Der Sport-TagSchwacher Zverev scheitert - und kann hoffen

Nix ist es für Alexander Zverev: Der 20-Jährige scheitert beim letzten Masters-Turnier der Saison in Paris bereits an seinem Auftaktgegner. Dennoch hat er die Nerven für einen kleinen Joke.
Zverev unterliegt dem Niederländer Robin Haase in der zweiten Runde nach einer teilweise arg unkonzentrierten und zerfahrenen Vorstellung 6:3, 2:6, 2:6. Vor allem im dritten Satz wirkte der deutsche Spitzenspieler geradezu lustlos.
Trotz der frühen Niederlage bei seinem ersten Auftritt überhaupt in Bercy hat Zverev gute Chancen, in der kommenden Woche als erst dritter Deutscher nach Boris Becker, Michael Stich und Tommy Haas unter den besten drei der Weltrangliste geführt zu werden.
Bei einem Halbfinal-Einzug wäre Zverev auf jeden Fall die neue Nummer drei des ATP-Ranking geworden, nun muss der Weltranglistenvierte darauf hoffen, dass seine Verfolger Marin Cilic (Kroatien), Dominic Thiem (Österreich) und Grigor Dimitrow (Bulgarien) nicht den Titel gewinnen.
Für eine kuriose Szene sorgte Zverev, als er vor dem ersten Ballwechsel im Vorbeigehen dem brasilianischen Stuhlschiedsrichter Carlos Bernardes die Schnürsenkel öffnete. Der erfahrene Unparteiische reagierte gelassen, für Zverev blieb die Aktion folgenlos.