Fußball

Angriff am helllichten Tag Bewaffnete Räuber überfallen Özil

Überfälle im Straßenverkehr sind in London keine Seltenheit. Jetzt trifft es Arsenal-Star Mesut Özil. Mehrere Männer gehen bewaffnet auf den Ex-Nationalspieler los. Am Ende gelingt ihm die Flucht, nicht zuletzt dank Team-Kollege Sead Kolasinac.

Schock für Mesut Özil: Der Arsenal-Kicker ist in London Opfer eines versuchten Raubüberfalls geworden. Das berichtet die "Daily Mail", die auch ein kurzes Video von der Tat veröffentlichte. Die Täter hatten es womöglich auf das Fahrzeug abgesehen, in dem Özil saß, eine 100.000 Pfund teure Mercedes G-Klasse 4x4 mit markanter goldener Verzierung.

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Özil hat sich zu dem Überfall noch nicht geäußert. Laut Arsenal sind er und Kolasinac wohlauf.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Am Steuer des Geländewagens saß Özils Teamkollege und Freund, der Ex-Schalker Sead Kolasinac. Die beiden Fußballstars waren am Nachmittag gegen 17 Uhr im Norden Londons unterwegs, als ihr Wagen offenbar von mehreren Motorrollerfahrern in die Zange genommen und zum Anhalten gezwungen wurde. Auf dem Video einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie Kolasinac, der aus dem Auto gesprungen ist, versucht, zwei Angreifer in die Flucht zu schlagen. Einer von beiden trägt einen Helm und ist bewaffnet, augenscheinlich mit einem Messer.

Hunderte Meter durch London getrieben

Özil versucht derweil, sich und das Auto in Sicherheit zu bringen, auf dem Video ist noch kurz zu sehen, wie das Fahrzeug anrollt. Augenzeugen berichten, dass der Fußballer dann ein paar Meter weiter fuhr. Danach sei er ausgestiegen und zusammen mit Kolasinac zu Fuß vor den Angreifern weggelaufen. Die Männern hätten sie dann noch mit Messern über eine Meile (1,6 Kilometer) verfolgt, bis sie sich letztlich in das türkische Restaurant Likya flüchteten. Dort sei Özil bekannt. Köche und Kellner seien ihm zur Hilfe geeilt und hätten die Gang in die Flucht geschlagen.

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Sead Kolasinac geht nicht nur auf dem Spielfeld in die Offensive.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die Täter hätten ihre Helme aufbehalten und seien komplett schwarz gekleidet gewesen, zitiert die "Daily Mail" einen Zeugen. Özil habe verängstigt gewirkt. "Er sah aus, als sei er um sein Leben gerannt. Ich nehme an, so war es auch", sagte der 36-jährige Azuka Alintah, der die Tat verfolgte.

Die Angreifer verschwanden schließlich ohne Beute, der Geländewagen stand mit geöffneter Fahrertür mitten auf der Straße. Scotland Yard bestätigte den Vorfall inzwischen, ohne Namen zu nennen. Fahrer und Beifahrer seien unverletzt entkommen, es habe keine Festnahmen gegeben. Die Ermittlungen dauerten an. Ein Sprecher von Arsenal London sagte laut "Bild-Zeitung": "Wir sind in Kontakt mit beiden Spielern und wissen, dass es ihnen gut geht."

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Quelle: n-tv.de, ino

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