Fußball

Prominente Kandidaten sagen ab DFB hat wohl Probleme bei Präsidentensuche

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Trat im April als DFB-Präsident zurück: Reinhard Grindel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Deutsche Fußball-Bund tut sich bei der Suche nach einem Nachfolger für Ex-Chef Reinhard Grindel offenbar schwer. Laut einem Bericht hat der Verband trotz professioneller Hilfe bereits mehrere Absagen kassiert, auch von einem ehemaligen Bundesminister.

Auf der Suche nach einem neuen Präsidenten hat der Deutsche Fußball-Bund nach Informationen des "Spiegel" mehrere prominente Absagen erhalten. Trotz der Unterstützung einer Personalberatung hätten sowohl der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer als auch der langjährige Aufsichtsratschef der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, die Nachfolge des Anfang April von seinem Amt zurückgetretenen Reinhard Grindel abgelehnt. Laut dem Bericht soll auch der frühere CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière gefragt worden sein, habe aber erklärt, dass er nicht zur Verfügung stehe.

Eine Anfrage des "Spiegel" ließ de Maizière unbeantwortet, Hainer wollte sich offiziell nicht äußern. Müller habe auf die bislang  geltende Altersgrenze von 70 Jahren für das Präsidentenamt verwiesen. Der DFB wäre demnach aber bereit gewesen, diese für Müller aufzuheben.

Der DFB wollte den Bericht zunächst nicht bestätigen. "Der DFB äußert sich in der Öffentlichkeit weiterhin nicht zum laufenden Prozess", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker auf Anfrage. "Im Übrigen beteiligen wir uns auch nicht an falschen Spekulationen."

Der Verband, der momentan kommissarisch von den Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch geführt wird, wollte ursprünglich bis zum 26. Juli einen Kandidaten für das vakante Präsidentenamt finden und diesen am 1. August öffentlich machen. Da die Suche nach einer neuen Führungsfigur jedoch nicht wie erwartet vorankommt, wurde die Frist jüngst auf Ende August verschoben. Zuvor sollen die Vertreter der 36 Proficlubs auf der Generalversammlung der Deutschen Fußball Liga am 21. August über die Personalie abstimmen. Die Wahl des Präsidenten findet auf dem DFB-Bundestag am 27. September in Frankfurt statt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/sid

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