Fußball-EM

Löw spaßte vor dem Spiel Uefa manipulierte Balljungen-Jux

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Joachim Löw und der Balljunge nahe seiner Bank verstanden sich bestens.

(Foto: dapd)

In der 22. Minute der Partie Deutschland gegen die Niederlande sehen die TV-Zuschauer einen launigen Bundestrainer, der sich einen Scherz mit einem Balljungen erlaubt. Nun wird so langsam allen klar: Die Uefa erweckt hier nur den Schein, dass sich Löw mehr für den ukrainischen Jugendlichen interessiert als für das Spiel seiner Elf.

Die Welt lacht und staunt über den lässigen Bundestrainer Joachim Löw, der sich während des Spiels gegen die Niederlande einen Spaß mit einem Balljungen erlaubt. Dabei ist jetzt klar: Die Szene, die so sehr für Erheiterung sorgt, spielte sich nicht zu dem Zeitpunkt ab, zu dem sie im Fernsehen gezeigt wurde.

Zur Erinnerung: Im TV und bei Youtube beobachteten Millionen Zuschauer, wie sich der Trainerfuchs von hinten an einen Balljungen anschleicht, ihm den Ball aus den Armen schlägt und schelmisch grinst. Weil Löw kein Unmensch ist, kickt er dem ukrainischen Jugendlichen den Ball anschließend wieder zu.

In der Übertragung des ZDF sahen 27 Millionen Zuschauer in der 22. Spielminute die Episode, die zwar vom Humor des Bundestrainers zeugt, jedoch beim Spielstand von 0:0 und der Brisanz des Duells leicht deplatziert wirkte. In Wirklichkeit versetzte die Weltregie der Uefa jedoch hier Bilder von vor dem Anpfiff in eine Phase des Spiels, in der sonst offenbar nichts zu zeigen war.

Mehrere Onlinemedien klären den Schmu jetzt auf. Dabei hatten aufmerksame ZDF-Zuschauer schon erfahren, dass hier nichts so war, wie es schien. Im Interview auf die Szene angesprochen, parierte Joachim Löw: "War das nicht vor dem Spiel?" Wie auch sonst natürlich gilt hier: Der Bundestrainer hat recht.

Quelle: ntv.de, jog

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