Der Sport-Tag

Der Sport-Tagntv-Programm treibt Hoeneß zu Stellungnahme auf Beckenbauer-Trauerfeier

09.02.2024, 17:35 Uhr

Über Jahrzehnte schon ist Uli Hoeneß als Mann der klaren Worte bekannt. Zuletzt hinterließ seine emotionale Rede bei der Trauerfeier für Franz Beckenbauer großen Eindruck. Darin erinnerte der ehemalige Manager und Präsident des FC Bayern an die WM 2006, die er als Beckenbauers "Meisterstück" bezeichnete und lobte den positiven Nationalstolz, den er damals erlebt habe. Diesen müsse er wieder geben, so Hoeneß: "Ich möchte ganz deutlich betonen, dass ich die AfD bei diesem Prozess nicht dabei haben möchte."

Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gibt Hoeneß nun Einblick, warum er sich so deutlich von den Rechtspopulisten abgrenzen wollte: "Ich wusste dann, dass ich über die WM 2006 sprechen will, über die deutschen Fans, die stolz waren, über die schwarz-rot-goldenen Flaggen in den Straßen. Da habe ich gedacht: Hoppla, da könnte einer auf die Idee kommen, dass ich in die Richtung der AfD denke." Diesen Eindruck habe er dringend vermeiden wollen.

Auf die Frage, ob der Aufstieg der AfD ihm Sorge bereite, sagt Hoeneß dann: "Abends schaue ich sehr viel ntv. Da kommen dann Dokumentationen, hin und wieder auch über die Nazizeit: über Auschwitz, über Birkenau. Da bin ich jedes Mal so aufgewühlt und denke mir: Mensch Meier! Wenn unser Land auch nur annähernd wieder in so eine Richtung geht - das darf niemals sein!"

Quelle: ntv.de