Formel1

Rollende Köpfe in der Formel 1 Red Bull kriegt mehr Einfluss bei Renault

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Abiteboul war zwei Jahre Teamchef bei Caterham.

(Foto: imago/LAT Photographic)

Bei Renault dominieren momentan Pleiten, Pech und Pannen. Der Start in die Turbo-Ära der Formel 1 misslingt völlig. Nach acht Rennen kann nur ein glücklicher Sieg verzeichnet werden. Jetzt zieht der Motorenhersteller Konsequenzen - zugunsten von Red Bull.

Der Präsident und Management-Direktor des Formel-1-Programms, Jean-Michel Jalinier, muss gehen. Als Nachfolger kehrt Cyril Abiteboul zurück. Das teilte der Motorenhersteller mit, schreibt sport.de. Abiteboul war bis 2012 schon Stellvertreter von Jalinier bevor er als Teamchef bei Caterham anheuerte.

Die Rückkehr von Abiteboul soll eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Renault und Red Bull einläuten. Das Weltmeisterteam hatte seinen langjährigen Motorenhersteller wegen der offensichtlichen Versäumnisse bei der Entwicklung der Turbo-Antriebseinheit massiv kritisiert und sogar damit gedroht, die Zusammenarbeit zu beenden.

Da man bei Red Bull jedoch einsehen musste, dass es keine vernünftigen Alternativen gibt, hat man sich jetzt offenbar dazu entschlossen, die Kooperation fortzusetzen, allerdings will Teamchef Christian Horner mehr Einfluss bei der Motorenentwicklung. "Wir hatten mit Renault große Erfolge, haben in den vergangenen vier Jahren mit ihnen fast 50 Grands Prix und acht Weltmeisterschaften gewonnen. Das gibt niemand auf", schlägt Horner plötzlich wieder moderatere Töne an.

Red Bull: Mercedes als Vorbild

Der Grund: Offenbar hat man sich mit Renault darauf geeinigt, dass die Red-Bull-Entwicklungsabteilung unter der Führung von Adrian Newey mehr Einfluss bei der Motorenentwicklung bekommt. Dazu will der Stardesigner seinen alten Partner Mario Illien - Ende der 1990er Jahre verantwortlich für die F1-Mercedes-Aggregate - mit ins Boot holen.

Das Ziel: Im kommenden Jahr mit einer ebenso gut funktionierenden, auf einander abgestimmten Einheit aus Motor und Chassis wie Mercedes an den Start gehen. Zwar ist die Motorenentwicklung durch die FIA-Homologierung eingefroren. Das Reglement lässt jedoch genügend Raum, um das Hybrid-Turboaggregat fast komplett neu zu konstruieren.

Bis zum Saisonstart 2015 soll der Rückstand auf den derzeit überlegenen Mercedes-Abtrieb wettgemacht werden. Horner gibt die Marschroute für Newey und Renault vor: "Wir wollen vorne fahren, wir wollen konkurrenzfähig sein - und dafür brauchen wir eine vernünftige Antriebseinheit."

Quelle: sport.de

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