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Aktie fällt deutlichDem BVB fehlen nach tragischem CL-Aus plötzlich Millionen

26.02.2026, 18:49 Uhr
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Niko Kovac feuerte seinen BVB an, doch es blieb ohne Erfolg. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)

Das bittere Aus in der Champions League hat für Borussia Dortmund monetäre Folgen: Der BVB muss in einer Ad-hoc-Mitteilung verkünden, dass er für dieses Geschäftsjahr nun zweifellos mit einem Verlust rechnet. Der Aktie tut das alles auch nicht gut.

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat nach dem bitteren Champions-League-Aus die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 deutlich nach unten korrigiert. Der BVB erwartet nun einen Verlust zwischen zwischen 12 und 22 Millionen Euro, wie er in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab. Zuvor war ein Erwartungsrahmen zwischen plus fünf Millionen und minus fünf Millionen Euro angegeben worden.

Der BVB war durch ein 1:4 bei Atalanta Bergamo in den Playoffs zum Achtelfinale ausgeschieden. "Dieses Weiterkommen war eingeplant, die Einnahmen hatten wir eingeplant", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl schon am Mittwochabend. Allein elf Millionen Euro Prämien hätte der Achtelfinaleinzug eingebracht. Der Kurs der BVB-Aktie fiel bis zum Nachmittag um mehr als fünf Prozent auf 3,15 Euro.

Die Borussen waren am Mittwochabend etwas überraschend aus der Königsklasse ausgeschieden. Der BVB hatte das Hinspiel gegen Atalanta Bergamo in Dortmund noch mit 2:0 gewonnen. Im Rückspiel erlebten die Dortmunder einen katastrophalen Abend: Schon nach fünf Minuten führte Bergamo mit 1:0, zwischenzeitlich lag der Ruhrpottklub sogar mit 0:3 zurück.

Der 1:3-Anschlusstreffer des eingewechselten Karim Adeyemi (75. Minute) sorgte noch einmal für ein Lebenszeichen, das den BVB fast noch in die Verlängerung gebracht hätte. Doch in der letzten Minute der Nachspielzeit klärte der zuvor stark haltende Torwart Gregor Kobel einen Ball unzureichend. Die darauffolgende Flanke versuchte Dortmunds Ramy Bensebaini mit der Hacke zu klären - traf aber nur seinen Gegenspieler am Kopf. Die Italiener verwandelten den anschließenden Foulelfmeter.

Für den BVB droht damit, die Saison praktisch schon im Februar entschieden zu sein. Die Schwarz-Gelben waren im vergangenen Dezember im Pokal-Achtelfinale mit 0:1 gegen Leverkusen ausgeschieden. In der Bundesliga beträgt der Rückstand auf den FC Bayern mittlerweile acht Punkte. Am Samstag kommt es zum Klassiker in Dortmund (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de). Verliert der BVB dort gegen die Münchner, verabschiedet er sich auch von der ohnehin nur minimalen Chance auf die Meisterschaft.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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