"Ganz verrückte Dinge ..."Nach viel Frust: Max Verstappen mit klarer Formel-1-Ansage

Motorsport-Star Max Verstappen kommt mit einem breiten Grinsen von seinem Nordschleifen-Ausflug im GT3-Wagen zurück. Etwas anderes stimmt den viermaligen Weltmeister mit Blick auf die nahe Formel-1-Zukunft zuversichtlicher.
Max Verstappen hat seinen Verbleib in der Formel 1 im kommenden Jahr bekräftigt. Er werde auf "jeden Fall" 2027 auch in der Motorsport-Königsklasse antreten, bestätigte der viermalige Weltmeister in einem Interview der niederländischen Zeitung "De Telegraaf": "Es sei denn, es passieren ganz verrückte Dinge, aber davon gehe ich nicht aus."
Verstappen hatte sich ganz besonders frustriert über die aktuelle Antriebsgeneration gezeigt. Die Hälfte der PS-Leistung kommt aus der Batterie, die anderen etwa 50 Prozent vom Verbrennermotor. Das Aufladen der Batterie hat dabei großen Einfluss auf die Art des Rennfahrens. Dass teilweise in Passagen vom Gas gegangen werden muss, in denen die Piloten sonst Vollgas geben, stört Verstappen. Kommende Saison soll das Verhältnis zwischen Verbrenner- und Batterieleistung zugunsten des Verbrenners geändert werden.
Verstappen: "Geht um mehr als Formel-1-Vertrag"
"Ich hoffe, dass alle ihr Wort halten. Aber ich kann bestätigen, dass ich in der Formel 1 bleibe", sagte Verstappen und sprach angesichts der vorliegenden Pläne von einer Verbesserung zur aktuellen Situation. Der 28-Jährige betonte zudem, dass er am liebsten für den Rest seines Lebens bei Red Bull bleiben würde. "Das habe ich immer gesagt. Aber diese Entscheidung muss nicht heute oder morgen fallen. Ob hier oder woanders - es geht um viel mehr als nur den Formel-1-Vertrag". Er sehe das alles ganz entspannt.
Mit Begeisterung sprach er zudem über die Vorzüge seiner Einsätze auf dem Nürburgring im GT3-Auto. "Auf der Nordschleife gibt es genug Action zu sehen. Es sieht authentisch aus, die Überholmanöver wirken nicht gestellt. Es ist brutal und gnadenlos", sagte er.
Wenn das Rennen über 24 Stunden, bei dem er jüngst den Sieg nur wegen eines technischen Defekts verpasste, 2027 auf dem Nürburgring wieder an einem Formel-1-freien Wochenende sei, "dann möchte ich dort auch wieder an den Start gehen", erklärte der Niederländer.