Formel1

Südkorea, New Jersey und Mexiko sind raus Formel 1 verkürzt ihre Welttournee

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Diese Foto haben wir genommen, weil's so schön aussieht. Und weil in Melbourne die Saison der Fomel 1 eröffnet wird.

(Foto: dpa)

Der deutsche Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel darf wie bei seinem vierten Titelgewinn in diesem Jahr auch 2014 insgesamt 19 Saisonrennen bestreiten. Der Weltverband streicht drei Grand Prix aus dem Kalender, die im Entwurf noch einen Platz hatten.

Die Formel-1-Welttournee 2014 wird nun doch um drei Gastspiele gekürzt. Der Automobil-Weltverband Fia verkündete den Verzicht auf die ursprünglich für die kommende Saison geplanten Rennen in Südkorea, New Jersey und Mexiko. Damit umfasst der Grand-Prix-Kalender wie zuletzt 19 Rennen. Im Entwurf stand noch die Rekordzahl von 22 WM-Läufen. Für die Teams bedeutet das, dass sie weniger Geld verdienen, aber auch weniger Stress haben - zumal 2014 eine drastische Regelreform mit neuen Motoren große Ungewissheit bringt.

Rennkalender der Formel 1
16. März Melbourne
30. MärzSepang/Malaysia
6. AprilManama/Bahrain
20. AprilShanghai
11. MaiBarcelona
25. MaiMonte Carlo
8. JuniMontréal
22. Juni Spielberg/Österreich
6. JuliSilverstone
20. JuliHockenheimring
27. JuliBudapest
24. AugustSpa/Belgien
7. SeptemberMonza
21. SeptemberSingapur
5. OktoberSuzuka/Japan
12. OktoberSotschi/Russland
2. NovemberAustin/Texas
9. NovemberSao Paulo
23. NovemberAbu Dhabi

Das WM-Jahr beginnt am 16. März wie gewohnt im Al bert Park von Melbourne. Gastgeber für das Finale ist am 23. November Abu Dhabi. Zuletzt richtete der Yas Marina Circuit 2010 den Saison-Abschluss aus, damals gewann Red-Bull-Star Sebastian Vettel seinen ersten von nun vier WM-Titeln. Danach kehrte das Finale wieder nach Sao Paulo in Brasilien zurück.

Der Große Preis von Deutschland wird am 20. Juli auf dem Hockenheimring gefahren. Einziger Debütant ist am 12. Oktober der Olympia-Ort Sotschi, der das Rennen in Indien ersetzt. Zudem kehrt die Königsklasse nach elf Jahren Pause am 22. Juni ins österreichische Spielberg zurück, ermöglicht durch die Millionen von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz. Die Karten für das Comeback in der Steiermark waren binnen weniger Stunden vergriffen.

Dagegen ist das Abenteuer Südkorea nach vier Jahren beendet. Das Projekt im 400 Kilometer von Seoul entfernten Yeongam kam nie richtig in Fahrt. Kaum Zuschauer, keine Fördergelder, kein Flair, zu wenig Hotels - das Korea-Gastspiel war zum Scheitern verurteilt. Nun hat Chefvermarkter Bernie Ecclestone die Geduld verloren. Seine Hoffnung auf ein Rennen vor New Yorks Wolkenkratzern will der Brite indes noch nicht ganz aufgeben. Zum zweiten Mal muss die Premiere in New Jersey verschoben werden. "Aus vielen, vielen, vielen Gründen", sagte Ecclestone dem "Wall Street Journal". In einer Mitteilung betonte der 83-Jährige aber, er habe "keinen Zweifel", dass es 2015 ein Rennen in New Jersey geben werde.

New York setzt nun auf 2015 - Ecclestone auch

"Neue Rennen können Jahre brauchen, ehe sie starten können. Aber es gibt spürbare Bewegung und wir sind dicht dran, ein Formel-1-Rennen in New York City zu realisieren", ließ sich Ecclestone zitieren. Für den Bau des Straßenkurses am Hudson-River wollen die Veranstalter ohne öffentliche Gelder auskommen. Die Pläne für die Strecke seien "sehr kompliziert", das Rennen aber für die Formel 1 "unglaublich wichtig", sagte Mit-Organisator Christopher Pook. Fraglich bleibt, ob die Probleme mit ausstehenden Genehmigungen, Klagen von Anwohnern der Strecke und ungesicherten Finanzen wirklich lösbar sind.

Schon wahrscheinlicher ist, dass es übernächste Saison erstmals seit 1992 wieder einen Grand Prix in Mexiko gibt. Eigentlich sollte es bereits am 16. November 2014 so weit sein, aber die Zeit für den Umbaumau der veralteten Strecke erwies sich als zu kurz. Zudem gab's die zugesagten Subventionen nicht so schnell wie erhofft.Für 2015 ist auch die Rückkehr von Indien avisiert. Das Rennen in Greater Noida soll dann vom bisherigen Termin im Herbst auf das Frühjahr vorrücken. "Wir haben einen festen Vertrag über fünf Jahre, mit der Option auf weitere fünf", versicherte Mit-Organisator Sameer Gaur Ende Oktober. Zweifel aber sind wohl angebracht. Sollten die Pläne mit Mexiko, New Jersey und Indien aber aufgehen, würde der Rekordkalender 2015 tatsächlich Realität werden.

Quelle: ntv.de, Christian Hollmann, dpa