Fußball

Tor-Festival im Spitzenspiel Bayern weist Wolfsburg klar in die Schranken

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Viviane Asseyi (links) und Lineth Beerensteyn vom FC Bayern jubeln nach dem Tor zum 1:0.

(Foto: imago images/Oryk HAIST)

Topspiel in der Frauen-Fußballbundesliga, Tabellenführer gegen Zweiter: Der FC Bayern München schlägt im Duell Deutschlands bester Teams die Verfolgerinnen aus Wolfsburg am neunten Spieltag klar. Hinten lassen die Münchner gegen die Double-Gewinnerinnen wenig zu - vorne verwandeln sie eiskalt.

Die Fußballerinnen von Bayern München haben im Spitzenspiel gegen Double-Gewinner VfL Wolfsburg ihre Titelambitionen eindrucksvoll untermauert. Der gnadenlos effiziente Tabellenführer bezwang den Serienmeister 4:1 (2:0) und baute durch den neunten Erfolg im neunten Spiel seinen Vorsprung auf die Verfolgerinnen auf fünf Punkte aus.

Vor den Augen von Vereinspräsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß trafen Viviane Asseyi (26.), Marina Hegering (43.) und Lineth Beerensteyn (46.) für den Vizemeister. Dominique Janssen (77.) unterlief ein Eigentor.

Erste Niederlage seit 21 Monaten

Den ersten Gegentreffer der Saison bescherte den Bayern VfL-Kapitänin Lena Goeßling (64., Foulelfmeter). Die Wölfinnen, die schon im Oktober beim SC Freiburg (1:1) gepatzt hatten, kassierten ihre erste Liga-Niederlage seit 21 Monaten (2:4 in München).

Der Bayerische und Norddeutsche Rundfunk hatten das Spiel in ihren dritten Programmen übertragen, die ARD hatte ein Livestream-Angebot parat, bei MagentaSport gab es die Begegnung ebenfalls live - gegen Bezahlung. Im Hauptprogramm von ARD und ZDF aber lief das Top-Spiel nicht. "Grundsätzlich ist in der öffentlichen Platzierung des Frauenfußballs, etwa im Fernsehen, noch Luft nach oben", hatte dazu Bayern-Trainer Jens Scheuer gesagt. "Die Absichten sind da, aber es wird nicht immer konsequent gelebt. Wir wünschen uns hier natürlich noch mehr Unterstützung und Engagement, damit hier wirklich etwas Großes entstehen kann." Und VfL-Coach Stephan Lerch meinte: "Tatsache ist, dass es das Spiel im deutschen Frauenfußball schlechthin ist. Und so ein Spiel gehört auf einen guten Sendeplatz. Der Frauenfußball muss nachhaltig sichtbarer gemacht werden."

Am Freitag hatte Turbine Potsdam durch ein 1:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt den dritten Tabellenrang gefestigt. Am Samstag entfernte sich Aufsteiger Werder Bremen durch ein 5:3 (3:2) gegen den sieglosen MSV Duisburg von der Abstiegszone. Zudem gewann Bayer Leverkusen beim Neuling SV Meppen 3:0 (0:0), die TSG Hoffenheim siegte beim SC Sand ebenfalls 3:0 (1:0).

Quelle: ntv.de, dbe/sid