Der Sport-TagStreit bei Skibergsteigern eskaliert: Drei Athleten suspendiert
Der Ärger im deutschen Skibergsteigen hat die nächste Eskalationsstufe erreicht. Wie der Deutsche Alpenverein (DAV) mitteilte, dürfen die drei Kader-Athletinnen und -Athleten, die zuletzt heftige Vorwürfe gegenüber dem Verband geäußert hatten, vorläufig nicht mehr an internationalen Wettkämpfen im Skibergsteigen im Rahmen des DAV-Kaders antreten. Der DAV begründete diesen Schritt mit der "in den vergangenen Wochen deutlichen angespannten Situation innerhalb des Skimo-Teams."
Mehrere Athletinnen und Athleten sowie Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabs hätten gegenüber der DAV Leistungssport gGmbH zum Ausdruck gebracht, "dass sich das Teamklima erheblich verschlechtert hat und unter den aktuellen Umständen ein geordneter Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht mehr verlässlich gewährleistet ist." Die Entscheidung sei "nicht leicht gefallen", sagte DAV-Präsident Roland Stierle, jedoch brauche Leistungssport "ein Umfeld, in dem Vertrauen und Zusammenarbeit möglich sind".
Hintergrund der Debatte sind die Vorwürfe von insgesamt drei Athleten, darunter Sophia Weßling und Felix Gramelsberger, wonach es bei einem leistungsdiagnostischen Test im April 2024 gravierende Mängel bei den Hygienestandards bei Blutabnahmen gegeben habe, zudem seien Sicherheitsmaßnahmen bei Belastungstests nicht eingehalten worden.