Der Sport-TagZoff um Mund-zu-Geste: Spieler waren wohl "genervt"
Dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar jüngst nicht ihre Bestform abrufen konnte, führten Kritiker auch auf den Streit um die "One Love"-Binde zurück. Das Setzen politischer Zeichen spielte wohl tatsächlich eine größere Rolle innerhalb der Mannschaft und sorgte durchaus für Konflikte.
Wie die "Sportschau" berichtet, habe es innerhalb des Kaders unterschiedliche Meinungen gegeben, ob und wie das DFB-Team nach der FIFA-Intervention in Katar politische Themen ansprechen soll.
Nach dem Verbot der Binde wurden innerhalb kurzer Zeit Alternativen diskutiert. Neben der DFB-Spitze und Kapitän Manuel Neuer soll auch PR-Experte Raphael Brinkert - auch Berater von Leon Goretzka - in die Debatte involviert gewesen sein.
Letztlich hielten sich die DFB-Stars beim Mannschaftsbild vor dem Gruppenspiel gegen Japan mit der Hand den Mund zu, um gegen die Zensur durch die FIFA zu protestieren. Die Verfechter dieser politischen Botschaft waren innerhalb der Auswahl aber anscheinend klar in der Minderheit.
Das Thema habe die Mannschaft schlicht "genervt" und "belastet", heißt es. Einige Spieler hatten zudem das Gefühl, "instrumentalisiert" zu werden.
Lediglich Neuer und Leon Goretzka sollen sich klar hinter die Aktion gestellt haben.