Der Sport-Tag

Der Sport-Tag"Moralisch verwerflich": Ganz am Ende der Bayern-JHV gibt es wieder Ärger

12.11.2023, 17:38 Uhr
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Michael Ott kritisiert eine neue Partnerschaft seines Klubs. (Foto: IMAGO/Ulrich Wagner)

Der FC Bayern München hat nach Kritik an seiner Ruanda-Partnerschaft das Engagement in dem afrikanischen Land erklärt. Es sei nicht nur eine Sponsorenbeziehung mit Geldzahlung, sagte Präsident Herbert Hainer. "Wir versuchen auch, den Jugendfußball zu fördern." Zudem wolle man dem Land helfen, durch Tourismus Geld einzunehmen und so für mehr Wohlstand in der Bevölkerung zu sorgen.

  • Zum Ende der Jahreshauptversammlung hatte Mitglied Michael Ott, der auch bei der mittlerweile beendeten Sponsorenbeziehung der Münchner nach Katar ein großer Kritiker war, das Thema Ruanda kritisch angesprochen.

  • Ruanda sei kein Land, das man bei einer Tourismus-Kampagne unterstützen könne, sagte er. Nach dem Ende des Katar-Sponsorings habe nicht das erhoffte Umdenken eingesetzt. Es gehe ums Geld, Menschenrechte seien egal, monierte der Jurist. "Wir verhalten uns moralisch genauso verwerflich wie in den letzten Jahren." Human Rights Watch bewertet den Umgang mit Menschenrechten in Ruanda kritisch.

  • Vorstandschef Jan-Christian Dreesen entgegnete Ott, dass man die beiden Partnerschaften nach Katar und Ruanda nicht ansatzweise vergleichen könne. "Die Bundesrepublik Deutschland ist seit vielen Jahrzehnten in Ruanda engagiert", sagte Dreesen. Man sei eine Partnerschaft eingegangen, in der man auch Kinder und den Jugendfußball unterstützen wolle. Zudem wolle man dem armen Land helfen, damit es weiter Fortschritte bei der Verbesserung des Wohlstands mache, sagte Dreesen. Man dürfe nicht immer alle Aspekte durch die europäische Brille bewerten.

Quelle: ntv.de