Fußball

50 Millionen allein für Antritt FC Bayern darf wohl zur Klub-WM-Premiere

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Sollten Thomas Müller und Co. an der Klub-WM teilnehmen, bedeutet das für den FC Bayern vor allem eins: Einnahmen.

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Die Klub-WM wird reformiert - und für die teilnehmenden Klubs deutlich lukrativer. 50 Millionen US-Dollar soll es allein als Antrittsprämie geben. Weil die Auswahl der Vereine in Europa über das Uefa-Ranking laufen soll, wird wohl der FC Bayern profitieren.

Der FC Bayern hat beste Chancen, seine Vormachtstellung in der Fußball-Bundesliga auszubauen. Weil er nämlich sehr wahrscheinlich von einer sprudelnden Geldquelle profitieren wird: der Klub-Weltmeisterschaft. Der Fifa-Wettbewerb soll ab 2021 in einem neuen Format ausgetragen werden - und dem ZDF zufolge ist der deutsche Rekordmeister bei der Premiere dabei.

24 Teams werden bei dem reformierten Wettbewerb teilnehmen, offiziell bekannt gegeben werden die Teilnehmer im März. Doch der FC Bayern hat laut ZDF beste Chancen, da die acht Plätze für Teams aus Europa unter anderem mit Hilfe des Uefa-Rankings vergeben werden. Demnach wären die vier Champions-League-Sieger von 2018 bis 2021 dabei - also auf jeden Fall Real Madrid und der FC Liverpool. Dazu kämen die vier besten Vereine des Uefa-Klub-Rankings. Und da stehen die Münchner derzeit auf Platz drei.

Borussia Dortmund wird in dem Uefa-Ranking als zweitbester Bundesliga-Klub geführt, hat aber kaum Chancen auf eine Teilnahme. Als 13. liegt der Weg über die Top Vier zu weit weg. Alternativ müsste der BVB in den kommenden beiden Jahren einmal die Champions League gewinnen.

Dem Sieger winken 115 Millionen US-Dollar

Die Teilnehmer bekommen nicht nur die Aufmerksamkeit dank des neuartigen und durchaus umstrittenen Wettbewerbs. Vielmehr sollen Antrittgelder von 50 Millionen US-Dollar ausgeschenkt werden. Der Sieger bekommt dem ZDF zufolge 115 Millionen US-Dollar. Die bisherige Austragungsform der Klub-WM sei "nicht lukrativ", beschwerte sich Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge kürzlich im "Kicker".

Auch deswegen hat er sich bereits für das Turnier, das im Juni oder Juli ausgetragen werden soll, ausgesprochen. "Ich finde es richtig, dass die Fifa die Klub-WM reformieren wird", sagte er dem Magazin. "Der Wettbewerb ist in seiner heutigen Form uninteressant. Der Zeitpunkt kurz vor Weihnachten ist für alle Teilnehmer unpassend."

Der aktuelle Gewinner der Klub-WM ist der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp. Am 21. Dezember 2019 gewann der Champions-League-Sieger gegen den brasilianischen Klub Flamengo Rio de Janeiro im Endspiel in Katar (1:0). Damit die Mannschaft am Turnier mit bislang sieben Teams teilnehmen konnte, spielte zur gleichen Zeit im heimischen Liga-Pokal die U23 - und verlor deutlich.

Die neue Klub-WM soll alle vier Jahre im Sommer ausgespielt werden und den Confed-Cup ersetzen. "Es wird ein Wettbewerb, auf den sich jeder Mensch, jedes Kind und jeder, der Fußball liebt, freut", hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino im Oktober 2019 großspurig verkündet.

Quelle: ntv.de, ara