Fußball

Pressestimmen zum FC Bayern Der 30. Titel ist wirklich "unverschämt"

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Auch der FC Bayern kann noch feiern. Auch beim achten Mal. Und auch, wenn es "unverschämt" ist.

(Foto: Marvin Ibo Güngör/GES/POOL)

Der FC Bayern München ist schon wieder Meister, das registriert auch die internationale Presse bewundernd. Aus Spanien kommt die Erinnerung: Ein Spieler schreibt damit eine unglaubliche individuelle Erfolgsserie weiter.

Deutschland

"Süddeutsche Zeitung": "Die Bayern haben Corona nicht gebraucht für diesen Titel, sie haben sich weder vom Virus anstecken lassen noch von den Ungewissheiten. Natürlich hat diese historisch einmalige Pause die Liga verändert, manche Teams haben ihren Lauf vom März im Mai nicht mehr wiedergefunden, auch der Heimvorteil hat sich ohne Zuschauer mancherorts fast in einen Heimnachteil verwandelt - den Bayern war das alles wurscht. Sie waren zu gut für die Geister, sie haben ungerührt weitergesiegt."

"Bild": "Wer hätte gedacht, dass es einem Verein mal gelingen könnte, achtmal in Serie Meister zu werden? Das verdient großen Respekt. Gleichzeitig hat die Konkurrenz zum dritten Mal hintereinander ihre Schwächen unter Beweis gestellt."

"FAZ": "Ein mühsames Münchner Meisterstück. Ein brillanter Moment von Boateng und Lewandowski beschert den Bayern das 1:0 bei Werder Bremen. Der achte deutsche Meistertitel in Serie ist am Ende ein hartes Stück Arbeit."

"Sportschau.de": "Schon wieder ist der FC Bayern Meister geworden, obwohl er vieles dafür getan hat, einem anderen Verein den Vortritt zu lassen. Die eintönige Liga ist ohne abwechslungsreichen Titelstreit kaum noch zu vermarkten. Auch dahinter fehlt es an einem gesunden Wettbewerb, daher müssen Veränderungen her."

"Welt": "Die Bundesliga ist eine Liga ohne Überraschungen in ihrer Elite. Es gibt keinen "Meisterkampf" mehr. Und das ist schlecht. Im Sommer werden Drittklässler eingeschult, die noch keinen anderen Meister erlebt haben als die Bayern."

"Abendzeitung" (München): "Carlo Ancelotti oder Niko Kovac holten Titel dank ihrer Mannschaft. In dieser Spielzeit holte die Mannschaft den Titel dank Hansi Flick. Freilich, auch auf dem Platz gab es herausragende Figuren. Die 30. Meisterschaft kann jedoch nur einen Namen tragen: den von Hansi Flick."

Deutsche Welle: "Während die Bayern über einen Gesamtmarktwert von rund 756 Millionen Euro verfügen, folgt Deutschlands Nummer zwei, Borussia Dortmund, mit rund 586 Millionen Euro. Der FC Bayern spielt nicht zuletzt aufgrund dieser Zahlen seit einigen Jahren in seiner eigenen Liga. Und wohl nur er selbst kann sich aus dem Konzept bringen. In dieser Saison hatte es kurzzeitig diesen Anschein. Am Ende ist aber alles wie immer - der FC Bayern ist (mal wieder) Deutscher Meister."

England

"Daily Mail": "Bayern München gewinnt seinen ACHTEN Bundesliga-Titel in Folge. Ein Tor von Robert Lewandowski genügte, um ein strauchelndes Werder Bremen zu schlagen. [...] Die Saison glich einer Achterbahnfahrt: Als Niko Kovac im November gefeuert wurde, lag Bayern noch auf keinem Top-Platz, Hansi Flick übernahm und riss das Ruder nach der Winterpause herum. Seitdem sind die Münchner ungeschlagen und gewannen ihre letzten elf Liga-Spiele."

"Guardian": "Die Dominanz der Bayern geht weiter. Der elfte Sieg in Serie bedeutet, dass Borussia Dortmund sie nicht mehr abfangen kann. Es war passend, dass Robert Lewandowskis Tor den Titel brachte, denn der 31. Ligatreffer des polnischen Stürmers in der Saison reichte aus, um sich gegen Bremen durchzusetzen - selbst eine Rote Karte für Alphonso Davies konnte den Abend nicht versauen. Die Art und Weise der 29. Meisterschaft der Bayern mit einer dreimonatigen Zwangspause wird dank des schillernden Spielstils von Hansi Flick, der im November die Nachfolge von Niko Kovac angetreten hat, lange in Erinnerung bleiben.

"The Sun": "Feier vor leeren Rängen. Bayern München sichert sich mit einem Sieg hinter geschlossenen Türen gegen Werder Bremen zum achten Mal in Folge den Bundesliga-Titel. Robert Lewandowski sackt seinen 46. Saisontreffer ein, als Hansi Flicks Team seine Siegesserie fortsetzt."

"Daily Star": "Sie haben es wieder getan! Bayern München hat seinen achten Bundesliga-Titel in Serie mit einem 1:0-Sieg in Bremen unter Dach und Fach gebracht."

Spanien

"Marca": "Bayerns Dominanz ist unverschämt! Acht Titel in Serie, 30 insgesamt ... und das Wunder von Flick. [...]" Wer gehofft habe, dass die Bayern nach dem holprigen Saisonstart in dieser Saison nicht den Titel holen würde, lag falsch. "Das Bärenfell wird nie vor der Jagd verkauft. Umso weniger, wenn es um einen großen Klub wie Bayern München geht. Flick begann, neue Dinge spielen zu lassen, er änderte den Stil, brachte den Bayern wieder ihr eigenes Spiel zurück, ihre Dominanz. Das Ergebnis: Unter Flick gab es 52 von 54 Punkten und die Bayern sind Meister - zur Verzweiflung der Anti-Bayern."

"AS": "Als die Bayern-Bosse im November Hansi Flick als Interimstrainer für den entlassenen Niko Kovac einsetzten, glaubte niemand daran, dass er auf eine Rekordsaison und eine Chance auf das Triple zusteuerte. Doch der 55-jährige ehemalige Mittelfeldspieler von Bayern hat seine Debütsaison im Sturm genommen und seine erste Trophäe gewonnen. [...] Die erste Spielzeit von Flick könnte noch von beeindruckend zu spektakulär werden."

"Mundo Deportivo": "Bayern erreicht Juves Rekord und Coman seinen neunten Liga-Titel. Die Bayern stellten am Dienstag den Rekord von Juventus in einer der fünf großen Ligen ein, als sie den achten Titel in Serie gewannen. [...] Wer zudem Geschichte geschrieben hat, ist der französische Außenstürmer Kingsley Coman, der, gerade einmal 24 Jahre alt, nun neun Meisterschaften gewonnen hat: zwei mit PSG, zwei mit Juve, fünf mit Bayern."

Italien

"Corriere dello Sport": "Eine Dominanz, die in der Bundesliga nach wie vor keine echten Rivalen kennt. Trotz einiger Schwierigkeiten in der ersten Saisonhälfte, die diesmal ein anderes Ende zu ermöglichen schienen. Aber in München griffen sie rechtzeitig ein. Der Umbruch, der vor einigen Spielzeiten begann und vor der laufenden Saison mit der Verabschiedung zweier Denkmäler wie Robben und Ribery fortgesetzt wurde, trägt weiterhin Früchte."

Quelle: ntv.de, ter