Fußball

Kein klares Bekenntnis zu ManU Cristiano Ronaldo ist traurig

Cristiano Ronaldo blickte traurig auf das große Siegerpodest mit dem jubelnden Lionel Messi in der Mitte und applaudierte. Der Weltfußballer von Manchester United zeigte sich als fairer Verlierer, obwohl die Pleite gleich doppelt bitter für ihn war.

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Zum 0:2 (0:1) im Finale der Champions League in Rom gegen den FC Barcelona kam noch eine klare Niederlage im Duell der Superstars mit Messi. "Ob dies mein letztes Match für United ist? Darüber will ich nicht sprechen", sagte Cristiano Ronaldo und fachte die Gerüchte über einen Wechsel zu Real Madrid noch einmal kräftig an, bevor er niedergeschlagen in den Katakomben des Olympiastadions verschwand.

Dabei hatte er einen Blitzstart hingelegt. Nach nur 90 Sekunden stellte der Portugiese Barca-Torwart Victor Valdes mit einem Freistoß aus knapp 30 Metern vor große Probleme, in den folgenden Minuten erspielte er sich zwei weitere gute Schusschancen. Doch nach dem Schock der Barca-Führung durch Samuel Eto'o (10.) ließ sich Cristiano Ronaldo genau wie seine Teamkollegen "vom spanischen Giganten niedermetzeln", wie das englische Massenblatt The Sun schrieb.

Er hat einen Vertrag bis 2012

"Wir hatten gut begonnen, doch nach Eto'os Tor ist das Match kompliziert geworden. Barcelona hat die Kontrolle übernommen und wirklich gut gespielt", sagte der Ronaldo später. Der 24-Jährige besitzt bei ManU noch einen Vertrag bis 2012, ist aber bei weitem nicht so verwurzelt wie Messi in Barcelona. Während der kleine Argentinier kurz vor dem Finale wie selbstverständlich ein Traum-Angebot des neureichen Premier-League-Klubs Manchester City (10 Millionen Euro netto pro Jahr, 150 Millionen Ablöse) ablehnte, verweigert Cristiano Ronaldo nun ein klares Bekenntnis zu ManU.

"Messi geht aus dem Zusammentreffen der Gladiatoren als Champion hervor. Und Alex Fergusons Elend wird noch schlimmer, weil Ronaldo seine Zukunft im Unklaren lässt", schrieb der Guardian. Wohl nicht nur für Barcas Coach Pep Guardiola ist klar, dass Cristiano Ronaldo zum Jahreswechsel nicht wieder als bester Fußballer Europas und der Welt ausgezeichnet wird. Mit Blick auf Messi, der in der 70. Minute das 2:0 mit dem "Kopf Gottes" (Daily Mail) erzielte, meinte Guardiola: "Auch hier in Rom hat er bewiesen, dass er der beste Fußballer der Welt ist. Ich glaube, sein Name wird bereits auf den Goldenen Fußball graviert. Ich brauchte nicht diese Leistung als Beweis, um zu wissen, dass Leo der Beste ist."

Und während Messi kurz nach Schlusspfiff in einer Jubeltraube seiner Mitspieler verschwand und von den Barca-Anhängern gefeiert wurde, bekam vor allem Cristiano Ronaldo den Zorn der ManU-Anhängern ab. Als UEFA-Präsident Michel Platini ihm die Silbermedaille um den Hals hängte, waren die Pfiffe aus dem Manchester-Block unüberhörbar. Vielleicht wird er sie bei seinen Zukunftsplanungen berücksichtigen.

 

 

 

Quelle: n-tv.de