einem Interview auf dem Magdeburger Youtube-Kanal sagte Kallnik, einige DFB-Worte gehörten da nicht hinein. Kallnik verbat sich die Aussage, die Magdeburger Interpretation des Hygienekonzeptes des DFB sei ein "Irrtum". Man habe sich daran orientiert, wie es bei den Erst- und Zweitligaklubs gelaufen sei. Diese hatten zwei Testreihen, bevor sie ins Quarantäne-Trainingslager einzogen. "Allein das Wort Quarantäne sagt doch, dass ich etwas schütze oder beschütze. Wenn wir also jetzt in ein Hotel gehen, wissen wir nicht, ist einer infiziert oder nicht. Also ist es ein normales Trainingslager und kein Quarantäne-Trainingslager", so Kallnik.
Kallnik betonte, man sei für einen Neu-Start der 3. Liga, aber nur unter einigermaßen vergleichbaren Bedingungen für alle Klubs. Dies sei nur gegeben, wenn auch der 1. FCM zwei bis drei Wochen Mannschaftstraining absolvieren könne. "Das ist weit und breit nicht in Sicht, sondern nur ein paar Tage. Das kritisieren wir und werden uns weitere juristische Schritte vorbehalten", sagte Kallnik.