Formel1

Klare Regeln für die F1-Talente Steiner warnt Schumacher und Mazepin

imago0049446903h.jpg

Die Ansage ist klar.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Mit einem in der Königsklasse noch völlig unerfahrenen Piloten-Duo startet der Haas-Rennstall in die neue Formel-1-Saison. Es soll eine Saison des Übergangs sein. Denn sowohl bei der Entwicklung der Fahrer als auch des Autos ist bereits alles auf 2022 ausgerichtet.

Haas-Teamchef Günther Steiner hat seine Rookies Mick Schumacher und Nikita Mazepin davor gewarnt, sich in ihrer Formel-1-Premierensaison gegenseitig in die Karre zu fahren. Die Beiden seien natürlich "zwei ehrgeizige, junge Fahrer, die zeigen wollen, wer der Bessere ist", sagte Steiner im Interview mit RTL/ntv: "Wenn sie kämpfen, ohne das Team zu schädigen, habe ich auch kein Problem damit. Nur, wenn sie sich ins Auto fahren, dann kriege ich ein Problem und dann haben sie ein Problem."

Die Formel-1-Saison 2021 hat noch nicht einmal begonnen - Haas aber setzt jetzt schon voll auf 2022, wenn in der Königsklasse ein neues Reglement gilt. "Unser Ziel ist es, 2022 dahin zu kommen, wo wir 2018 waren (Platz 5, d. Red.)", betonte Steiner. Man stecke daher auch nicht zu viel Zeit und Ressourcen in das Auto für die anstehende Saison, 2021 sei "ein Übergangsjahr", erklärte Steiner.

"Im Windkanal arbeiten wir ab nächster Woche nur noch für 2022. Wenn nicht alles schiefgeht, machen wir am 2021er Auto gar nichts mehr, sondern fokussieren uns ganz auf das Auto für 2022", sagte Steiner. Auch Updates werde es diese Saison nicht geben. Stattdessen arbeite man "mit Vollgas am 22er Auto."

Schumacher soll zwei Jahre bleiben

Entsprechend bescheiden sind die Ziele, die sich Haas für 2021 setzt. "Es wäre ideal, Alfa Romeo und Williams hinter uns zu lassen. Das wird schwierig, es wird wieder ein Fight wie letztes Jahr. Unser Motor (Ferrari, Anm.d.Red.) wird sicher besser sein. Den hat Alfa zwar auch drin, aber vielleicht können wir Williams gegenüber etwas aufholen, ansonsten ist im Moment nicht viel mehr drin, weil wir einfach letztes Jahr zu weit weg waren", sagte Steiner.

Sein Fahrer-Duo Schumacher und Mazepin setzt der Teamchef noch nicht unter Druck. Die beiden sollten erst einmal Erfahrung sammeln. "Für mich wäre es ein Erfolg, Ende des Jahres zwei Fahrer zu haben, die viel gelernt haben und bereit sind für 2022, sodass wir dann keine Fehler mehr machen", sagte Steiner. Man müsse ihnen "ja auch die Chance geben, sich zu entwickeln. Am Ende des Jahres sollten wir immer noch zwei junge, aber eben auch erfahrene Fahrer haben."

Mehr zum Thema

Schumacher, so der Plan, soll auf jeden Fall zwei Jahre bei Haas fahren. "Nur ein Jahr würde nicht viel bringen. Ein Rookie braucht ein Jahr, muss sich an das Team und an die Formel 1 gewöhnen. Im zweiten Jahr kann man dann Fortschritte machen. Der Fahrer und auch das Team um den Fahrer herum", so Steiner.

Der 55-Jährige äußerte sich im Interview auch zu Mazepins Grapsch-Skandal Ende 2020. Der Russe hatte auf Instagram einen Clip von sich hochgeladen, in dem er einer Frau an die Brust fasste. "Wir haben das im Privaten geregelt, ich gehe nicht auf die Details ein. Das war nicht richtig, Nikita hat sich entschuldigt, er weiß, dass es falsch ist und das ist für mich ein Zeichen, dass er es verstanden hat."

Quelle: ntv.de, tno/rtl.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.