Fußball

„Absolute Frechheit" Gladbach wütet wegen Last-Minute Elfer-Geschenk

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Nicolas Gonzalez erzielte für den VfB das 1:1.

(Foto: imago images/Pressefoto Baumann)

Der VfB Stuttgart kann zu Hause wieder einmal nicht gewinnen: Gegen Borussia Mönchengladbach kommen die Schwaben nach einem Foulelfmeter aus der ersten Halbzeit zurück - nur um postwendend wieder ins Hintertreffen zu geraten. Die Fohlen haben in der allerletzten Situation aber noch ein zweifelhaftes Geschenk parat.

Der VfB Stuttgart muss bis zum Beginn der Rückrunde auf seinen ersten Heimsieg nach dem Aufstieg warten. Die auswärts bislang so starken Schwaben scheiterten gegen Borussia Mönchengladbach auch im achten Versuch, drei Punkte im eigenen Stadion zu gewinnen. Beim 2:2 (0:1) nach zweimaliger Aufholjagd reichte es dank einer guten zweiten Halbzeit wenigstens zum fünften Heim-Unentschieden.

Silas Wamangituka in der letzten Minute der Nachspielzeit per schmeichelhaftem Foulelfmeter nach Videobeweis, der Gladbachs Jonas Hofmann nach Abpfiff am Sky-Mikrofon in Rage brachte, und zuvor Nicolas Gonzalez mit dem 3000. Tor des VfB in der Bundesliga (58.) glichen die zweimalige Führung der Gladbacher aus. "Absolute Frechheit. Ich weiß nicht, warum da eingegriffen wird. Breel Embolo wird 50 mal in diesem Spiel so angegangen und wir kriegen kein Foul! Sowas habe ich noch nicht erlebt, das ist kein Elfmeter", sagte Hofmann. Der 28-Jährige fügte noch weitere Anschuldigungen hinzu: "Das ist nur eine absolute Frechheit. Das Spiel wurde am Ende entschieden durch zwei, drei Personen, das wissen sie hoffentlich auch selber. Hier den Hinweis zu bekommen, dass es eine klare Fehlentscheidung ist, da weiß ich auch nicht weiter."

Für die Fohlenelf hatten zunächst Lars Stindl (30., Foulelfmeter) und Denis Zakaria (61.) getroffen. Die Borussia verpasste durch das Unentschieden den Sprung auf den sechsten Tabellenplatz, Stuttgart festigte seinen Platz im gesicherten Mittelfeld. Beide Mannschaften waren erkennbar darauf bedacht, nicht in einen Konter des Gegners zu laufen. Gladbacher erspielte sich dabei eine optische Überlegenheit, fand aber kaum Räume oder Lücken, um am oder im Strafraum zum Abschluss zu kommen. Auch der VfB bemühte sich um einen kontrollierten Aufbau, spielte dabei allerdings meist zu unpräzise.

Solo von Zakaria

Der gegenseitige Respekt führte zu einem mehr oder weniger zerfahrenen Spiel, nur selten ergaben sich Großchancen wie nach einer halben Stunde, als Gonzalez eine Flanke aus kürzester Distanz über das Tor der Fohlenelf köpfte (30.). Auf der Gegenseite bedurfte es des ungeschickten Einsteigens von Borna Sosa gegen Stefan Lainer im Strafraum, um dem guten Stindl die Führung zu ermöglichen.

Gladbach kontrollierte das Spiel danach - ehe Gonzalez nach einer Flanke von Sosa zum Ausgleich einköpfte. Zuvor hatte Matthias Ginter einen Schuss von Pascal Stenzel auf der Linie geblockt (54.). Nach einem Pass von Stindl schloss dann Zakaria ein Solo mit einem überlegten Schuss zur erneuten Führung der Gäste ab. Stuttgart ließ sich auch davon nicht entmutigen und wurde durch Wamangituka noch belohnt.

Der VfB bekommt schon bald die nächste Chance auf einen Sieg gegen die Rheinländer: Im Viertelfinale des DFB-Pokals am 3. Februar (20.45 Uhr) ist Gladbach erneut beim VfB zu Gast.

Quelle: ntv.de, dbe/sid