Formel1

Verbleib in Formel 1 möglich Hülkenberg verliert Renault-Cockpit an Ocon

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Tschüss Renault, heißt es für Nico Hülkenberg - und hallo Haas?

(Foto: imago images / GEPA pictures)

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg steht zur kommenden Saison ohne Arbeitgeber da. Renault tauscht den 32-jährigen Deutschen durch den zehn Jahre jüngeren Esteban Ocon aus. Das Karriere-Aus bedeutet diese Entscheidung allerdings wohl nicht.

Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Nico Hülkenberg muss sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen und verliert im kommenden Jahr sein Cockpit bei Renault an den Franzosen Esteban Ocon. Wie das französische Werksteam am Rande des Großen Preises von Belgien (Sonntag, 15 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) bekannt gab, erhält der 22 Jahre alte Ocon einen Mehrjahresvertrag und wird ab 2020 an der Seite des Australiers Daniel Ricciardo fahren.

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Der Vertrag des 32 Jahre alten Emmerichers Hülkenberg läuft am Saisonende aus und wird nicht verlängert. "Es ist schade, dass die Reise mit Renault nach der Saison endet. Vor allem, weil wir unsere Ziele noch nicht erreicht haben", twitterte Hülkenberg, der mit 17 Punkten nur WM-14. ist. "Aber es ist, wie es ist." Es gelte jetzt für ihn, "in den verbleibenden Rennen den maximal möglichen Erfolg für das Team herauszuholen". Zu seiner Zukunft wollte er sich nicht konkret äußern: "Ich bin zuversichtlich, eine gute Lösung zu finden, aber es gibt noch nichts zu verkünden."

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul dankte Hülkenberg in einer Mitteilung des Teams für seinen Einsatz in den vergangenen drei Jahren. Es sei "eine schwierige Entscheidung" gewesen, künftig nicht mehr mit Hülkenberg zusammenzuarbeiten, betonte der Franzose. "Er war immer mit großem Einsatz und ganzem Herzen bei der Sache."

Haas hat Interesse an Hülkenberg

Auch nach dem Aus bei Renault könnte Hülkenberg, der seit 2010 in der Formel 1 hinter dem Steuer sitzt, im kommenden Jahr weiter in der Königsklasse des Motorsports aktiv bleiben. Teamchef Günter Steiner vom US-Rennstall Haas bestätigte bereits Interesse an einer Verpflichtung des Rheinländers. Bei den Amerikanern läuft der Vertrag von Romain Grosjean aus, der ersetzt werden könnte. Der Franzose hat sich den zweifelhaften Ruf eines unberechenbaren Crash-Piloten erarbeitet. Da käme der erfahrene Hülkenberg an der Seite des Dänen Kevin Magnussen gerade recht.

Hülkenberg fährt im dritten Jahr bei Renault, zuvor war er für Williams, Force India und Sauber unterwegs. Seit 2010 ist der 32-Jährige 168 Grand Prix gefahren, auf dem Podium stand er allerdings nie. Immer wieder war er angeblich bei einem Topteam im Gespräch, geklappt hat es nie. Bei Haas würde Hülkenberg ähnliche Voraussetzungen vorfinden wie bei Renault mit vielen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.

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Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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