Der Sport-TagStaatsanwaltschaft will Haft und Millionenstrafe: Prozess gegen Neymar startet
Wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten beim Wechsel von Brasiliens Fußballstar Neymar zum FC Barcelona vor neun Jahren beginnt am Montag ein Betrugsprozess. Medien zufolge muss der Profi von Paris Saint-Germain persönlich vor dem Landgericht in Barcelona erscheinen. Hintergrund ist eine Klage des brasilianischen Investment-Fonds DIS, der Rechte an Neymar hielt und sich um einen Millionen-Anteil an der damaligen Transfersumme betrogen sieht. Neymar hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Der Offensivspieler war 2013 vom FC Santos zu den Katalanen gewechselt. Offiziell waren damals 57,1 Millionen Euro geflossen. Angeblich lagen die Zahlungen des FC Barcelona aber deutlich höher. Die Staatsanwaltschaft Barcelona fordert eine zweijährige Haftstrafe und ein Bußgeld von zehn Millionen Euro für Neymar. Angeklagt sind neben dem 30-Jährigen auch seine Eltern und zwei frühere Präsidenten des FC Barcelona. Ihnen wird Betrug und Korruption vorgeworfen. Die mündliche Verhandlung ist bis zum 31. Oktober angesetzt.