Der Sport-TagRussland reagiert kämpferisch auf Olympia-Aus
Nach der gerichtlichen Bestätigung des Ausschlusses russischer Spitzensportler von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gibt sich die Führung in Moskau kämpferisch. "Wir prüfen weitere Schritte. So kann das nicht stehenbleiben", sagte Vizeregierungschef Witali Mutko der Agentur Interfax. Zunächst aber werde sich Russland Zeit nehmen, deutete er an: "Jetzt herrscht olympischer Friede."
Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier eine Klage von 45 russischen Sportlern und zwei Betreuern gegen ihren Ausschluss zurückgewiesen. Damit erklärten die Richter das umstrittene Einladungs-Verfahren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für rechtmäßig.
Zugelassen bleiben somit 169 Russen, die wegen des Doping-Skandals aber unter neutraler Flagge bei den Spielen starten müssen.
Mutko kritisierte das Vorgehen des IOC bei der Einladung als "undurchsichtig und widersprüchlich". Es entstehe der Eindruck einer Privatparty, und Kriterien für eine Zulassung gebe es viele.
Zugleich sagte der ranghohe Sportfunktionär, die Cas-Richter hätten unter Druck gestanden. "Wenn die Sportler jetzt zugelassen worden wären, hätte das einen Schock ausgelöst."
Nun gehe es für Russland darum, seine zugelassenen Athleten zu unterstützen. "Wir haben aussichtsreiche Sportler", sagte Mutko. Jene, die nicht eingeladen seien, bekämen einen eigenen Wettkampf.