Fußball

Klausel erzürnt AnhängerBVB-Fans empfangen Schlotterbeck mit heftigen Pfiffen

11.04.2026, 17:04 Uhr
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Nico Schlotterbeck wurde in Dortmund ausgepfiffen. (Foto: dpa)

Nico Schlotterbeck verlängert bei Borussia Dortmund seinen Vertrag. Doch vor dem Bundesligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen hagelt es trotzdem Pfiffe von den Heimfans gegen den Nationalspieler. Im Fokus steht offenbar eine heikle Klausel.

Die Diskussion über eine mögliche Ausstiegsklausel im neuen Vertrag von Nico Schlotterbeck hält Borussia Dortmund weiter in Atem. "Wir haben uns die ganze Zeit nicht zu Vertragsinhalten geäußert, und das werden wir auch weiterhin nicht tun", sagte der neue Sportdirektor Ole Book bei Sky im Vorfeld des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen (0:1). 

Es sei "ganz wichtig, dass Nico das Zeichen gesetzt hat, dass er hier sein möchte, dass er seinen Vertrag verlängert hat", betonte Book. "Ich bin mir sehr sicher, dass Nico ganz lange bei uns bleiben möchte." Trainer Niko Kovac fügte hinzu: "Jetzt ist alles vom Tisch, beide Seiten sind glücklich - ich als Trainer natürlich auch."

Per Ausstiegsklausel im Sommer schon weg?

Schlotterbeck hatte seinen 2027 auslaufenden Vertrag beim BVB am Freitag bis 2031 verlängert - Medienberichten zufolge allerdings mit einer Ausstiegsklausel, die für bestimmte Topklubs schon in diesem Sommer greifen könnte. Demnach seien dann 50 bis 60 Millionen Euro für den BVB-Abwehrchef zu bezahlen. Bayern München soll laut "Bild" nicht Teil der Klausel sein. Welche Spitzenteams die Schlotterbeck-Klausel ziehen können, ist aber weiterhin nicht bekannt.

Genau an jener Klausel stören sich offenbar viele BVB-Fans. Als der Dortmunder Stadionsprecher Norbert Dickel vor Anpfiff den Namen von Schlotterbeck vorlas, gab es prompt ein Pfeifkonzert. Die Sorgen bei den Fans, den Defensivspieler schon in wenigen Monaten trotz Vertragsverlängerung zu verlieren, sind augenscheinlich groß.

Auch das lange Hin und Her in den Verhandlungen zwischen Schlotterbeck und BVB dürfte bei den Pfiffen eine Rolle gespielt haben. Der Nationalspieler hatte die Westfalen im Vertragspoker monatelang hingehalten. Erst nach den beiden Länderspielen Ende März hatte Schlotterbeck überaus energisch eine zuvor von Sky vermeldete Einigung dementiert.

BVB-Boss kritisiert Pfiffe

BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer verurteilte die Pfiffe einiger Fans gegen Schlotterbeck nach der Partie deutlich. "Für mich als Verantwortlichen fühlt es sich nicht gut an, und von daher muss ich auch sagen, dass sich das nicht gehört, dass ein Spieler von Borussia Dortmund, und das galt nun mal Nico, mit Pfiffen begleitet wird", sagte Cramer nach dem 0:1 (0:1) gegen Bayer Leverkusen: "Er ist ein Spieler von Borussia Dortmund, der sich mit uns identifiziert. Das gehört sich nicht."

Cramer betonte, dass er Meinungsfreiheit "in Ordnung" fände - aber: "Spieler im Trikot von Borussia Dortmund verdienen mit Betreten des Rasens Unterstützung", sagte er: "Wir sind eine Gemeinschaft. Wir haben zusammen einen Vertrag unterschrieben." Für Pfiffe "gibt es überhaupt keinen Grund".

Quelle: ntv.de, msc/sid

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